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  <title>Kultur im Ostdeutschen Diskussionsforum (ODF)</title>
  <updated>2012-04-25T19:28:17Z</updated>
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    <name>Ostdeutsches Doskussionsforum</name>
    <email>webmaster@ostdeutsches-forum.net</email>
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  <subtitle type="text">Berichte und Erzählungen zur Ostdeutschen Landeskunde und Kultur</subtitle>
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    <title>Schalker Wurzeln: Ausstellung: „Ihre Eltern kamen aus Masuren“</title>
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    <updated>2012-05-26T11:59:07Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/FamFo/Images/Ernst-Kuzorra.jpg&quot; title=&quot;Die Eltern von Schalke-Idol Ernst Kuzorra kamen Ende des 19. Jahrhunderts ins aufstrebende Ruhrgebiet.&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelsenkirchen „Ihre Eltern kamen aus Masuren“– so lautet der Titel einer Ausstellung, die ab heute in Düsseldorf zu sehen ist und die Gründergeneration des FC Schalke 04 thematisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Spieler wie Ernst Kuzorra, Fritz Szepan, Otto Tibulski oder Ernst Kalwitzki beziehungsweise deren Eltern und Familien stammten aus dem südlichen Ostpreußen, genauer gesagt aus Masuren. Das war in den dreißiger Jahren durchaus ein Politikum: So schrieb der Berliner Korrespondent der großen polnischen Sportzeitung Przeglad Sportowy am 30. Juni 1934: „Die deutsche Meisterschaft in den Händen von Polen! – Triumph der Fußballspieler von Schalke 04, der Mannschaft unserer polnischen Landsleute“. Schalkes Gegner beschimpften den Klub unterdessen als „Polackenverein“. Die Masuren aber sahen sich nicht als Polen.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Friedrich II.: Ein neues Verständnis von Macht und Pflicht. - Vor 272 Jahren begann die Regentschaft des Herrschers, der sich als erster Diener seines Staates bezeichnete.</title>
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    <updated>2012-05-24T08:51:51Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Images/Macht-und-Pflicht.jpg&quot; title=&quot;Friedrich II.&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Erwartungen, sie erwiesen sich allesamt als falsch. Friedrich II. war 28 Jahre alt, als sein Vater vor 272 Jahren, am 31. Mai 1740, starb. Wie würde der Sohn das Erbe antreten? Seine Vorlieben für Kunst und Wissenschaft waren bekannt. Würden nun die Musenfreunde den Ton bei Hofe angeben? Würde gar, wie man in Paris munkelte, Voltaire Premierminister in Berlin werden? Nichts von alledem. Es kam alles ganz anders. Vor allem: Friedrich regierte anders als die absolutistischen Herrscher auf den Thronen Europas. Mit Friedrich II. begann ein neues Verständnis von Macht und Pflicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als der Vater Friedrich Wilhelm I. sich auf sein erwartetes Sterben vorbereitete, wusste er sein Haus wohl bestellt. „Mir liegt nicht mehr viel am Leben“, sagte er drei Wochen vor seinem Tod, „da ich einen Sohn hinterlasse, der alle Fähigkeiten zu einem guten Regenten besitzt. Vor fünf Jahren hätte ich das nicht gesagt, er war damals noch zu jung. Doch Gott sei Dank hat er sich geändert, und ich bin mit ihm zufrieden. Er hat mir versprochen, dass er die Armee beibehalten wird, und ich bin sicher, dass er sein Versprechen erfüllen wird. Ich weiß, dass er die Truppe liebt, er hat Verstand und alles wird sehr gut gehen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zwei Tage vor seinem Tod rief der König aus: „Mein Gott, ich sterbe zufrieden, da ich einen so würdigen Sohn und Nachfolger gefunden habe.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am 31. Mai 1740 um ein Uhr in der Nacht ließ der König einen Priester holen, später den Kronprinzen, Minister, Generäle und Hauptleute seines Regiments. Vor ihnen entsagte er dem Thron und übergab die Herrschaft seinem Sohn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Fritz der König war ein anderer als Fritz der Kronprinz. Seine unmittelbare Umgebung, die Freunde aus der Rheinsberger Zeit, die Bürger Preußens und die Nachbarn rundum sollten sehr bald erfahren, was Friedrich gemeint hatte, als er einen vorlauten General tadelte: „Mein Herr, jetzt bin ich der König!“ Er sorgte rasch dafür, dass ein solcher Verweis künftig nicht mehr notwendig sein würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Viele setzten – vergebliche – persönliche Hoffnungen in den Wechsel auf dem Thron. Andere fürchteten um ihren Einfluss. Zu ihnen gehörte Herzog Leopold von Anhalt-Dessau, bekannt als der „Alte Dessauer“. Er gehörte zu den einflussreichsten Ratgebern des Vaters und vertrat die österreichische Partei bei Hofe. Noch in der Nacht des Todes Friedrich Wilhelms hatte er den Thronfolger inständig gebeten, ihm Amt und Autorität zu lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort Friedrichs war unmissverständlich: „Ich bin König geworden; meine Absicht ist, dies Amt auszuüben und der einzige zu sein, der Autorität hat.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Über Aufgaben, Rechte und Pflichten hatte der Kronprinz gründlich nachgedacht. Ein Jahr bevor er das Erbe seines Vaters antrat, begann er mit der Niederschrift seiner „Réfutation du prince de Machiavel“, die „Widerlegung des Fürsten Machiavelli“, allgemein bekannt als „Antimachiavell“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Darin stellt er dem keiner Moral verpflichteten absoluten Herrscher den Souverän gegenüber, der „le premier domestique“, der „erste Diener“ ist: „Der Herrscher ist alles andere als der absolute Herr der Völker, die seiner Herrschaft unterworfen sind; er ist lediglich ihr erster Diener.“&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Die Stimme tief und rauchig, die Lieder melancholisch - Vor 70 Jahren wurde die Sängerin und Komponistin Alexandra geboren.</title>
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    <updated>2012-05-20T13:34:27Z</updated>
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    <content>Ihre Karriere währte nur kurz - im Alter von 27 wurde die Sängerin Alexandra bei einem Autounfall getötet. Geblieben sind: ihre Songs, die sich zwischen Schlager, Chanson und Volkslied bewegen und eine Geschichte von Träumen und Enttäuschungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Stimme tief und rauchig, die Lieder melancholisch, nachdenklich, sehnsuchtsvoll, die Haare dunkel und zum Bob geschnitten - so tauchte Alexandra gegen Mitte, Ende der 60er Jahre auf den Bühnen und Fernsehschirmen der Bundesrepublik Deutschland auf. Es war die Zeit von Beatles und Stones, von APO und Studentenprotesten, aber auch von Heintje, Peter Alexander, Roy Black. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wer war dieses Mädchen, das scheinbar aus dem Nichts auftauchte und mit russischen Volksweisen und osteuropäisch eingefärbten Liedern die Leute in Massen für sich einnahm? Ein Flüchtlingskind, die jüngste von drei Töchtern - die Familie floh 1944 vor der Roten Armee aus dem Memelland. Alexandra, die eigentlich Doris Treitz hieß, wuchs in Kiel auf und verließ kurz vor dem Abitur die Schule: Zuerst wollte sie Grafikerin und Modedesignerin werden, dann besuchte sie die Schauspielschule. 1962 nahm sie an einem Schönheitswettbewerb teil und wusste da schon ziemlich genau, wo es einmal hingehen sollte, wie ein Interview aus der Zeit verrät:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Natürlich hoffe ich dann, Chanson-Sängerin zu werden. Und zwar werde ich, möchte ich &apos;mal gerne russische Chansons singen. Und überhaupt … vom Balkan, französische. Das ist mein Berufstraum.&quot;&lt;br /&gt;...
&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/FamFo/Images/Alexandra-c.jpg&quot; title=&quot;Alexandra&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</content>
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    <title>Wat de Buer nich kennt, dat fret he nich.</title>
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    <updated>2012-05-17T10:27:00Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Kartoffelanbau.htm"/>
    <content>„Ich will, dass jeder Bauer sonntags ein Huhn im Topf hat“, soll der französische König Henri IV. (1553–1610) gesagt haben. Ob es gelang, bleibt zweifelhaft. Friedrich war bescheidener und hatte mehr Erfolg. Er legte seinen Untertanen auf den Teller, was bald bei keiner Mittagsmahlzeit in Preußen und später in vielen Ländern Europas fehlen durfte: die Kartoffel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Hungersnöte waren in Preußen einschließlich Schlesiens eine schlimme Plage. Dürre und Unwetter vernichteten die Getreideernten, Kriege verwüsteten die Felder der Landwirte. Tausende Menschen starben an Unterernährung, als ob die Schlachten nicht schon genug Opfer gefordert hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bald nach Friedrichs Thronbesteigung suchte eine schreckliche Hungersnot Pommern heim. Der in Kolberg geborene Seefahrer und Bierbrauer Joachim Nettelbeck berichtet in seiner Autobiografie über die katastrophale Versorgungslage in seiner Stadt: „Ich mochte wohl ein Bürschchen von fünf oder sechs Jahren sein und noch in meinem ersten Höschen stecken, als es hier bei uns im Lande und weit umher eine so schrecklich knappe und teure Zeit gab, dass viele Menschen vor Hunger starben … Es kamen von landeinwärts her viele arme Leute nach Colberg, die ihre kleinen hungrigen Würmer auf Schiebkarren mit sich brachten …, weil man Getreideschiffe in unserem Hafen erwartete … Alle Straßen bei uns lagen voll von diesen unglücklichen ausgehungerten Menschen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Schon Friedrich Wilhelm I. hatte in seinem Lustgarten Kartoffeln angepflanzt, vermutlich wegen der exotischen Blüten, die als sehr kostbar galten. Sein Sohn Friedrich hörte von dem hohen Nährwert der Kartoffel und der Robustheit der Pflanze. Die von den Inkas kultivierten Stauden gediehen auch auf schlechten, sandigen Böden, und davon gab es in seinen Provinzen genug. Zudem konnten sie die Frauen allein pflanzen und ernten und waren nicht auf die Arbeitskraft ihrer Männer angewiesen – ein Vorteil für den König, denn er brauchte immer Soldaten für seine Kriege. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Es erwies sich allerdings als schwierig, die Bevölkerung von dem Nutzen der „Tartoffel“ zu überzeugen. Friedrich startete das, was man heute einen Werbefeldzug nennt. Joachim Nettelbeck berichtet, wie im Jahr 1744 zur großen Verwunderung der Kolberger ein Frachtwagen voller braun-schrumpeliger Früchte auf dem Marktplatz ankam. „Durch Trommelschlag in der Stadt und in den Vorstädten erging die Bekanntmachung, dass jeder Gartenbesitzer sich zu einer bestimmten Stunde vor dem Rathaus einzufinden habe, indem des Königs Majestät ihnen eine besondere Wohltat zugedacht habe … Die Herren vom Rahte zeigten nunmehr der versammelten Menge die neue Frucht vor, die hier noch nie ein menschliches Auge erblickt hatte. Daneben ward eine umständliche Anweisung verlesen, wie diese Kartoffeln gepflanzt und bewirtschaftet desgleichen wie sie gekocht und zubereitet werden sollten.“&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Images/Kartoffelanbau.jpg&quot; title=&quot;Auf Inspektionsreise begutachtete der Alte Fritz den Kartoffelanbau: Robert Warthmüllers &quot;Der König überall&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</content>
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    <title>Wo der Alte Fritz Ruhe und Erholung fand: Vor 265 Jahren wurde das Schloss »Sanssouci«, des Preußenherrschers »Lust-Haus zu Potsdam«, eingeweiht.</title>
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    <updated>2012-04-25T19:26:07Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Ruhe-und-Erholung.htm"/>
    <content>Die Jahre auf Schloss Rheinsberg waren die glücklichsten im Leben Friedrichs des Großen. Nach gescheiterter Flucht und der Anklage wegen „Hochverrats“ vom Vater wieder in Gnade aufgenommen, verbrachte der Kronprinz hier eine unbeschwerte Zeit im Kreis von geistreichen und amüsanten Freunden. Schon damals dachte er daran, ein Stück dieses sorgenfreien Lebens mitzunehmen, wenn er dereinst die Lasten der Königskrone tragen würde. Seinen Traum von einem „Sans souci“ sollte ihm einer der Rheinsberger Kameraden erfüllen: Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wie die meisten Söhne des preußischen Adels war von Knobelsdorff zum Offizier erzogen worden. Als er an einem Lungenleiden erkrankte, schied er aus dem Militärdienst aus und widmete sich der Architektur und Malerei. Der Autodidakt wurde zum bedeutendsten Baumeister der friderizianischen Epoche. Gleich nach seinem Regierungsantritt ernannte ihn Friedrich zum „Surintendanten aller Königl. Schlösser, Häuser und Gärten (und) Directeur en chef’ aller Bauten in den sämtlichen Königl. Provinzen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
