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Nach sachlichen Kontroversen und Diskussionen Geschlossenheit:
Am Ende fasste die OLV alle Beschlüsse mit großer Mehrheit

Für Gerechtigkeit und eine friedliche Zukunft
Die Ostpreußische Landesvertretung formulierte Ziele und verabschiedete wegweisende Resolutionen
von Jan Heitmann

Die Ostpreußische Landesvertretung (OLV) ist die Mitgliederversammlung der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) und nimmt, politisch gesehen, die Rolle eines Exilparlaments der vertriebenen Ostpreußen wahr. Als höchstes Beschlussgremium der LO bestimmt sie die Leitlinien der landsmannschaftlichen Arbeit und stellt berechtigte Forderungen an die Politik. Bei ihrer diesjährigen Tagung im Ostheim in Bad Pyrmont standen neben den Routinepunkten wie der Entgegennahme der Berichte, der Entlastung des Vorstandes und der Verabschiedung des Haushaltsplanes wichtige Beschlüsse und wegweisende Resolutionen auf der Agenda.

Als besonderen Gast begrüßte Stephan Grigat, Sprecher der LO, die Bürgermeisterin von Bad Pyrmont, Elke Christina Roeder. Mit launigen Worten empfing Roeder die Teilnehmer der OLV und dankte den Ostpreußen dafür, dass sie der Stadt seit Jahrzehnten die Treue halten. Im Anschluss sprach Prof. Detlev Block das geistliche Wort, bevor Grigat eine außergewöhnliche Ehrung vornahm. Er verlieh Peter Wenzel, Referent für Heimatpolitik der LO, das Silberne Ehrenzeichen der Landsmannschaft. Dabei hob er Wenzels unermüdlichen Einsatz als Urgestein der Bundesgeschäftsstelle hervor und lobte dessen gebündeltes Wissen in allen landsmannschaftlichen Angelegenheiten.

 In seinem Tätigkeitsbericht informierte Grigat die Delegierten über seinen Antrittsbesuch beim bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Hier sei er auf großes Entgegenkommen gestoßen und der Regierungschef des Patenlandes habe betont, dass sich die LO durch gute Arbeit Respekt verschafft habe. Sie sei die am besten aufgestellte und schlagkräftigste Landsmannschaft, so der Sprecher. Er betonte, es sei wichtig, auch in Zukunft wirtschaftlich unabhängig zu sein, um inhaltlich frei zu bleiben.

Seit Krieg und Vertreibung sind über sechs Jahrzehnte vergangen. Die OLV hat dies zum Anlass genommen, zeitgemäße Ziele für die künftige landsmannschaftliche Arbeit zu formulieren. Grigat betonte, diese seien nicht in Stein gemeißelt, sondern könnten als „lebendes Dokument“ bei Bedarf angepasst und verändert werden. Zugleich plädierte er dafür, bei allen politischen Forderungen realistisch und maßvoll zu bleiben sowie tragfähige und nachhaltige Lösungen anzustreben. An erster Stelle des Zielekatalogs steht die Bewahrung des deutschen kulturellen Erbes Ostpreußens und dessen Verankerung im Bewusstsein der Öffentlichkeit als Teil des historischen Deutschlands. Ostpreußen war über 700 Jahre ein deutsches Land, was der mittleren und jüngeren Generation kaum noch bekannt ist. Die LO hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Bedeutung der Kulturgeschichte Ostpreußens für die kulturelle Entwicklung Gesamtdeutschlands zu vermitteln. Hierzu dient ihr an erster Stelle die Ostpreußische Kulturstiftung mit dem Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg und dem Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen. Außerdem fördert sie die Erfassung und Publikation von Zeitzeugenberichten und setzt sich für die Schaffung eines Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung ein. Ein besonderes Augenmerk richtet die LO auf die Entwicklung der staatlichen Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ als dem Nachhaltigsten, was die ostdeutschen Landsmannschaften kommenden Generationen zu diesem Themenkomplex hinterlassen können.