So gewaltig wie der Titel waren auch die Aufgaben von Knobelsdorffs. Der rastlose König überhäufte ihn mit Arbeit, und es konnte ihm nie schnell genug gehen. „Faul ist er wie ein Artilleriepferd“, schimpfte er in einen Brief über seinen Leibarchitekten. Nach Aufträgen für das Forum Friderizianum und die Umgestaltung des Tiergartens betraute ihn Friedrich mit seinen Lieblingsprojekt: dem Bau eines „Lust-Hauses zu Potsdam“, genannt „Sanssouci“, auf einem Weinberg vor den Toren Berlins. Die ersten Skizzen dafür hatte der König schon in Rheinsberg zu Papier gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Friedrich war alles andere als ein bequemer Bauherr. Immer wieder gab es Missstimmungen zwischen ihm und dem Architekten. Von Knobelsdorff wollte das Rokoko-Schlösschen durch einen Sockel erhöhen, um ihm optisch mehr Gewicht zu verleihen und es repräsentativer erscheinen zu lassen. Friedrich bestand auf einem ebenerdigen Gebäude ohne Kellergeschoss. Er wollte durch Terrassentüren direkt hinaus in die Natur treten können und änderte die Entwürfe rigoros. Der Eigensinn des Königs rächte sich. Besucher klagten darüber, dass es in dem „maison de plaisance“ ausgesprochen zugig und fußkalt sei. Ärzte begründeten Friedrichs Anfälligkeit für Erkältungen und sein Rheuma mit der mangelnden Isolierung des Schlosses.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Fast alles für Preußens Größe - Friedrich der Große stellte neben dem Militär auch die Baukunst in den Dienst des Staates</title>
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    <updated>2012-04-12T18:30:50Z</updated>
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    <content>Für die einen ist Friedrich der Große Held, Kriegsherr und Absolutist. Für die anderen kunstbegeisterter Intellektueller, Philosoph und Musiker. Baukunst war für ihn und für Preußens Aufstieg machtpolitisch bedeutsam. Der Bau von modern geplanten Dörfern und Siedlungen für Kolonisten und Einwanderer im strukturschwachen Brandenburg oder Ostfriesland diente dem wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand Preußens. Friedrichs glanzvoller Rokokostil wurde darüber hinaus Auftakt zur Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft. Er bezog erstmals überhaupt Landschaft in seine persönliche Ästhetik ein. Ebenso kostbare Innenräume und edle Materialien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Friedrich ging herrisch mit Baubeamten um, und bediente sich hemmungslos fremder Entwurfsideen, die er unbemerkt selbst abkupferte. Willkürlich und detailversessen griff er immer wieder als Co-Architekt in Planungen ein, nutzte Bauen zu seinem Amüsement. Der Italiener Francesco Graf von Algarotti (1712–1764) wurde sein künstlerischer Berater und Ideenlieferant. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, später auch Carl Philipp Christian von Gontard, Johann Gottfried Büring und Heinrich Ludwig Manger wurden oberste Baubeamte seiner langen Regierungszeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zu Knobelsdorffs wichtigen Arbeiten für Friedrich II. zählen der Ausbau und die Erweiterung des Schlosses Rheinsberg (1737–1739), der Ausbau des Schlosses Monbijou (1740–1742), die Erweiterung des Schlosses Charlottenburg (1740–1743), der Bau der Oper Berlin (1741–1743), der Ausbau des Stadtschlosses Potsdam (1744–1752), der Bau des Schlosses Sanssouci (1744–1748), der Bau der Hedwigskathedrale (1747–1773) zusammen mit Jan Bouman sowie der Bau des Palais des Prinzen Heinrich, in der heute die Humboldt­universität untergebracht ist, gemeinsam mit Bouman (1748–1760). Als Baubeamter war Knobelsdorff an weiteren friderizianischen Projekten beteiligt: Neugestaltung des Tiergartens (1741), Wohnung Fried-rich II. im Berliner Stadtschloss (1742), erste Orangerie Sanssouci (1747, 1771–1774 zu Neue Kammern umgebaut), Obeliskportal Sanssouci (1747), Alter Berliner Dom (1747–1750), Neptungrotte Sanssouci (1751–1760), Gestaltung Alter Markt Potsdam (ab 1748). Entwürfe, wie die für das gigantische Forum Fridericianum (ab 1740), blieben unvollendet.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Lieber Voltaire als Goethe - Friedrich II. ignorierte die neue deutsche Literatur, aber hatte zu ihr eine meist drastische Meinung</title>
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    <updated>2012-04-12T18:29:27Z</updated>
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    <content>Französisch oder Deutsch – das war die Frage zu Lebzeiten Friedrichs des Großen. Sollte gute Literatur in französischer Sprache verfasst werden oder in deutscher, darüber diskutierten die Dichter und Schriftsteller. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der König selbst sprach und schrieb lieber (und besser) in der Sprache des Nachbarn. Dennoch beschäftigte er sich mit seiner Muttersprache. So veröffentlichte Friedrich 1780 die Untersuchung – natürlich auf französisch – „De la littérature allemande, des defauts qu’on peut lui reprocher quelles en sont les causes: et par quels moyens on peut les corriger“ (Über die deutsche Literatur, die Mängel, die man ihr vorwerfen kann, die Ursachen derselben und die Mittel, sie zu verbessern). Dabei ignorierte er die neue deutsche Literatur, obwohl er zu der auch eine meist drastische Meinung hatte. Wie etwa zu Johann Wolfgang von Goethes 1773 erschienenem Drama „Götz von Berlichingen“. Es sei „eine abscheuliche Nachahmung jener schlechten englischen Stücke“ (wie der von William Shakespeare) und er bedauerte das Publikum, das sich dieses „ekelhafte“ Gewäsch“ anhören müsse. Auch der Goethe-Freund Johann Gottfried Herder war übrigens nicht begeistert vom „Götz“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
So kritisch sie beginnt, so prophetisch endet die Schrift: „Wir werden unsere klassischen Schriftsteller haben; jeder wird sie lesen, um sich an ihnen zu erfreuen. Unsere Nachbarn werden die deutsche Sprache lernen, an den Höfen wird man sie mit Vergnügen sprechen; und es kann geschehen, dass unsere Sprache, voll ausgebildet und vollendet, sich zugunsten unserer guten Schriftsteller von einem Ende Europas bis zum anderen ausbreitet. Diese schönen Tage unserer Literatur sind noch nicht gekommen, aber sie nahen heran, Ich sage euch, sie werden erscheinen; ich werde sie nicht sehen, mein Alter gestattet mir dazu keine Hoffnung. Ich bin wie Moses, ich sehe von fern das gelobte Land, aber ich werde es nicht betreten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Goethe und die andere Großen wie Johann Christoph Gottsched und Gotthold Ephraim Lessing sind heute noch ein Begriff. Friedrich allerdings nahm sie damals kaum wahr. Im sächsischen Kamenz als Sohn eines Pfarrers geboren, besuchte Lessing die Fürstenschule St. Afra in Meißen, um später in Leipzig Theologie und Medizin zu studieren. Wie viele seiner Altersgenossen fühlte der junge Lessing sich jedoch eher zu den Zerstreuungen denn zu ernsthafter Arbeit hingezogen. Bald schon wandte er sich den schönen Künsten zu, veröffentlichte erste Gedichte und Rezensionen in Berliner Zeitschriften. Sein Weg war vorgezeichnet, als er der Schauspielertruppe um Friederike Caroline Neuber (1697–1760) begegnete und 1748 sein Schauspiel „Der junge Gelehrte“ aufgeführt wurde. Ironie des Schicksals: Die Neuberin arbeitete eng zusammen mit dem Literaturpapst jener Zeit, mit dem Ostpreußen Johann Christoph Gottsched (1700–1766), der einmal ein erbitterter Gegner Lessings werden sollte.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Friedrichs des Großen erster Sieg: Im Ersten Schlesischen Krieg kam es nur zu einer Schlacht, der bei Mollwitz – Bei der Entscheidung war der König abwesend.</title>
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    <updated>2012-04-04T17:55:17Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Erster-Sieg.htm"/>
    <content>Nachdem Friedrich der Große am 16. Dezember 1740 mit eine Armee von 27.000 Soldaten in das österreichische Schlesien, einmarschiert war gelang es ihm innerhalb weniger Wochen die gesamte Provinz mit Ausnahme der Festungen Brieg, Glogau und Neiße in seine Gewalt zu bringen. Da die Landesherrin Maria Theresia nicht gewillt war, Schlesien freiwillig abzutreten, und sich obendrein in ihrer Würde tief verletzt fühlte, mussten die Waffen entscheiden. In diesem Ersten Schlesischen Krieg kam es am 10. April 1741 bei Mollwitz zur einzigen Schlacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach dem preußischen Einmarsch in Schlesien erhielt der österreichische General Friedrich Reinhard Graf Neipperg, der sich in jungen Jahren in den Türkenkriegen des Prinzen Eugen bewährt hatte, den Oberbefehl über eine kleine Armee mit dem Auftrag, die von den Preußen belagerten Festungen Brieg, Glogau und Neiße zu entsetzen und das Land zurückzugewinnen. Neipperg musste sich mit geringen Kräften begnügen, da das Habsburgerreich sich wegen des Österreichischen Erbfolgekrieges nicht nur mit Preußen im Kriegszustand befand und seine Hauptbedrohung von Westen kam, wo der Kriegsgegner Frankreich die treibende Kraft war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ende März überschritt General Neipperg die Grenze zu Schlesien, drängte die Preußen aus Oberschlesien hinaus und entsetzte die Festung Neiße. Hierauf zog sich die preußische Armee, in welcher der 29-jährige König zwar nominell den Oberbefehl innehatte, die tatsächliche Führung aber beim erfahrenen Generalfeldmarschall Kurt v. Schwerin lag, nach Norden in Richtung Breslau zurück. Die österreichische Armee folgte, entsetzte Brieg an der Oder und bezog beim westlich der Festung liegenden Dorf Mollwitz Lager. Die österreichische Armee umfasste 18.100 Mann, unter denen sich 9.000 Reiter befanden. Die Stärke der Österreicher lag in ihrer überlegenen Kavallerie, bei der die gefürchteten Husaren und Panduren einen Trumpf bildeten, denen die Preußen nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen hatten. Friedrich II. verfügte hingegen über 22000 Mann, wobei er sich auf die 31 Bataillone der hervorragend ausgebildeten Infanterie stützte, während die Kavallerie mit 4.500 Mann eher eine Nebenrolle spielte. Auch artilleristisch war die preußische Armee zahlenmäßig überlegen. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>König Friedrich II. und seine Bedeutung für Thüringen</title>
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    <updated>2012-04-01T13:54:19Z</updated>
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    <content>Preußenkönig Friedrich II. polarisiert noch heute. Er wird als Reformer verehrt, aber auch als schonungsloser Kriegsherr betrachtet. Zum 300. Geburtstag des Monarchen befasst sich Heimatforscher Eckhard Lange mit den Auswirkungen des Siebenjährigen Kriegs in Thüringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bad Langensalza. Im Jahr 1756 stehen sich Preußen und Sachsen feindlich gegenüber. Am 29. August überschreiten die Preußen die sächsische Grenze und schließen die Sachsen ein. Am 16. Oktober müssen sie sich ergeben. Nun beginnen neue Leiden für die Bevölkerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das trifft auch auf Teile von Thüringen beziehungsweise auf Langensalza und einige umliegende Dörfer zu. Im November veranstalten die Preußen eine Musterung aller Männer von 18 bis 32 Jahren im Kreis und reihen viele in ihre Regimenter ein. Während des nun folgenden Winters wird viel Getreide, Schlachtvieh, Heu und Stroh für die preußischen Winterquartiere eingetrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach jeder Schlacht verlangt der preußischen König Rekruten zur Auffüllung seiner Armee. Über Pferde und Geschirre ist niemand mehr Herr, und was einmal zum Vorspann kommt, wird sobald nicht wieder losgelassen. Müssen die Vorspänner mit ihren Pferden nachts unter freiem Himmel halten, bekommen sie nichts für sich und auch nichts für die Pferde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Februar 1757 requirieren preußische Ziehten-Husaren in den Orten eine große Anzahl Pferde. Ein Offizier und ein Unteroffizier bleiben in Langensalza auf freier Werbung. Im Reinhardsbrunner Hof in Langensalza wird im August ein französisches Proviantmagazin eingerichtet, wohin die Gemeinden Lieferungen auszuführen haben. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>»Ein fremder und wilder Stamm« Die Haltung König Friedrichs des Großen gegenüber Ostpreußen war gelinde gesagt ambivalent</title>
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    <updated>2012-03-29T12:01:35Z</updated>
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    <content>Der 300. Geburtstag Friedrichs des Großen ist Anlass für eine Betrachtung über seine Beziehung zu Ostpreußen. Dieser Teil seiner Herrschaft hat ihn nicht besonders interessiert. Zeit seines Lebens hatte er ein gespaltenes, zum Teil widersprüchliches Verhältnis und eine kühle Distanz zu Ostpreußen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Friedrichs des Großen persönliche Einschätzung von Königsberg und seinen Bewohnern war wenig schmeichelhaft: „Müßiggang und Langeweile sind die Schutzgötter von Königsberg; denn die Leute, die man hier sieht, und die Luft, die man hier atmet, scheinen einem nichts anderes einzuflößen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 1735 begleitete er seinen Vater, König Friedrich Wilhelm I. Er besuchte unter anderem Gumbinnen und Tilsit. Sein Urteil: „ein wenig anständiger als Sibirien, aber nicht viel“. Bei der nächsten Reise, im Juli 1739, zeigte er sich durchaus beeindruckt von der durch seinen Vater erfolgreich betriebenen Kolonisation. Aus Insterburg schrieb er an Voltaire: „Preußisch-Litauen ist die blühendste unserer Provinzen, die Schöpfung des Königs, meines Vaters.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dem stehen von derselben Reise besonders abwertende Bemerkungen an seinen Freund Jordan gegenüber: „Wären Sie hier, so ließe ich Ihnen die Wahl zwischen dem artigsten litauischen Mädchen und der schönsten Stute von meiner Zucht. Ihre Ehrbarkeit ärgere sich hieran nicht; denn hier zu Lande ist ein Mädchen nur dadurch von einer Stute unterschieden, dass es auf zwei und diese auf vier Füßen geht.“ 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Obwohl er die Absicht hatte, jährlich Reisen in seine, auch entfernt liegende Herrschaftsgebiete zu unternehmen, gab es nur drei Aufenthalte im Gebiet Ostpreußens als König, nämlich 1740, 1750 und 1753.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Während sein Vater Preußen mit besonderer Fürsorge bedacht hatte, verspürte Friedrich keine Sympathie für das, was das Land zu bieten hatte: Wälder und Seen, Pferde, einfache, unkomplizierte Menschen. Er liebte Musik, Philosophie, Literatur und Kunst, die französische Sprache. Nie hat er Kant (1724–1804), der nur zwölf Jahre jünger war, gesprochen oder eines seiner Werke gelesen. Auch andere deutsche Geistesgrößen aus Ostpreußen wie Gottsched (1700–1766), Hamann (1730–1788) oder Herder (1744–1803) erwarben Geltung, ohne dass der König davon Kenntnis nahm. Sein ebenso bündiges wie falsches Urteil lautete: „Mag dies Land auch noch so fruchtbar an Pferden, so gut bestellt, so reich an Bevölkerung sein, es liefert doch nicht ein denkendes Wesen … Wenn ich lange hier bleibe, verlöre ich mein bisschen Menschenverstand.“ Aus seiner Einschätzung sprach eine gewisse „voreingenommene Vorstellungsart“, wie Jürgen Luh es in seinem Werk „Der Große. Friedrich II. von Preußen“ formuliert hat. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Die Mär vom preußischen Militarismus</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:2B42E7D1-5A49-40A5-8180-D3206FCBC5B8</id>
    <updated>2012-03-08T12:08:34Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Militarismus.htm"/>
    <content>Wenn die deutsche Öffentlichkeit des alten Preußen gedenkt, geschieht das wie jetzt zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen an den wenigen unvermeidlichen Jubiläumstagen und stets mit der gewohnten Distanz. Preußen ist für die große Mehrheit für tot erklärt, und wer nicht als Ewiggestriger gelten will, tut gut daran, es dabei zu belassen. Begraben ist der Staat, der Selbstbeschränkung und Gemeinsinn als Voraussetzung für ein gedeihliches Zusammenleben predigte, vergessen der gute Geist des Landrechts, der zur Wahrung des inneren Friedens von jedem Bürger „sittlich gute Gesinnung gegen die Mitbürger“ forderte. An die Stelle der heute als hausbacken geltenden Werte ist die Selbstverwirklichung um jeden Preis getreten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Obwohl die Menschen ahnen, dass ein Staat, der Egoismen zu Lasten der Gemeinschaft nicht nur zulässt, sondern durch Nachlässigkeit sogar fördert, irgendwann am sozialen Frieden scheitern muss, wird das alte Preußen, das in weiser Voraussicht jedem nur das Seine zuteilte, statt jedem alles zu gewähren, als Muster nicht einmal erwogen. 30 Jahre wilhelminischer Verirrung und die politisch gewollte Verfremdung des Geschichtsbildes als Urquelle des Militarismus haben ausgereicht, um eine ganze Epoche von 200 Jahren pauschal zu verurteilen. Durch ständige Wiederholung ist das Urteil zum Gesetz geworden, ohne dass seine Berechtigung noch hinterfragt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wer genau hinschaut, wird im klassischen Preußen keinen Anhaltspunkt für den wilhelminischen Imperialismus und Militarismus finden. Seine Außenpolitik zielte nicht auf maßlose Expansion oder beherrschenden Einfluss, sondern bezweckte lediglich, dem Land eine solche Größe zu geben, dass es sich ein jeder Bedrohung gerecht werdendes Heer leisten konnte. Österreich zu zerschlagen oder seine Führungsrolle durch eine preußische zu ersetzen war nie das Ziel friderizianischer Politik. Deutschland als solches spielte in ihr überhaupt keine Rolle. Es waren die Reichsstände, die sich nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg erstmalig fragten, ob die Reichsinteressen bei Preußen nicht besser aufgehoben seien als beim unberechenbaren Kaiser Joseph II.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Land war auch kein Militärstaat. Die Ressortchefs im Generaldirektorium, das den Souverän in der Regierungsarbeit unterstützte, waren Zivilisten, die sich zwar Kriegsminister nannten, aber außer einigen Verwaltungsfunktionen keinerlei Verbindung zum Militär hatten. Dass nicht sie, sondern die Spitzen des Militärs protokollarisch die ersten Ränge einnahmen, ist angesichts der Bedeutung der Armee für die gerade einmal zwölf Jahre alte Monarchie durchaus verständlich. Wenn Preußen tatsächlich der berüchtigte Militärstaat gewesen wäre, dürfte er kaum zum Leitstern der fortschrittlich denkenden Bürger der deutschen Partikularstaaten geworden sein und Männer wie den Freiherrn vom Stein oder Hardenberg angezogen haben.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Wie Friedrich II. »der Große« wurde. Der Gewinn des Siebenjährigen Krieges brachte dem Preußenkönig den Ehrentitel ein</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:EF609BE5-993C-467D-B286-D7C068F2D376</id>
    <updated>2012-03-01T15:47:40Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Ehrentitel.htm"/>
    <content>Nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) kam es zur einer „Umkehrung der Allianzen“ (Renversement des alliances). Österreichs klugem Staatskanzler Wenzel Anton Kaunitz gelang es mit Friedrichs des Großen unfreiwilliger Hilfe, die drei kontinentalen Großmächte für ein Bündnis gegen Preußen zu schmieden. Obwohl Österreich, Frankreich und Russland noch keine Kriegsvorbereitungen getroffen hatten, fürchtete Friedrich einen Dreifrontenkrieg und entschied sich zu einem Präventivschlag. Der Dritte Schlesische Krieg, der Siebenjährige Krieg, hatte begonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Friedrich der Große marschierte am 29. August 1756 in das neutrale Sachsen ein, schloss die sächsische Armee bei Pirna ein und zwang sie zur Kapitulation. Als er am 1. Oktober bei Lobositz an der Elbe auf eine den Sachsen zur Hilfe eilende österreichische Armee stieß, konnte er nur mit Müh und Not einen Achtungserfolg erringen und musste erkennen, dass er nicht mehr die „alten Österreicher“ vor sich hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Während Großbritannien und Frankreich in Nordamerika um die koloniale Vorherrschaft kämpften, trat der Krieg in Europa in seine heiße Phase. Kaunitz erreichte von Frankreich ein Offensivbündnis, dem auch Schweden, das eine wichtige Position in Vorpommern innehatte, beitrat, und Anfang 1757 wurde der Reichskrieg gegen Preußen erklärt. Demgegenüber hatte Friedrich nur Großbritannien, Braunschweig, Hessen und Sachsen-Gotha auf seiner Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Bemühen, Österreich zu besiegen, stellte sich Friedrich Anfang Mai 1757 dem Gegner vor Prag, konnte aber nur einen Pyrrhussieg erringen. Doch Feldmarschall Leopold Joseph Graf von Daun, auf den Maria Theresia ihre letzte Hoffnung setzte, sammelte nochmals eine Armee und rückte auf Prag vor. Friedrich griff die Entsatzarmee trotz eigener Unterlegenheit an, erlitt aber infolge der klugen Taktik Dauns am 18. Juni bei Kolin seine erste schwere Niederlage. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Literaturhinweis: Hermann Pölking &quot;Ostpreußen - Biographie einer Provinz&quot;</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:3C3252D9-8661-4649-9209-FEF112AA9479</id>
    <updated>2012-02-28T16:03:28Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/landeskunde/Literatur/Hermann-Poelking.htm"/>
    <content>Ostpreußen. Hermann Pölkings 900 eng bedruckte Seiten zur Geschichte Ostpreußens wirken wie eine Neuauflage von Walter Kempowskis „Echolot“ – nur mit Autor. Hatte sich der Rostocker darauf beschränkt, die Zeit des Zweiten Weltkrieges mit einem tausendstimmigen Zitatenchor zu vergegenwärtigen, nimmt der Journalist Pölking den Leser an die Hand und geleitet ihn durch den Dschungel seiner Zitate sicher durch die „Biographie einer Provinz“. Er beweist dabei seltene Belesenheit, die auch heimatkundliches Kleinstschrifttum beachtet, ist mit der Landesforschung vertraut, strukturiert den Stoff übersichtlich, legt das Schwergewicht auf die Zeit zwischen 1871 und 1945. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Daß Pölking politisch aus der linken Ecke stammt, ist deshalb erwähnenswert, da man in diesem Milieu gewöhnlich weder einer Empathie für Ostpreußen und seine Bewohner noch so staunenswerter Literaturkenntnis begegnet. Pölkings Epos ist die beste, lesbarste Gesamtdarstellung Ostpreußens, die uns nach 1945 geschenkt wurde. Ein dickes Buch, das zugleich ein großes Werk ist. (kn)&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Ostpreußen-Reportage &quot;Ich habe von zu Hause geträumt&quot;</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:C02ABA17-B03E-4920-BB06-B0698553E89E</id>
    <updated>2012-02-26T12:43:56Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.ODFinfo.de/Media/Landeskunde/Reisebericht.htm"/>
    <content>Autorin Nina Freydag reiste mit dem Fahrrad auf den Spuren ihrer Großeltern durch Ostpreußen. Hören Sie ihre Reportage &quot;Ich habe von zu Hause geträumt&quot; aus GEO SAISON 08/2007. Es liest Kerstin Broda. (Länge: 17:35 Min.; 16 MB) &lt;br /&gt;
=&gt; Zum Starten der Audio-Datei den Link anklicken!</content>
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    <title>Gleichberechtigt im Kreis der Europäer. Während Friedrich II. in Schlesien Krieg führte, ließ er Knobelsdorff in Berlin die Hofoper errichten</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:E077EECC-D7F8-4F88-B8A2-FA83EC78B2FF</id>
    <updated>2012-02-23T12:38:27Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Gleichberechtigt.htm"/>
    <content>Musik nicht nur zum Haus-, sprich Palastgebrauch war ein Herzensanliegen Friedrichs des Großen. Er selbst war ein begeisterter Flötenspieler und komponierte auch leidlich. So war ihm das Musiktheater wichtig. Ein Opernhaus musste her, um das neue Berlin zu gestalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Sorgen Sie, dass mir der dicke Knobelsdorff melde, wie es in meinem Charlottenburg, mit meinem Opernhaus und meinen Gärten steht“, schrieb der König im März 1742 ungeduldig aus dem böhmischen Feldlager während des Ersten Schlesischen Krieges an seinen Sekretär Jordan. „Ich bin ein Kind in diesen Dingen, und es sind dies meine Puppen, an denen ich Freude habe.“ Nur wenige Monate zuvor hatte er seinen Freund und Wegbegleiter Johann Wenzeslaus Knobelsdorff (1699–1753) aufgefordert, ein festes Opernhaus für Berlin zu bauen. Nebenbei musste der sich aber auch um den Umbau des Charlottenburger Schlosses kümmern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Idee eines festen Opernhauses war nicht erst 1740 zum Regierungsantritt Friedrichs geboren. Bereits 1728 war der Kronprinz fasziniert vom Theaterbau August des Starken, den er anlässlich eines Besuchs mit seinem Vater in Dresden bewunderte. Knobelsdorff musste sich schon 1732 den Bau genau ansehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im November 1740 berichtete dann die „Vossische Zeitung“ von einem Besuch des Königs auf dem geplanten Bauplatz gegenüber dem Stadtschloss. Der Platz erwies sich allerdings als bautechnisch ungenügend. So entschloss sich der König im Dezember für den heutigen Standort am geplanten Forum Fridericianum. Im September 1741 wurde der Grundstein gelegt – in Abwesenheit des Königs, der sich in Feldlagern in Schlesien befand. Er wurde durch seinen Bruder Heinrich vertreten. Immer wieder aber ließ sich der ungeduldige König über den Fortgang der Bauarbeiten informieren und spornte Knobelsdorff zur Eile an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Kenner schätzen den im brandenburgischen Kuckädel bei Kossar Geborenen „als einen der großen Baukünstler des Spätbarock in Deutschland, als einen der letzten großen Vertreter schöpferischer Übernahme eines von Andrea Palladio angeregten antikischen Formerbes“ (Hans-Joachim Kaddatz). Selbst der kritische König fand anerkennende Worte: „Er verschönerte die Architektur durch seinen malerischen Geschmack, der den gewöhnlichen Ornamenten eigene Anmut verlieh. Er liebte die edle Schlichtheit der Griechen, und sein Feingefühl verwarf alle unangebrachten Verzierungen.“&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Friedrich II.: Rückkehr in Österreichs Erbfolgestreit. Zur Verteidigung der Beute des Ersten entscheidet sich Friedrich II. zum Beginn des Zweiten Schlesischen Krieges</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:56D446F6-A683-4084-8925-57C39DF6A727</id>
    <updated>2012-02-23T12:36:17Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Erbfolgestreit.htm"/>