Ein wichtiges Anliegen der LO ist die Schließung der Gerechtigkeitslücken für die Angehörigen der Erlebnisgeneration. Die Ostdeutschen haben in unvergleichlich höherem Maße an den Folgen des Krieges gelitten als die übrigen Deutschen. Die LO setzt sich dafür ein, dass diese Sonderopfer der vertriebenen Ostdeutschen in das öffentliche Bewusstsein zurückgebracht und anerkannt werden. Dazu gehört auch die Lösung der Eigentumsfrage in zufriedenstellender Form. Während die Westdeutschen praktisch gar nicht und in Mitteldeutschland nur eine bestimmte Schicht vom Verlust von Grundeigentum betroffen waren, haben die Ostdeutschen alles verloren. Die LO will die bisherige Verhaltensweise, jeglichen Anspruch der Ostdeutschen als unbegründet oder sogar friedensgefährdend zurückzuweisen, ändern. Zur Schließlung der Gerechtigkeitslücken gehört es nach Überzeugung der LO ebenso, dass die nach Kriegsende in Ostpreußen, Polen oder in der Sowjetunion zu Zwangsarbeit Gezwungenen für diese Zeiten einen Rentenanspruch erhalten. Derzeit besteht zudem ein Unterschied, ob die für die Rente anzurechnenden Zeiten vor 1945 im Reichsgebiet östlich oder westlich von Oder und Neiße erworben wurden. Die LO fordert die Beseitigung dieser Ungleichheit.

Ein weiteres Ziel der LO ist es, den Bestand der deutschen Volksgruppe in Ostpreußen als Bindeglied zwischen der heutigen Mehrheitsbevölkerung und den Angehörigen und Nachkommen der früheren deutschen Bevölkerung zu sichern. Außerdem will die LO den Zusammenhalt der Angehörigen der Erlebnisgeneration, deren Nachkommen und der Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Ostpreußen sowie deren gemeinsame Identität als Ostpreußen bewahren und stärken. Schließlich setzt sich die LO für die Verwirklichung des Rechts auf die Heimat in ganz Ostpreußen als einer auch für Deutsche lebenswerten und interessanten Region und Teil eines lebendigen Europa ein.

In einer Resolution forderte die OLV Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat eindringlich auf, den am Ende des Krieges und danach aus Ostdeutschland zur Zwangsarbeit Verschleppten für die betreffenden Zeiträume Renten zu gewähren. Unzählige Zivilpersonen wurden aufgrund ihrer deutschen Volkszugehörigkeit unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen. Die Überlebenden leiden bis heute darunter, sind bisher aber nicht entschädigt worden.

In einer weiteren Resolution forderte die OLV Bundestag und Bundesregierung auf, die Entschließung des Bundesrates aus dem Jahr 2003 endlich umzusetzen und den 5. August zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung der Deutschen“ zu bestimmen. Während es zahlreiche staatliche Gedenktage in Deutschland gibt, wartet diese Opfergruppe bislang vergeblich auf einen staatlichen Gedenktag und eine zentrale Gedenkstätte, an der an ihr Leid erinnert wird. Am 5. August 1950 haben sich die deutschen Heimatvertriebenen in ihrer Charta für den Weg des Friedens in Europa und des Miteinanders mit den östlichen Nachbarstaaten entschieden. Damit hat dieser Tag für Deutschland und Europa eine herausragende Bedeutung.

Seit über 60 Jahren ist das Deutschlandtreffen der Ostpreußen die zentrale Veranstaltung der LO, die eine große Anziehungskraft besitzt, das Gemeinschaftsgefühl der Landsleute stärkt und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Deshalb hat die OLV beschlossen, im Jahre 2014 wieder ein zweitägiges Deutschlandtreffen in der bewährten Form durchzuführen. Außerdem hat die OLV beschlossen, sich für die Rückbenennung Königsbergs einzusetzen und diese zu unterstützen, sobald die Pläne aktuell werden.

Die diesjährige OLV zeichnete sich durch einen harmonischen Verlauf, sachliche Diskussionen, konstruktive Beschlüsse, Geschlossenheit, klare politische Aussagen und wichtige Resolutionen aus.  

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt Ausgabe 46/11, 19.11.2011



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