    <content>Mit dem Separatfrieden von Berlin war 1742 der Erste Schlesische Krieg beendet worden, aber der Österreichische Erbfolgekrieg ging weiter. Nachdem Preußens Nachbar und Rivale Sachsen 1743 an der Seite Österreichs in den Erbfolgekrieg eingetreten war, griff auch Friedrich der Große 1743 wieder ein. Der Zweite Schlesische Krieg hatte begonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg hatte Friedrich der Große seine Armee verstärkt. Er inspizierte häufig seine Truppen und stellte neue Verbände auf, darunter sechs Füsilierregimenter in Schlesien. Diese Verbände waren wie die übrige Infanterie bewaffnet, bestanden aber ab 1741 aus Kleinwüchsigen. Des Weiteren vermehrte er die Husaren um zwei Regimenter. Seine Erfahrungen hatten ihn gelehrt, wie wertvoll die leichte Kavallerie war, wo doch die Österreicher bei den Husaren eine große Überlegenheit besaßen. Es war General Hans v. Zieten, der mit der Zeit seine Totenkopfhusaren zu einer ebenbürtigen Truppe machte. Die Kavallerie zählte nun über 29.000 Mann, während die Infanterie 94.000 Mann umfasste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) Sachsen Ende 1743 an die Seite von Preußens Gegner im Ersten Schlesischen Krieg Österreich trat, befürchtete Friedrich dahinter eine konspirative Drohung und schloss am 5. Juni 1744 mit Österreichs Kriegsgegner Frankreich, mit dem er bereits im Ersten Schlesischen Krieg verbündet gewesen war, erneut ein Bündnis, obwohl er ahnte, dass ihm die Franzosen im Kriege die Hauptlast aufbürden würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nachdem die Österreicher ins Elsass vorgerückt waren, erzwang Friedrich Ende August durch Drohungen den Durchzug durch Sachsen und drang ohne Widerstand bis Prag vor, das am 19. September kapitulierte. Dann schwenkte die preußische Hauptarmee nach Süden und marschierte in den Raum Budweis, doch der Stoß ging ins Leere. Die Österreicher wollten Böhmen keineswegs kampflos preisgeben, und so gingen die Truppen des Prinzen Karl von Lothringen, des Schwagers Maria Theresias, gegen die Nachschublinien der Preußen vor, während leichte Verbände ihre Transportkolonnen dezimierten. Friedrich bemühte sich zwar, die Österreicher zur Schlacht zu stellen, doch Prinz Karl wich klugerweise aus. Die preußische Armee litt immer mehr unter Versorgungsmängeln, und im Spätherbst stieß obendrein ein sächsisches Korps mit 20.000 Mann zu den Österreichern. Friedrich blieb nichts anderes übrig, als sich hinter die Elbe zurückzuziehen, wo er überwintern wollte.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>zum Friedrich-Jahr 2012: Der Alte Fritz ...</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:F9DBDBF7-D6D1-42AF-8A45-87762527E62A</id>
    <updated>2012-02-14T09:55:43Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Der-alte-Fritz.htm"/>
    <content>... gibt ein Interview und äußert sich zur aktuellen Politik.</content>
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    <title>Russland - Deutschland: Schicksalswege. Kaliningrad – die am meisten deutsche Stadt Russlands</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:D8D0A5CB-68B4-4CBB-B5B3-D04B260D5960</id>
    <updated>2012-02-10T12:28:04Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Schicksalswege.htm"/>
    <content>„Kaliningrad (Königsberg) – die am meisten deutsche Stadt Russlands“. Unter diesem Titel findet im Russischen Deutschen Haus in Moskau eine Fotoausstellung statt. Ihre Autorin ist die Fotokorrespo ndentin Natalia Lwowa. Sie ist Autorin von mehr als 2.500 Fotoarbeiten und dreier Einzelausstellungen. Sie ist Mitglied des Künstlerverbandes Russlands. Ihre neue Ausstellung ist Kaliningrad gewidmet. Sie zeigt uns die Stadt von einer etwas ungewöhnlichen Seite her – ohne Verschönerung, real, so wie sie ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Gebiet Kaliningrad ist das einzige Territorium, das keine gemeinsame Grenze mit dem Hauptterritorium Russlands besitzt, und auch die einzige Stadt mit „teutonischer Vergangenheit“. Das Schloss Königsberg wurde im Jahr 1255 vom Magister des teutonischen Ordens Peppo Ostern von Wert geint und dem tschechischen König Przemysl Ottokar II. (1230-1278) gegründet und war lange Zeit das Zentrum von Ostpreußen. Auf Beschluss der Potsdamer Konferenz wurde im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges der nördliche Teil Ostpreußens mit der Hauptstadt Königsberg an die UdSSR übergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Umgeben von europäischen Staaten, bewahrte die Stadt, ungeachtet der im Krieg erlittenen Zerstörungen, in bedeutendem Maße Züge des europäischen Stils. Hier wurden der große Philosoph Immanuel Kant und der Schriftsteller der Romantik Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (E. T. A. Hoffmann) geboren. Diese Persönlichkeiten, aber ebenso die Tatsache, dass Königsberg über viele Jahre ein Ort historischer und politischer Kollisionen war, machten es zu einem geheimnisvollen, wenn nicht gesagt mystischen Anziehungspunkt für unzählige Wissenschaftler, Historiker, Touristen und sogar Schatzgräber.  Durch die halbzerstörten Gebäude, die von Schatzgräbern durchwühlte Erde und das alte Straßenpflaster hindurch scheinen sich quasi die Umrisse des Bernsteinzimmers, teutonischer Kreuze, spurlos verschwundener Schätze des Dritten Reiches und übriger Werte des historischen Erbes von Kaliningrad abzuzeichnen. Von der Suche nach ihnen ist fast jeder zweite Bewohner dieser erstaunlichen Stadt besessen.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Das Ende der Legende von der »Fistelstimme«. Tonaufnahme aus dem Jahre 1889 beweist, dass Reichskanzler Otto von Bismarck kein schwaches Organ hatte</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:A0EA11CC-919A-4142-B1A7-DA425F9B9ADB</id>
    <updated>2012-02-09T13:43:48Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Bismarck-1889.htm"/>
    <content>Generationen von Schülern mussten es lernen: Otto von Bismarck hatte eine „Fistelstimme“ oder ein schwaches Organ. Nun widerlegt die Entdeckung einer Tonaufnahme die lange geglaubte Schulbuch-Weisheit. Auf einem der weltweit frühesten Tondokumente aus dem Jahr 1889 ist der sonore Bass des „Eisernen Kanzlers“ zu hören. Wie aber kam die Legende von der Fistelstimme in die Schulbücher? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Dokument mit Bismarcks Stimme wurde vor 123 Jahren in Friedrichsruh bei Hamburg aufgenommen. Man wusste aus zeitgenössischen Presseberichten von der Aufnahme, aber konnte sie bisher nicht hörbar machen. Erst der Fund des lange verschollen geglaubten „Phonographen“ im alten Laboratorium des Telefon-Erfinders Thomas Edison in West Orange, New Jersey bei New York, machte nun das Dokument hörbar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Viel ist allerdings nicht zu hören, da die Aufnahme sehr stark rauscht. Forscher zeigten sich wegen des Auffindens dieser historischen Quelle dennoch begeistert. Bismarck gibt hier unvermutete Kostproben seines weiten Geistes. Zu hören sind auf der Tonaufnahme nicht etwa salbungsvolle Sätze über die deutsche Politik, sondern Bismarck singt auf Englisch das amerikanische Lied „In Good Old Colony Times“ in den Phonographen. Es folgen ein paar Zeilen aus dem Gedicht „Als Kaiser Rotbart lobesam“ von Ludwig Uhland, bevor der alte Burschenschaftler das Studentenlied „Gaudeamus igitur“ anstimmt. Schließlich gibt der Kanzler auch den „Rat eines Vaters an den Sohn“ zum Besten und empfiehlt Maßhalten bei Arbeit, Essen und Trinken – wohl aus eigener misslicher Erfahrung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mann, unter dessen Führung 1871 Frankreich besiegt wurde, ausgerechnet die „Marseillaise“, die französische Nationalhymne, anstimmt, überrascht dann doch viele Hörer – wegen des fließenden Französisch und dem pikanten Hintergrund. Wer sich mit Bismarcks Biografie genauer beschäftigt hat, weiß natürlich, wie sprachgewandt der als Diplomat Weitgereiste war, auch wenn die Schulbücher wiederum diese wichtige Seite verschweigen mögen. Sein Biograf Jonathan Steinberg nennt Bismarck daher einen „sehr, sehr geistreichen Mann“. Dass er ausgerechnet die Hymne Frankreichs zitiert habe, müsse ihn selbst großartig amüsiert haben, kommentierte die „New York Times“ die Entdeckung. Die zeitgenössische Presse hat die Passage mit der Marseillaise wohlweislich verschwiegen, weil dies kaum dem Geschmack der Verehrer des Kanzlers entsprochen hätte, da dieser zur Zeit der Aufnahme am 7. Oktober 1889 noch als Kanzler regierte.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Als David Goliath herausforderte: Mit dem Einmarsch Friedrichs des Großen in Schlesien begann Preußens Kampf um Existenzverlust oder Großmachtstatus</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:4C632278-EC14-4C0B-B424-6A0723712D83</id>
    <updated>2012-02-08T20:33:47Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/David-vs-Goliath.htm"/>
    <content>Am 15. Februar jährt sich der Abschluss des Friedens von Hubertusburg, der den Siebenjährigen Krieg (1756–1763) beendete und Friedrich den Großen endlich im Besitz von Schlesien beließ, um das er seit 1740 gerungen hatte. Drei Kriege musste er führen, zeitweise gegen eine übermächtige Koalition kämpfen und seinem Volk schwere Opfer abverlangen, bis er endlich, gezeichnet von Entbehrungen, aber reich an Erfahrungen, nach Sanssouci heimkehren konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Tod von Kaiser Karl VI. am 20. Oktober 1740 sahen einige europäische Staaten die Stunde gekommen, sich auf Kosten des Habsburgerreiches zu vergrößern. Sie hielten sich keineswegs an die Pragmatische Sanktion von 1713, die sie immerhin anerkannt hatten und die der ältesten Tochter des Verstorbenen, Maria Theresia, die Erbfolge sichern sollte. Österreich stand in Konfrontation zu Frankreich, das seit zwei Jahrhunderten die Vormacht in Europa anstrebte und auch skrupellos die Hilfe der Osmanen in Anspruch nahm, um Österreich im Rücken zu bedrohen. Andererseits zählte Maria Theresia auf Frankreichs Rivalen in Übersee England und Russland. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am 28. Oktober 1740 eröffnete der 28-jährige Preußenkönig seinem Außenminister Heinrich Graf Podewils und seinem höchsten Offizier, Generalfeldmarschall Kurt v. Schwerin, dass er das reiche Schlesien in Besitz nehmen wolle. Seine Begründung lautete, dass er nicht warten würde, bis sich andere Staaten Österreich untereinander aufteilten. Außerdem führte er Ansprüche auf die Herzogtümer Liegnitz, Brieg und Wohlau ins Treffen, doch der maßgebliche Faktor waren Ehrgeiz und Ruhmsucht. Mitte Dezember überschritt der König mit 27.000 Mann die Grenze, ohne auf ernsthafte Gegenwehr zu stoßen. Damit begann der österreichische Erbfolgekrieg. Friedrich verlangte von Maria Theresia, auf Schlesien zu verzichten, wogegen er versprach, die Wahl eines Habsburgers zum Kaiser zu unterstützen. Doch die Erzherzogin von Österreich lehnte prompt ab, da es ihr unzumutbar erschien, eine so große Provinz kampflos abzutreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung Schlesiens schritt Friedrich an deren Eingliederung, belegte sie mit hohen Abgaben und ließ Rekruten in die Armee pressen, was zu Widerständen führte und den neuen Landesherrn nicht sympathischer machte. Schon bald ging eine österreichische Armee unter General Wilhelm Reinhard Graf Neipperg zum Gegenangriff über. Am 10. April 1741 kam es bei Mollwitz westlich von Brieg zur Schlacht. Das Salvenfeuer der preußischen Infanterie rettete den Sieg. Zum ersten Mal in diesem Krieg hatten sich Drill und Disziplin bewährt.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Im Dienste von Staat und Volksgesundheit: chon seine Vorgänger hatten das Apothekenwesen gefördert, aber Friedrich der Große setzte neue Akzente</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:1EA47333-C49B-487F-9D7A-836B3A724FB6</id>
    <updated>2012-02-02T17:32:35Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Volksgesundheit.htm"/>
    <content>König Friedrich der Große war ein Regent, der umfassend volks-, aber auch betriebswirtschaftlich denken konnte. Sein Vater, der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., dem das wirtschaftliche Gedeihen Preußens gleichfalls sehr am Herzen lag, hatte auf dem Gebiet des Apothekenwesens bereits zweckmäßige, fruchtbringende Regelungen getroffen. So wurde in dem zu dessen Regierungszeit erlassenen „Allgemeinen und neu geschärften Medicinal-Edict“ von 1725 erstmalig im deutschsprachigen Raum eine wissenschaftliche Ausbildung und amtliche Prüfung für die Apotheker zumindest der größeren Städte Preußens vorgeschrieben. Preußen wurde dadurch weltweit zum Initiator eines wissenschaftlichen Studiums der Pharmazie. Bereits am 12. Februar 1698, also noch zur Regierungszeit von Friedrichs des Großen Großvater Kurfürst Fried­rich III., dem späteren König Fried­rich I. in Preußen, war unter dem Titel „Dispensatorium Brandenburgicum oder Vorschrift wie gemäß in den Provinzen der Grafschaft Brandenburg Medikamente zu bereiten sind“ ein mustergültiges pharmazeutisches Handbuch erschienen. Darin waren rund 1000 wesentliche Arzneimittel (davon 906 Mischungen) erfasst und übersichtlich in ihrer Zusammensetzung und Anwendung aufgeführt, was der Entlastung gerade der kleineren Apotheken in Preußen und damit dem Nutzen des „gemeinen Mannes“ dienen sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Mit dem „Neu geschärften und von Sr. Kgl. Majestät in Preußen gnädig revidierten Hof-Apotheken-Reglement“ vom 23. November 1763 konnte König Friedrich II. folglich auf wichtige Vorleistungen seines Vaters und Großvaters aufbauen. Das Verdienst Friedrichs des Großen bestand vor allem darin, nicht nur wie seine Vorgänger wichtige Forderungen an das Apothekenwesen in Preußen zu dekretieren, sondern durch eine fördernde und kontrollierende, volkswirtschaftlich ausgerichtete Tätigkeit in allen mittleren und kleinen Städten Preußens Apotheken zu etablieren. Dies kam nämlich nicht nur der Gesundheit der dortigen Stadtbewohner zugute, sondern auch der umwohnenden Landbevölkerung. Dass König Friedrich wirtschaftlich zu denken verstand und Nutzen aus jener Tätigkeit sowohl für den Staat wie für den einzelnen Apotheker, aber auch für die gesamte Bevölkerung Preußens in pharmazeutischer Hinsicht schlagen wollte, soll anhand dreier Beispiele aus der Mark Brandenburg belegt werden. &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Pionier der Pressefreiheit: Friedrich der Große war der erste absolute Monarch Europas, der die Zensur weitgehend zähmte</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:9F8483FC-BA60-435A-B116-13147E901663</id>
    <updated>2012-02-01T19:31:48Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Pionier.htm"/>
    <content>Zensur oder Pressefreiheit – Fried­rich der Große, dessen 300. Geburtstag wir in wenigen Wochen feiern, beantwortete die Frage auf seine Weise: Er gestaltete die damals übliche Zensur so, dass sie ein für seine Zeit höchst unübliches Maß an Pressefreiheit ermöglichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Dem hiesigen Berlinischen Zeitungsschreiber (soll) eine unbeschränkte Freiheit gelassen werden zu schreiben, was er will, ohne dass solches zensiert werden soll.“ Mit dieser knappen Dienstanweisung überraschte der junge Preußenkönig am sechsten Tag seiner Regentschaft, also am 5. Juni 1740, seinen „Wirklichen Geheimen Staatsminister“ Heinrich von Podewils. Damit war die Zensur in Preußen zwar nicht gänzlich abgeschafft, der königliche Befehl bezog sich auf den nichtpolitischen Teil der Zeitungen. Aber es war ein erster wichtiger Schritt in Richtung Presse- und Meinungsfreiheit, ganz im Geiste der Aufklärung, die Friedrichs Denken und Handeln bestimmte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“, postulierte der große Königsberger Philosoph Immanuel Kant und forderte, der Mensch solle „sich unabhängig von Vorurteil, Tradition und Offenbarung seines eigenen natürlichen Verstandes bedienen“. Dass der Mensch dies nur kann, wenn er freien Zugang zu Wissen und Informationen hat und sich frei von staatlichem oder sonstigem institutionellen Zwang seine Meinung bilden kann, ergibt sich geradezu zwangsläufig aus diesem Kantschen Postulat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Preußen hatte in jener Zeit doppeltes Glück: In Kant hatte es einen Denker, der fähig war, eine den strengen Gesetzen der reinen Vernunft genügende Sittenlehre allgemeinverständlich zu formulieren. Und in Friedrich II. hatte es eine wahrhaft große Herrscherpersönlichkeit, unter der sich der Geist der Aufklärung relativ ungehindert entfalten konnte.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Wo Friedrich der Große glücklich war: Die letzten vier Jahre seiner Kronprinzenzeit residierte der spätere König von Preußen im Schloss Rheinsberg</title>
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    <updated>2012-02-01T19:29:55Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Kronprinzenzeit.htm"/>
    <content>„Das Unglück hat mich immer verfolgt. Ich bin nur in Rheinsberg glücklich gewesen.“ Vor 275 Jahren bezog der älteste Sohn des „Soldatenkönigs“ mit seiner Ehefrau das am Grinericksee gelegene Wasserschloss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dass er seine glücklichsten Jahre in Rheinsberg verlebte, will man Preußens berühmtestem König gerne glauben. Sicherlich ist das Leben sozusagen als Reservemonarch in der Regel unbeschwerter denn das eines Regenten. Und die Kindheit Friedrichs unter der Aufsicht des gestrengen Vaters war sicherlich kein Zuckerschlecken. Gleiches gilt für die Festungshaft und die Zeit der Bewährung in Küstrin. Nachdem der verstoßene Sohn wieder in Gnaden aufgenommen war, erhielt der Kurprinz entsprechend der Tradition im Kurfürstentum Brandenburg ein Amt überwiesen. In seinem Falle war es das Amt Ruppin. Dazu erhielt er das Kommando über das dorthin verlegte frühere Regiment zu Fuß von der Goltz. In Neuruppin erhielt er eine Unterkunft, die eines jungen ledigen Regimentskommandeurs würdig war, aber Friedrich wollte als Kur- und Kronprinz, der er auch noch war, Hof halten. Die Möglichkeit dazu gab ihm sein Vater, nachdem er in die Vernunftehe mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern eingewilligt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Friedrich hatte, indem er die mit dem Kaiserhaus verwandte Prinzessin geheiratet hatte, einem Wunsche seines Vaters entsprochen und es wurde erwartet, dass die beiden nun eine Familie gründeten. Da schien Friedrich Wilhelm?I. der Wunsch seines Sohnes nach einem standesgemäßen Familiensitz nicht unstatthaft. Friedrich hatte durch seinen Dienst in Ruppin die Offiziersfamilie von Beville kennengelernt. Diese besaß unweit von Ruppin das Schloss Rheinsberg. Mehr als einmal besuchte Friedrich mit dem ihm befreundeten Baumeister, Maler und Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff das idyllisch inmitten märkischer Seen sowie Kiefern- und Buchenwälder gelegene Landschlöss­chen. Es gefiel Friedrich. Vor allem hatte es einen?Vorteil: „Rheinsberg von Berlin aus zu erreichen ist nicht leicht“, um es mit Theodor Fontane zu sagen. Hier sah sich Friedrich der Kontrolle seines Vaters und Königs weitgehend entzogen.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Ohne Pomp und Zeremoniell: Friedrich II. zeigte sich bereits in jungen Jahren als volksnaher und arbeitssamer Monarch</title>
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    <updated>2012-01-25T17:50:11Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Ohne-Pomp.htm"/>
    <content>Friedrich, der neue König, trat am 1. Juni 1740 nach der Huldigung der Stände auf den Balkon des Berliner Schlosses und zeigte sich eine halbe Stunde lang dem jubelnden Volk, das es noch nie erlebt hatte, dass ein Herrscher es so beachtete. Aus den Schlossfenstern regnete es Silbermünzen mit der Aufschrift „veritati et iustitiae“ (Für Wahrheit und Gerechtigkeit).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach dem harschen Soldatenkönig erwartete man einen charmanten König, denn bis zum Vortage galt Friedrich trotz seiner zerrissenen Jugend noch als „prince charmant“, der frei von Standesdünkel mit Menschen von Geist und Charakter verkehrte. Aber der 28-Jährige hatte sich auf mehr vorbereitet. Er war von raschem und sicherem Urteil. Doch anders als viele Schnelldenker arbeitete er intensiv und stetig. In seiner jugendfrohen Zeit als Regimentschef in Ruppin, dann in Rheinsberg, „wühlte (er) sich in Staatsgeschichten, Dichtungen und in die europäischen Philosophien und Reformschriften hinein“, um es mit dem Historiker Gerd Heinrich zu sagen. Er verarbeitete dies in Wort und Schrift mit Blick auf sein künftiges Amt, so, wie er es 1752 auch seinem Nachfolger empfahl: „Politik ist die Kunst, … stets den eigenen Interessen gemäß zu handeln. Dazu muss man seine Interessen kennen, und … (dazu) … bedarf es des Studiums, geistiger Sammlung und angestrengten Fleißes.“ Denn: „Ein Staatsmann darf niemals sagen, ich habe nicht geglaubt, dass dieses und jenes geschehen könne. Sein Beruf verlangt, dass er alles vorhersieht und auf alles gerüstet ist.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Er hätte ein fröhliches Regiment führen können, es lockte ein Staatsschatz von mindestens 8,7 Millionen Talern (mehr als eine Jahreseinnahme). Damit hätte er leicht seine 272242 Taler Schulden begleichen können – als notwendige Kosten des Kronprinzen-Hofes und der Anwerbung von Soldaten. Die Sekretäre und Minister seines Vaters hätte er durch seine Freunde ersetzen können. Nichts von dem geschah. Er war sofort „erster Diener seiner Untertanen“, wie er im „Antimachiavell“ kurz zuvor geschrieben hatte. Er behielt die erfahrenen Mitarbeiter und stellte klar: „Ich sehe mein Interesse nur in dem, was zur Erleichterung des Loses meines Volkes und zu seinem Glück beitragen kann.“ Seine Schulden stotterte er über zehn Jahre aus seiner Privatschatulle ab. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Der große Förderer der Wissenschaften: Wie Friedrich II. die Preußische Akademie zu einem Zentrum des europäischen Geisteslebens machte.</title>
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    <updated>2012-01-24T12:52:04Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Wissenschaften.htm"/>
    <content>Die größten Geister ihrer Zeit, versammelt um Friedrich II. – ein Bild, das so gar nicht zu dem Zerrbild passt, das noch heute gern von Preußen gezeichnet wird. Aber der Preußenkönig war ein Großer, auch in der Förderung von Geistesleben und Wissenschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als der 28-jährige Friedrich am 31. Mai 1740 den preußischen Thron bestieg, war der „Antimachiavell“, sein wohl wichtigstes literarisches Werk, gerade ein Jahr erschienen. Die Erwartungen unter Europas führenden Geistesgrößen waren hoch: Würde der junge König seine kühnen Visionen vom tugendhaften, aufgeklärten Idealmonarchen umsetzen können? Würde er, der besser französisch als deutsch sprach (und schrieb), dem französisch geprägten Absolutismus – L’État c’est moi, der Staat bin ich – seinen „Ersten Diener des Staates“ gegenüberstellen? Würde er auch im Herrscheramt die Querflöte dem Säbel vorziehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die hochgesteckten Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Fried­rich hob die Folter weitgehend auf, milderte die Pressezensur, verkündete Religionsfreiheit. Und in einem Brief an Voltaire, den er in Rheinsberg kennen- und schätzen gelernt hatte, wies er bereits am 27. Juni 1740 stolz darauf hin, dass er unmittelbar nach seinem Amtsantritt die Neuorganisation der „Königlich Preußischen Societät der Wissenschaften“ in Angriff genommen habe („J’ai posé les fondements de notre nouvelle Académie“). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Diese Einrichtung war 1701 zeitgleich mit dem preußischen Königreich gegründet worden, entsprach aber noch lange nicht den visionären Vorstellungen Fried­richs. Zwar war ihre Struktur von Anfang an auf Zukunft angelegt; mit Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sie einen hervorragenden Gründungspräsidenten, und ihre Aufteilung in je zwei geistes- und naturwissenschaftliche Klassen stellte eine weltweite Neuerung dar. Jedoch blieb unter Friedrichs Vater der Societät eine weitere fortschrittliche Entwicklung versagt. Der sogenannte Soldatenkönig nahm sie eher am Rande wahr, finanzieren durfte sie ihre Arbeit ausschließlich aus dem Privileg, Herstellung und Verkauf von Kalendern als Monopol zu betreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Obwohl Fried­rich der Große schon ein halbes Jahr nach der Thronbesteigung als Feldherr gefordert war, hat er die Neugestaltung der Societät keineswegs vernachlässigt. Zügig ging er daran, die in dem zitierten Brief an Voltaire beschriebenen personellen Erweiterungen durchzuziehen. Führende Denker und Forscher wie Pierre-Louis Moreau de Maupertuis, Leonhard Euler, Jean-Baptiste le Rond d’Alembert oder Willem Jacob ’s?Gravesande standen auf seiner Wunschliste und sollten sich wenig später in seiner Tafelrunde wiederfinden. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>»Ich habe meinen besten Freund verloren« Musik am Hofe Friedrichs des Großen</title>
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    <updated>2012-01-24T12:48:49Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Musik-am-Hofe.htm"/>
    <content>Der Monarch spielte nicht nur die Traversflöte, sondern komponierte auch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Preußen wird von seinen Gegnern stets gern als Hort des Militarismus gescholten. Dass man sich dort auch den Musen, den Schönen Künsten widmete, wird oft und gern vergessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Nichts gibt einem Reich mehr Glanz, als wenn die Künste unter seinem Schutz erblühen“, schrieb Friedrich der Große in seinem „Anti-Machiavel“ 1745. Er selbst widmete sich zeit seines Lebens der Musik. Bei dem Stichwort „Musik“ lassen Kritiken allerdings nur hämische Nebenbemerkungen fallen, dass es in Preußen doch allenfalls Marschmusik gegeben haben könne. Friedrich aber spielte virtuos die Querflöte und komponierte selbst. Neben 121 Flötensonaten und vier Konzerten sind auch Arien, Opern und Sinfonien aus der Feder des Monarchen überliefert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Herausgeber der „Musikalischen Werke Friedrichs des Großen“, Philipp Spitta, schrieb 1889: „Diese Niederschriften sind bis aufs letzte vollständig ausgeführt, und es ist in ihnen nicht eine Note, welche nicht von Friedrich selbst geschrieben wäre. Lehrreich sind sie auch durch die Korrekturen, welche der Komponist selbst in ihnen vorgenommen hat und die sich nicht nur im Ändern und Streichen einzelner Noten und Notengruppen zeigen, sondern auch im Überkleben längerer Stellen, ja im Verwerfen und Umbilden ganzer Sätze. Diese Sätze offenbaren, wie ernst es der König mit der Komposition nahm und wie es ihm am Herzen lag, seine Sache so gut wie möglich zu machen …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Friedrich liebte die Musik. Seinem Vorleser Henri de Catt gegenüber bemerkte er 1758, sie gewähre ihm Erholung und beruhige „ebenso wie die Poesie meine Sorgen und meine Leiden“. Als er gesundheitlich nicht mehr in der Lage war zu musizieren und seine Flöten für immer einpacken muss­te, sagte er zu Franz Benda, der ihn jahrzehntelang musikalisch begleitet hatte: „Mein lieber Benda, ich habe meinen besten Freund verloren.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der König war jedoch nicht nur an seinen eigenen Kompositionen interessiert, sondern er legte 1741 auch den Grundstein für das erste freistehende Opernhaus und förderte nicht zuletzt Komponisten und Musiker wie Franz Benda (1709–1786), seinen Lehrmeister auf der Flöte Johann Joachim Quantz (1697–1773), Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788) und Johann Gottlieb Graun (1703–1771) sowie Johann Friedrich Reichardt (1752–1814). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Es war im Jahr 1733, als der Böhme Franz Benda dem Kronprinzen Friedrich zum ersten Mal in Ruppin begegnete, ein Ereignis, das sein weiteres Schicksal bestimmen sollte: Als Erster Geiger und Konzertmeister des königlichen Orchesters war er in Rheinsberg und später in Potsdam tätig. Doch auch als Komponist wirkte der Böhme. Der größte Teil seiner Flötenkonzerte und -sonaten dürfte dem großen König auf den Leib geschrieben gewesen sein.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>&quot;Das beste Volk der Welt, fleißig, arbeitsam und treu&quot; - Friedrich der Große hatte zu Minden ein eher ambivalentes Verhältnis</title>
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    <updated>2012-01-24T12:11:47Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Personen/Das-beste-Volk.htm"/>
    <content>Preußen-Museum widmet ihm zwei Ausstellungen und eine Lesung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Minden (mt). &quot;Zu Minden hatte der Preußenkönig Friedrich II. ein ambivalentes Verhältnis&quot;, sagt Carsten Reuß, stellvertretender Leiter des Preußen-Museums Minden. Er sei zwar etliche Male zu Inspektionsreisen an der Weser gewesen, sein Interesse habe aber eher dem Osten als dem Westen gegolten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Seit es das Preußen-Museum gibt, hat sich die posthume Beziehung deutlich verbessert. Und so gibt es auch in der ehemaligen Defensionskaserne am Simeonsplatz zwei Sonderausstellungen zum runden Geburtstag Friedrichs des Großen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zum Auftakt hat die Literatur das Wort: Am 15. Februar liest Dr. Tom Wolf aus seinem Krimi &quot;Glutorange&quot;, der im Oktober 1760 spielt, als Berlin Gefahr läuft, von den Russen geplündert und eingeäschert zu werden. Während eines Bombardements stirbt der Kunstmaler Jean-Pierre Feudras, den von Friedrich mit einem Spezialauftrag betraut war. Der Literaturwissenschaftler und Philosoph Wolf wurde durch seine &quot;Preußenkrimis&quot; bekannt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In der ersten Ausstellung geht es dann von Mai bis Juni um &quot;Die Bücher des Königs&quot; und damit um den Privatmann Friedrich. Die Ausstellung präsentiert aus einer Privatsammlung seltene Bücher, die der König las und die prägenden Einfluss auf seine Anschauungen hatten, sowie eigene Werke in Erstausgaben und Korrespondenz mit den großen Geistern seiner Zeit. Von August bis Oktober nimmt das Museum dann in acht Stationen das dramatisch-tragische Leben in den Fokus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der König stattete Minden meist auf der Durchreise kurze Visiten von höchstens zwei Tagen ab. Das erste Mal kam er 1738 noch als Kronprinz mit seinem Vater an die Weser und lernte bei dieser Gelegenheit den Bückeburger Graf Albrecht Wolfgang kennen, der ihn mit der Freimaurerei in Kontakt brachte. Die Logen spielten eine besondere Rolle bei der Verbreitung des Gedankengutes der Aufklärung, zu deren Vordenkern der französische Autor Voltaire zählte, dem Friedrich erstmals auf Schloss Moyland am Niederrhein begegnete, unweit des zweiten Museums-Standorts in Wesel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als König machte Friedrich noch mehrfach in Minden Station: 1740, 1742, 1751 anlässlich eines Besuchs in Bückeburg, 1755, 1763 und schließlich im Juni 1768. Trotz dieser sehr kurzen Stippvisiten habe sich Friedrich in seinem politischen Testament 1752 positiv über die hiesigen Untertanen geäußert: &quot;Die Edelleute der Grafschaft Mark und des Mindener Landes haben dem Staat gute Untertanen gegeben. Ihre etwas grobe Erziehung hat ihnen nicht diesen Glanz gegeben, den man in der Weltkenntnis erwirbt, aber sie haben eine überragende Begabung, sich dem Vaterlande nützlich zu machen.&quot; 16 Jahre später äußert er sich geradezu schwärmerisch: &quot;Die aus dem Fürstentum Minden haben Verstand. Das ist das beste Volk der Welt, fleißig, arbeitsam und treu. Während des letzten Krieges haben sich die Bauern von selbst gestellt um Soldaten zu werden und sich fürs Vaterland zu schlagen. Was haben die alten Römer Schöneres getan?&quot;&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
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    <title>Europäisches Kulturerbe per Mausklick: Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will ihren Bestand digitalisieren</title>
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    <updated>2012-01-20T16:56:18Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/FamFo/Kulturerbe.htm"/>
    <content>Wer kennt nicht dieses erhabene Gefühl beim Betreten einer altehrwürdigen Bibliothek, umgeben von Büchern, umgeben von Geschichte und Wissen? Dieses Gefühl will sich nicht einstellen, wenn man per Mausklick die virtuelle Bibliothek „Europeana.eu“ betritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die europäische digitale Bibliothek „Europeana“ wurde 2008 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und will eine umfassende digitale Sammlung des wissenschaftlichen und kulturellen Erbes Europas bieten. Der deutsche Beitrag dazu, die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB), ist bislang noch bescheiden. Vorreiter beim Einspeisen sind Großbritannien und Frankreich. Doch, so mahnt Hermann Parziger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK): „Wer weltweit wahrgenommen werden will, der muss seine Inhalte digital bereitstellen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, verstärkt die SPK ihre Digitalisierungsbemühungen. SPK-Digital ist ein digitales Nachweissystem für die gesamte Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Der Nutzer bekommt darüber nicht nur digitalisierte Dokumente gezeigt, das Nachweissystem enthält auch Informationen über die nicht – oder noch nicht – digitalisierten Bestände der SPK-Bibliotheken und -Archive. SPK-Digital hat das ehrgeizige Ziel, bis 2015 alle relevanten Bestände ihrer fünf Einrichtungen nach den Praxisregeln „Digitalisierung“ der Deutschen Forschungsgemeinschft zu digitalisieren und die Ergebnisse, die „Digitalisate“, mit den entsprechenden Metadaten zur Verfügung zu stellen – für nichtkommerzielle Nutzung kostenlos.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
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    <title>Neu: Beiträge von Ostpreußen-TV jetzt auch als DVD-Video erhältlich</title>
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    <updated>2011-11-07T20:09:17Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Media/OPR-DVD/index.htm"/>
    <content>Die Beiträge auf dem Videokanal von Ostpreussen-TV sind ab sofort auch für Nicht-PC-Nutzer oder die Gruppen-Arbeit als DVD-Video für das Fernsehgerät erhältlich. Zum Abspielen benötigen Sie einen an das TV-Gerät angeschlossenen oder in das Gerät eingebauten DVD-Player.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Individuell können alle Videos von Ostpreußen-TV als DVD-Video zur Verfügung gestellt werden. Eine Übersicht der Beiträge aus dem Jahre 2011 ist zu finden unter: www.ostpreussen-nrw.de/Div/Ostpreussen-TV.htm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Hier als Beispiel einige sehr stark nachgefragte Themen: &lt;br /&gt;
Deutschlandtreffen Erfurt 2011 &lt;br /&gt;
Kleines Ostpreußentreffen auf Schloß Burg 2011 &lt;br /&gt;
60 Jahre LO Kreisgruppe Bonn 2011 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Da die DVDs individuell angefertigt werden, kann die Lieferzeit bis zu 2 Wochen betragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen oder Rückfragen können Sie sich an den Webmaster Werner Schuka oder die Geschäftsstelle der LO-NRW wenden. &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Wissen weitergeben: Weben - Motto »Erhalten und gestalten«</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:AA22B836-0CAF-48B0-A57B-1D0AA8765E3B</id>
    <updated>2011-11-04T19:58:49Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/landeskunde/kultur/Volkskunst/index.htm"/>
    <content>Die 57. Werkwoche der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) fand vom 10. bis 16. Oktober im Ostheim, Bad Pyrmont, statt. Festhalten, bewahren, für die Nachwelt erhalten und weiter gestalten ist die Aufgabe der Werkwoche. Wie funktioniert Doppelstricken, was ist die Besonderheit am Doppelweben, warum sind die ostpreußischen Schlaufenhandschuhe so warm? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Teilnehmerinnen der Werkwoche wissen es und geben ihr Wissen an andere weiter. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass dieses Seminar vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über die Kulturreferentin am Ostpreußischen Landesmuseum, Lüneburg, gefördert wird. „Wenn wir jetzt nicht anfangen, die Werktechniken an die Öffentlichkeit heranzutragen, könnte es für den festen Platz im Deutschen Kulturschatz zu spät sein“, prognostiziert Uta Lüttich, Bundesvorsitzende der Ostpreußischen Frauenkreise und Seminarleiterin. Umso erfreulicher war, dass es in diesem Jahr viele junge Gesichter gab. Schon im vergangenen Jahr kam eine LO-Mitarbeiterin um die Werktechniken digital festzuhalten und sie dem Internet zuzuführen. Das Angebot, sich die Aufnahmen bei YouTube und auf der LO-Seite anzusehen, nutzten bereits viele. Viele waren begeistert, andere forderten mehr. Diesem Wunsch ist die LO in diesem Jahr gerne nachgegangen. Die Bilder, über die eine begeisterte Besucherin sagte: „Wie aus einem Lehrbuch!“, sind bereits abrufbar. Die Bilder der Occhi-Arbeiten der ostpreußischen Teilnehmerin sind auf dem LO-Facebook-Profil eingestellt. Die Videoaufnahmen werden noch bearbeitet.&lt;br /&gt;
Natürlich können diese Aufzeichnungen die Werkwoche nicht ersetzen, aber sie bieten Hilfestellungen und machen vielleicht neugierig auf die nächste vom 8. bis 14. Oktober 2012, wieder im Ostheim, Bad Pyrmont.</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Willst du in meine Heimat geh&apos;n - 2.000 Ostpreußen am 1. Oktober 2011 in der Stadthalle Rostock</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:E7BFDF97-E4B1-4926-8C5F-D5587DEDC86F</id>
    <updated>2011-10-25T10:20:49Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/MV-2011/bericht.htm"/>
    <content>Rostock - Zum 16. Landestreffen der Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern war die große Rostocker Stadthalle wieder bis zum letzten Platz gefüllt. 2.000 Landsleute und Freunde der Heimat waren mit Bussen, Bahn und Pkw aus allen Landesteilen angereist, etliche auch aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg. Selbst die vielen Auto-Parkplätze reichten kaum aus. Für Spätankömmlinge standen nur noch Plätze auf den Rängen zur Verfügung. Die Auswertung der Teilnehmerlisten ergab etwa 300 Besucher, die zum ersten Mal dabei waren. Die Organisatoren aus Anklam hatten zuvor 70 Zeitungen angeschrieben, 3.000 Einladungen verschickt und viele Handzettel verteilt. Alle drei Regionalzeitungen und Radio M-V hatten das Treffen angekündigt. Erfreulich war, dass der NDR die Veranstaltung filmte und am selben Abend im „Nordmagazin“ einen Kurzbericht in Wort und Bild ausstrahlte. Mehr als 30 Helfer aus Anklam, Neubrandenburg und Rostock hatten die Halle festlich geschmückt, sorgten für einen reibungslosen Ablauf und die anschließende Beräumung. Auf den Tischen standen wie immer große Schilder aller 40 ostpreußischen Heimatkreise mit den beiliegenden Listen, so dass sich die Landsleute anhand der Eintragungen schnell finden konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Feierstunde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zum Auftakt intonierte das Landespolizeiorchester M-V aus Schwerin einen Festmarsch. Als Landesvorsitzender der Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern eröffnete Manfred Schukat eines der bestbesuchten Landestreffen und begrüßte die Teilnehmer und Ehrengäste, darunter 100 Landsleute direkt aus Ostpreußen. Diese in Masuren und dem Memelland verbliebenen Deutschen wurden von den Besuchern mit besonders herzlichem Beifall begrüßt. Manfred Schukat nannte es ein Wunder, dass die Ostpreußen aus Ost und West heute und hier in Rostock zusammenkommen können. Umrahmt vom Marsch „Preußens Gloria“ zogen die Fahnen aller 40 ostpreußischen Heimatkreise und 20 weitere landsmannschaftliche Fahnen ein, von den Teilnehmern mit stehendem Applaus begrüßt. Das folgende geistliche Wort sprach Pfarrer Gerd Panknin aus Demmin über das Glaubenslied „So nimm denn meine Hände“. Geschrieben hat es vor über 140 Jahren die in Mitau/Kurland geborene Julie von Hausmann in höchster Not. Sie war ihrem Bräutigam, einem Missionar in Afrika, nachgereist, um ihn dort zu heiraten. Bei ihrer Ankunft musste sie erfahren, dass er drei Tage zuvor Opfer einer Epidemie geworden war. Noch am selben Abend entstand dieses Lied, welches vielen Menschen auch in Ostpreußen und vor allem auf der Flucht und danach zum Trost und Kraftquell wurde. Begleitet vom Landespolizeiorchester sang der Pfarrer mit den ergriffenen Zuhörern alle drei Strophen. Sie erhoben sich zum Vaterunser und dem Totengedenken und stimmten anschließend in ihre Heimathymne - das Ostpreußenlied - ein.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Westpreußen: »... wo Korn und Obst der Flur entsprießt ...« Die Wurzeln des Westpreußenliedes von Paul Felske und Hugo Hartmann führen nach Marienburg</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:51253353-E858-4C55-B97E-B4BB9E05E3E7</id>
    <updated>2011-07-22T19:22:06Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/westpreussen/Lieder/WP-Lied-Wurzeln.htm"/>
    <content>Der Text des „Westpreußenliedes“ entstand 1901 und wurde im Jahr darauf vertont. Bald danach wurde die heutige westpreußische Regionalhymne in der katholischen Gemeindeschule zu Marienburg, an welcher der Komponist als Lehrer und Organist tätig war, eingeübt und bei einer Schulfestlichkeit gesungen. Noch im Jahre 1902 erwarb sie der Marienburger Gesangverein, um sie bei größeren Festlichkeiten wiederholt vorzutragen. 1903 wurden Text und Melodie beim Verlagshaus Paul Aßmus in Marienburg veröffentlicht und an einem Abend dieses Jahres das Lied vom Marienburger in Gemeinschaft mit einem Elbinger Gesangverein unter großem Beifall zum Vortrage gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Sehr förderlich für die Verbreitung des Liedes war seine Aufnahme in das Liederbuch des 1894 in Posen gegründeten Deutschen Ostmarkenvereins. Für die Anerkennung, die es schon vor dem Ersten Weltkrieg fand, spricht ein im Jahre 1907 vom Ostmarkenverein an den Dichter und den Komponisten gerichtetes Anerkennungsschreiben, in dem besonders des „großartigen Erfolges“ gedacht wurde, den das Westpreußenlied auf einem Bismarckkommers errungen hatte. Nach dem Ersten Weltkrieg fand es im deutsch-polnischen Abstimmungskampf von 1920 starke Verwendung &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Ostpreußen auf Schalke - Die größten Schalker kamen aus dem Osten</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:3DE25879-0D3F-46E6-A8E0-B03B81CE33B8</id>
    <updated>2011-06-16T11:23:30Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/FamFo/Auf-Schalke.htm"/>
    <content>Am 4. Mai 1904 gründete eine Gruppe 14- bis 15-jähriger Jungen einen Fußballverein namens Westfalia Schalke. Um zum offiziellen Spielbetrieb zugelassen zu werden, fusionierte der Verein 1912 mit dem Turnverein 1877 Schalke. Im Jahr 1924 trennten sich die Kicker wieder von den Turnern und nannten sich fortan FC Schalke 04. Die Vereinsfarben änderten sich von Rot und Gelb zu Blau und Weiß. In diesem Zusammenhang existiert die schöne Geschichte, dass die masurischen Einwanderer, die bereits ab 1871, verstärkt aber ab 1890 ins Ruhrgebiet kamen, um den Arbeitskräftemangel in der Stahl- und Kohlegewinnung zu mindern, angeblich ihr Hab und Gut in blau-weißer Bettwäsche eingewickelt hatten. Das soll der Grund für die späteren Vereinsfarben des Fußballclubs gewesen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In dieser Zeit – also nach 1924 – begann der Aufstieg zur berühmtesten deutschen Mannschaft. Der „Schalker Kreisel“ – eleganter Kombinationsfußball, basierend auf schottischem Flachpassspiel – wird zum Markenzeichen der Elf um den charismatischen Führungsspieler Ernst Kuzorra. Gemeinsam mit seinem Schwager Fritz Szepan bestimmt Kuzorra in jeglicher Hinsicht die Geschicke des Vereins, der genauso wie seine Spieler in enger Verbindung zum Bergbau steht. Das bringt den Schalkern den Spitznamen „die blau-weißen Fußballknappen“ ein. Ihre 1928 eingeweihte Spielstätte nennen sie nach dem Gruß der Bergleute „Kampfbahn Glückauf“.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>»Junker-Agrariertum« war nicht verantwortlich - Verleihung des Gierschke-Dornburg-Preises an die Japanerin Rikako Schindo</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:C49AB555-10A8-46CE-BE48-B0A7DC285219</id>
    <updated>2011-06-02T11:10:12Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Berichte/Agrariertum.htm"/>
    <content>In diesem Jahr wurde die japanische Wissenschaftlerin Rikako Shindo während der feierlichen Eröffnung des Deutschlandtreffens für ihre Dissertation zum Thema „Ostpreußen, Litauen und die Sowjetunion in der Zeit der Weimarer Republik. Wirtschaft und Politik im deutschen Osten“ mit dem Gierschke-Dornburg-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wird von der Dr.-Herbert-und-Marga-Gierschke-Stiftung mit Sitz in Erfurt für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die sich mit der deutschen Siedlungs-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte in Europa ostwärts der allgemeinen Linie Kiel – Elbe – Saale – Böhmerwald – Triest beschäftigen. Rikako Shindo hat bereits an der Universität Kyoto 1997 ihr wirtschaftswissenschaftliches Studium mit einer Magisterarbeit über die Lage der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg vor und nach dem Ersten Weltkrieg abgeschlossen. Ihre umfangreiche Dissertation von fast 900 Seiten wurde an der Berliner Humboldt-Universität mit „magna cum laude“ bewertet. Die archivalischen Quellen zu diesem Forschungsfeld fand sie in verschiedenen Archiven, so auch im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Der erste Teil behandelt die Bestrebungen des Oberpräsidenten zur Erlangung weitgehender Befugnisse als Reaktion auf die Isolierung der nach Inkrafttreten des Versailler Vertrags zur Exklave gewordenen Provinz Ostpreußen. Im zweiten und dritten Teil werden dann die Folgen der erweiterten Befugnisse des Oberpräsidenten auf die deutschen Beziehungen zu Litauen sowie zur Sowjetunion und die Russlandpolitik des Magistrats von Königsberg eingehend untersucht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Erstmals werden hier die deutsch-litauischen Verträge der 1920er Jahre betrachtet“, betonte Wolfgang Thüne, Mitglied des Bundesvorstands der Landsmannschaft Ostpreußen, in der Laudatio. „Das betrifft besonders den Deutsch-Litauischen Handelsvertrags vom Juni 1923 sowie das Deutsch-Litauische Binnenschifffahrtsabkommen vom September 1923. Es konnte gezeigt werden, dass dieses Abkommen zunächst geheim gehalten wurde und erst zwei Jahre später im litauischen Gesetzblatt veröffentlicht wurde, und zwar mit Rücksicht auf Polen.“ &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Brücken in die Zukunft schlagen - Christian Papendick wurde für sein Engagement zum Erhalt kulturhistorischer Bausubstanz ausgezeichnet</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:BDCA510C-BDA6-435A-BE93-F8A4591EBB02</id>
    <updated>2011-06-02T11:08:37Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Berichte/Bruecken-schlagen.htm"/>
    <content>Auch über 60 Jahre nach der Vertreibung aus der Heimat sind die Ostpreußen eine große Gemeinschaft, das konnte man bei der Eröffnung des Deutschlandtreffens erfahren. In der Erfurter Messe waren tausende Landsleute zusammengekommen, um sich zu ihrer angestammten Heimat zu bekennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Anteil Ostpreußens an der deutschen und europäischen Geschichte und Kultur muss endlich wieder stärker in das Bewusstsein aller Menschen gerückt werden, darüber waren sich die Teilnehmer des Deutschlandtreffens einig. Wenn auch Kulturarbeit die Heimat nicht ersetzt, so gibt sie aber Zeugnis von ihr. Zeugnis von der Heimat zu geben, darin sieht auch Christian Papendick seine Aufgabe. Der Königsberger, der heute in Hamburg lebt, wurde während der feierlichen Eröffnung des Deutschlandtreffens von der Landsmannschaft Ostpreußen für seinen unermüdlichen Einsatz um das kulturelle Erbe seiner Heimat Ostpreußen mit dem Kulturpreis für Publizistik ausgezeichnet. Dank gilt dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, das diese Preisverleihung großzügig unterstützte. In der Laudatio  erfuhr man, wie Christian Papendick von einem ostpreußischen Bowke zu einem engagierten Mahner wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Ein Haus kann nicht als Gebrauchsgegenstand verstanden werden, es muss dem Menschen ein Leben lang den wesentlichen Wert vermitteln, der für das Glück des Einzelnen so unersetzbar ist. Sonst veraltet es ebenso rasch wie irgendein Möbel veralten kann und lässt den Menschen ,unbehaust‘“, schrieb Papendick 1974 im Ostpreußenblatt. „Ein Mensch soll sich ein Leben lang wohlfühlen in seinem Haus, seiner Wohnung und so bin ich bemüht, ihm eine zweite Haut zu schaffen, in die er nur hineinschlüpfen muss.“&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Ostpreußen ist mehr - Begegnung, Erinnerung und Zukunftswillen prägten das Deutschlandtreffen</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:7C7B272C-DC16-4B99-9E2A-5F9F79C0644F</id>
    <updated>2011-06-02T11:06:35Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Berichte/Ostpreussen-ist-mehr.htm"/>
    <content>Die Sorge des Bundesvorstandes der Landsmannschaft Ostpreußen (LO), dass der Besuch des Deutschlandtreffens in Erfurt möglicherweise ungenügend sein könnte, war schnell vom Tisch. Andrang in den Hallen und volle Sitzreihen bei allen Veranstaltungen ließen auch das diesjährige Deutschlandtreffen zu einem vollen Erfolg werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Man hatte mit 300 Gästen beim ökumenischen Gottesdienst gerechnet, der Auftaktveranstaltung des zweitägigen Treffens. Schließlich waren es mehr als eintausend Besucher, die sich in der völlig überfüllten Sankt Severikirche am Domplatz in Erfurt am 28. Mai morgens um 10 Uhr einfanden. Die Herren Dr. Lothar Schlegel, Beauftragter der katholischen Bischofskonferenz für die Vertriebenenseelsorge, André Schmeier, der allen bekannte Seelsorger für die heimatverbliebenen Ermländer und Propst i. R. Erhard Wolfram, Vorsitzender der Gemeinschaft evangelischer Ostpreußen, zelebrierten den ökumenischen Gottesdienst. Es war nicht von Bedeutung, dass die wenigsten einen Liedzettel bekamen. „Großer Gott wir loben Dich“, „Lobet den Herren, den mächtigen König“, „Nun danket alle Gott“ konnten die meisten gläubigen Ostpreußen auswendig. Die Verantwortlichen für die Auswahl der Lieder hatten Gespür: Der brausende Gesang zum Lobe Gottes beeindruckte.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Vorberichte III zum Deutschlandtreffen der Ostpreußen - Messe Erfurt  -  28. und 29. Mai 2011</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:CAC93D55-B835-4245-BF08-4C875A581D83</id>
    <updated>2011-05-19T16:19:22Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Hallenplan.htm"/>
    <content>Hallenplan zum Deutschlandtreffen der Ostpreußen Messe Erfurt - 28. und 29. Mai 2011</content>
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  <entry>
    <title>Vorberichte II zum Deutschlandtreffen der Ostpreußen - Messe Erfurt  -  28. und 29. Mai 2011</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:42D37537-BD18-41C4-B5F6-20889BB23286</id>
    <updated>2011-05-04T19:11:49Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Vorberichte/index.htm"/>
    <content>Bunt wie das Leben&lt;br /&gt;
Aussteller und Anbieter zeigen auch in diesem Jahr auf dem Deutschlandtreffen in Erfurt Kulturgut aus Ostpreußen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ Dieses Zitat von Jean Paul wird in den Kreisen der Heimatvertriebenen oft und gern benutzt. Denn schließlich ist vielen von ihnen oft nicht mehr geblieben als die Erinnerung. Mehr als sechs Jahrzehnte nach der blutigen, unfreiwilligen Völkerwanderung von Ost nach West gehen die Gedanken zurück in die Heimat Ostpreußen. Man erinnert sich neben dem erlebten Schrecken auch an die unbeschwerte Kindheit, an eine glückliche Jugend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Über Sitten und Brauchtum, über Land und Leute Ostpreußens kann man sich wieder bei den unterschiedlichsten Ausstellern informieren, die während des Deutschlandtreffens der Ostpreußen am 28. und 29. Mai in der Erfurter Messe in Halle 2 ihre Stände aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In Erfurt auch mit dabei&lt;br /&gt;
Wolfgang Freyberg, Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen, über Aktivitäten des Hauses&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am letzten Mai-Wochenende wird die Messe in Erfurt ganz im Zeichen der Elchschaufel stehen. Dann werden sich Tausende Ostpreußen aus nah und fern treffen, um ein Bekenntnis zu ihrer Heimat abzulegen. Neben politischen und kulturellen Veranstaltungen werden auf dem traditionellen Deutschlandtreffen auch zahlreiche Informationsstände auf großes Interesse stoßen. Zu den Ausstellern gehört das Kulturzentrum Ostpreußen im Deutschordensschloss Ellingen. PAZ-Redakteurin Silke Osman sprach mit dem Direktor des Hauses, Wolfgang Freyberg.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Vorberichte I zum Deutschlandtreffen der Ostpreußen - Messe Erfurt  -  28. und 29. Mai 2011</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:6BFD163D-D861-42F4-B567-D218C17BD528</id>
    <updated>2011-04-13T19:25:41Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Vorberichte/index.htm"/>
    <content>Tiefe Spuren von Schmerz&lt;br /&gt;
Jörn Barfod vom Ostpreußischen Landesmuseum über die Ausstellung »Flucht und Vertreibung« auf dem Deutschlandtreffen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am letzten Maiwochenende werden in Erfurt viele tausend Ostpreußen zusammenkommen, um beim Deutschlandtreffen in den dortigen Messehallen ein Bekenntnis zur angestammten Heimat abzulegen. Neben politischen Veranstaltungen gehören traditionsgemäß auch Ausstellungen zum Programm. Eine widmet sich dem Thema Flucht und Vertreibung aus der Sicht von betroffenen Künstlern. Zusammengestellt wurde die Schau vom Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg. PAZ-Redakteurin Silke Osman sprach mit Dr. Jörn Barfod, Kustos am Landesmuseum, über die Ausstellung. &lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Sichtbares Zeichen setzen&lt;br /&gt;
Konzert im Erfurter Dom mit dem Königsberger Domorganisten Artjom Chatschaturow&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wenn sich am letzten Maiwochenende tausende Ostpreußen in Erfurt versammeln werden, um auf dem Deutschlandtreffen in den Messehallen ein politisches Bekenntnis zur Heimat abzulegen, dann soll auch die Seele nicht zu kurz kommen. So wird der Organist des Königsberger Doms, Artjom Chatschaturow, ein Konzert im Erfurter Dom geben.&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ostpreußen nicht ausblenden&lt;br /&gt;
Joachim Mähnert spricht über den Stand des Ostpreußischen Landesmuseums auf dem Deutschlandtreffen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am letzten Mai-Wochenende wird die Messe in Erfurt ganz im Zeichen der Elchschaufel stehen. Dann werden sich Tausende Ostpreußen aus nah und fern treffen, um ein Bekenntnis zu ihrer Heimat abzulegen. Neben politischen und kulturellen Veranstaltungen werden auf dem traditionellen Deutschlandtreffen auch zahlreiche Informationsstände auf großes Interesse stoßen. Zu den Ausstellern gehört das Ostpreußische Landesmuseum. PAZ-Redakteurin Silke Osman sprach mit dem Direktor des Museums, Joachim Mähnert. &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Ehre, wem Ehre gebührt: Ein Denkmal für E.T.A. Hoffmann</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:0D503526-E91B-401F-9C95-DD27F061E888</id>
    <updated>2011-03-08T19:08:55Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/ETA-Hoffmann.htm"/>
    <content>Das E.T.A. Hoffmann-Denkmal kann es vielleicht auch bald in Kaliningrad/Königsberg geben, denn der berühmte Schriftsteller E.T.A. Hoffmann wurde hier geboren und ist eine bekannte Persönlichkeit für die Pregelstadt. In seinen Werken ist der  mystischen Geist der Stadt zu spüren. Jedoch wurde ihm nie die gebührende Ehre in seiner Heimat erwiesen. Die Kaliningrader entschlossen sich nun,  das zu ändern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Deutsch-Russischen Haus wurde das Projekt des Hoffmann-Denkmals besprochen. Sein Schöpfer ist der junge Kaliningrader Bildhauer Sergej Arischtschenko. Der Entwurf des  Denkmals ist eine Diplomarbeit des Absolventen der Kunstakademie in Minsk und hinterließ auf die Dozenten der Akademie und auf die Mitglieder der Stadtregierung einen so tiefen Eindruck, so dass man dem Absolventen S. Arischtschenko vorschlug, eine Hoffmann-Skulptur auf einem der Plätze in der Hauptstadt von Weißrussland zu errichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Doch Arischtschenko lehnte ab. In seinem Traum gibt es für den Schriftsteller der Romantik nur in Hoffmanns und seiner eigenen Heimat einen würdigen Platz; das ist die Stadt am Pregel. Deshalb steht heute das Modell des Denkmals im Foyer des Deutsch-Russischen Hauses in Kaliningrad, wo sich die Einwohner anlässlich des 235. Jahrestages von Hoffmann versammelten, um die Möglichkeit seiner Verwirklichung zu besprechen. Im Vordergrund bei allen Gesprächen stand immer wieder die Frage:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Braucht Kaliningrad denn das E.T.A. Hoffmann-Denkmal überhaupt? Alle Anwesenden stimmten dem ausnahmslos zu. Im weiteren Gesprächsverlauf ging es darum, einen geeigneten Standort zu finden. Doch auch hier war man sich schnell einig. Man stellte fest, dass das Bronzen-Basrelief von Stanislaus Kauer am Haus in der Französischen Straße 25, dem Geburtshaus von Hoffmann, an den Schriftsteller erinnerte. Es gab noch ein weniger bekanntes Gipsrelief an einem anderen Hoffmann-Haus in der Poststraße, aber ein Denkmal wurde nie errichtet. &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Beschützer mit Herz und Seele: Ein Bewohner Kaliningrads rettet seit 20 Jahren das Fort „Stein“</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:5D19ADA5-A3F2-4480-81D4-EF625B582C2E</id>
    <updated>2011-02-08T19:06:25Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Fort-Stein.htm"/>
    <content>Die einen wohnen in einer Wohnung, andere in einer Villa. Wieder andere können ein Schloss als ihren Wohnsitz bezeichnen. Aber der Kaliningrader Stanislav Lauruschonis lebt in einem Fort… In einem richtigen Königsberger Fort, nämlich im Fort ?1 „Stein“ (Stein am Lauther Mühlenteich), das sich hinter Zweigen von großen Bäumen vor den Augen der Kraftfahrer auf der Straße Kaliningrad-Vilnius versteckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und er ist kein komischer Bewohner des „Geschichts- und Kulturdenkmals“. Stanislav ist sein Retter, Erneuerer und fürsorglicher Freund. Und wie bei einem wahren Freund, ist seine Hilfe selbstlos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Vorbestimmung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am 10. Juni 2011 wird das Jubiläum gefeiert. Genau 20 Jahre ist es her, seitdem sich die Wege des jungen Stanislav Lauruschonis und die des mittelalterlichen (nach dem architektonischen Maße) Forts „Stein“ kreuzten. War das ein Zufall?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Stanislav selbst findet, dass dieses Treffen zum größten Teil vorbestimmt war. 1979 zog er mit seinen Eltern nach Kaliningrad um. Sie wohnten in der Nähe deutscher Häuser, auf der  Dubinin-Straße (Brunneck-Allee, Stadtteil Juditten). Diese ganze Atmosphäre des alten Königsbergs begeisterte durch seine ungewöhnliche Architektur, schöne Bäume und Sträucher sowie seine Gemütlichkeit. Stanislav entwickelte das Interesse an der damals halbverbotenen Geschichte Königsbergs. Er begann zielgerichtet die Stadt zu erkunden, erhaltene Kirchenruinen und andere alte Gebäude zu fotografieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Jahre 1987 wurde in der Zeit der „Perestroika“ eine Jugendbewegung unter seiner aktiven Mitarbeit namens „Wiedergeburt“gegründet. Man versammelte sich zum Austausch der Informationen über die Geschichte der Region, um ihr wieder einen würdigen Platz zu gewähren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dann trat das Gesetz über die Kooperation in Kraft. Es wurde möglich, ein Geschäft zu betreiben. 1988 gründete Stanislav mit seinen Geschäftspartnern die Genossenschaft „Die alte Stadt“. Sie beschlossen,  Geld zu verdienen und es in die Stadtdenkmäler der Geschichte und Architektur zu investieren. Lauruschonis findet das Ganze jetzt etwas naiv, aber sie waren damals sehr engagiert.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Richard Wagner und Königsberg</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:AF08D024-A12F-429E-9EC9-133381F636CD</id>
    <updated>2011-01-20T13:24:30Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Wagner.htm"/>
    <content>Königsberg hatte eine wichtige Rolle in Richard Wagners Leben – eines der bedeutendsten Begründer des musikalischen Dramas, Kritikers, Publizisten, Kunsttheoretikers und eines Vertreters der  neuen deutschen Musikrichtung. Er wurde bereits im Alter von 23 Jahren Musikdirektor des Königsberger Theaters und begann für „seriöse“ Musik zu kämpfen, indem er sich dem damals leichtsinnigen Singspiel widersetzte und sich rein unterhaltenden italienischen Opern abwandte. Wagner hatte sich die Aufgabe gestellt, dem Zuhörer das Musikdrama in der Form nahe zu bringen, wie er es verstanden haben wollte: voller Ideen, Gedanken und Gefühle. Dieser Weg war für ihn schwer und voller Enttäuschung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Richard Wagner wurde am 23. Mai 1813 in Leipzig auf dem Brühl als Kind des Polizeiangestellten Friedrich Wagner geboren und wurde zwei Tage darauf in der Thomaskirche unter dem Namen Wilhelm Richard getauft. Für seinen „wahren“ Vater hielt er jedoch den talentierten Schauspieler, Dichter und Maler Ludwig Geyer – einen Hausfreund der Familie. Und tatsächlich kannte Richard keinen anderen Vater, denn Friedrich Wagner starb  im Oktober 1813 an Typhus. Damals kam es in Leipzig zu einer großen Epidemie, deren  Ursache Tausende gefallene Krieger waren, die in der Völkerschlacht vom 16. bis 19. Oktober 1813 kämpften; darunter 50 000 Franzosen. Geyer heiratete Richards Mutter und adoptierte Richard und seine vier Schwestern. In Richards zweitem Lebensjahr siedelte die Familie nach Dresden über, wo Richard seine erste Berührung mit dem Theater bekam; nicht nur als Zuschauer in der  Theaterloge, sondern auch als Besucher des Requisitenraumes  mit seinen phantastischen Kostümen und Attrappen und sogar als Schauspieler. Richard entsinnt sich in seinem Buch „Mein Leben“ (München: F. Bruckmann A.G.-Verlag, 1911, Bd.1, S.11) an  eine Aufführung zur Begrüßung des aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Königs von Sachsen - „Der Weinberg an der Elbe“, wo er  als Engel mit Flügeln auftrat.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Lesung mit Arno Surminski: “Die masurische Eisenbahnreise ...”</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:D1AAB604-B814-487F-87D3-DCE261DABA87</id>
    <updated>2010-10-09T17:55:24Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/landeskunde/kultur/geschichten/Eisenbahnreise.htm"/>
    <content>In Masuren ticken die Uhren anders. Eine Reise nach Ostpreußen ist eine Reise in die Vergangenheit. Ähnliche Klischees kommen einem in den Sinn, liest man „Die masurische Eisenbahnreise“ aus dem neuen Erzählband mit heiteren Geschichten von Arno Surminski.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Autor, selbst gebürtiger Ostpreuße Jahrgang 1934, nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine längst vergangene Zeit, in der es noch gemütlich zuging, in der Großmütterchen stundenlang auf den Zug wartet und der es nach der Fahrt in die nächst gelegene Stadt Nikolaiken schon bald wieder nach ihrer masurischen Wildnis bangt, in der sie ihr Leben verbringt.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Historisches 1930: 400.000-Volt-Kraftwerk Friedland, Kreis Bartenstein / Ostpr.</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:2AF3DA27-9793-4305-A411-8C84B7CC1E58</id>
    <updated>2010-11-17T14:55:37Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Kreis/Bartenstein/400000-Volt.htm"/>
    <content>Der Stausee und sein Wunder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
So nüchtern unsere Zeit auch durch ihre zweckmäßige Technik sein mag, es gibt auch heute noch Wunderdinge in ihr, die ans Märchenhafte grenzen und die dem, der sie einmal gesehen hat, in seiner Fantasie unendliche Anregungen verschaffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Jahrhunderte lang – nein, in diesem Fall doch nur etwas mehr als ein Jahrhundert – lag friedlich und still die Stadt Friedland in der ruhigen ostpreußischen Landschaft. Nichts rührte sich und es schien sehr unwahrscheinlich, dass Friedland einmal zum neuen regen Leben erwachen würde. Wie so viele andere Städte und Städtchen unserer Provinz war es kaum einer Erweiterung, eines neuen Triebmittels fähig, das auf die ganze Stadt fruchtbar wirken kann. Aber da kam der große Krieg, da erhoben sich die Schwierigkeiten der Kohlenbeschaffung und die Techniker fingen an, in den engen Bergtälern der Mittel- und Hochgebirge Wasserläufe zu stauen, um so „weiße Kohle“ zu gewinnen. Als man sich in Ostpreußen auch solcher Kraftzentren bemächtigen wollte, merkte man, dass gerade die Alle ganz besonders dazu geeignet war. Tatsächlich, wer auf die Karte schaut, möglichst eine im Maßstab 1:25.000, der sieht, wie diese Alle sich als leibhaftiger lebendiger blauer Wurm durch eine für ostpreußische Bodengestaltung verhältnismäßig hüglige Landschaft schlängelt. Und gerade fünf Kilometer oberhalb von Friedland bildet sie ein paar ganz enorme Schleifen – Schleifen, die so stark sind, dass man sich denken könnte, sie würden sich bei besonders starkem Wasser einmal wieder berühren und von selbst einen Zirkel bilden, dessen Bett Baggermaschinen nur vertiefen brauchten, um einen weiten See zu schaffen. &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Sprache: Deutsch ist durchaus eine Weltsprache</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:71BB8C73-E352-4910-A74B-98097BD52409</id>
    <updated>2010-10-04T18:53:45Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.ostdeutsches-forum.net/landeskunde/kultur/Sprache/Weltsprache.htm"/>
    <content>Englisch und Französisch dominieren in der EU. Warum tun wir uns eigentlich so schwer damit, Deutsch als Weltsprache anzuerkennen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Immer wenn ich von einer Fernreise nach Deutschland zurückfliege, freue ich mich auf deutsche Zeitungen an Bord, die ich dann ausgiebig studiere – nur im Flugzeug habe ich stundenlang Zeit, mich durch BunteSpiegelWeltBildFAZtaz zu lesen. Bei meinem letzten Flug drehten sich erstaunlich viele Artikel um die deutsche Sprache, genauer: um die Rolle des Deutschen im In- und Ausland. Deutsch soll ins Grundgesetz, las ich da (nicht zum ersten Mal). Zuwanderer sollten Deutsch können, finden jetzt auch Politiker links der Mitte. Und mal wieder plädierte irgendein Minister dafür, dass Deutsch in der EU eine wichtigere Rolle spielen solle. &lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Liiteratur: Die Wiederaufbauleistungen der Altösterreicher in der Zweiten Republik</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:F3B148EE-E170-477F-8973-E64243323340</id>
    <updated>2010-09-28T18:51:03Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.ostdeutsches-forum.net/landeskunde/Literatur/Wiederaufbauleistung.htm"/>
    <content>Über 60 Jahre nach der Vertreibung ist endlich ein Buch erschienen, das die grandiosen Leistungen der altösterreichischen Vertriebenen nach 1945 würdigt.&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mussten viele Menschen deutscher Muttersprache ihre seit Jahrhunderten angestammte Heimat verlassen, meist unter menschenunwürdigen Begleiterscheinungen. Die berüchtigten &quot;Sühnemärsche&quot; dienten meist nur dem Zweck, möglichst viele Menschen deutscher Muttersprache zu eliminieren. Denjenigen, die das Glück hatten dem Einflussbereich der Roten Armee zu entkommen und in Österreich bzw. in der Bundesrepublik Deutschland eine neue Heimat finden konnten ist dies nun vorliegende Buch gewidmet.&lt;br /&gt;...</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Heiteres: Ein Picknick auf der Wisocki-Insel</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:762041B4-5F6F-41DE-87C2-88B4FD33124B</id>
    <updated>2010-10-01T18:46:47Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.ostdeutsches-forum.net/landeskunde/kultur/geschichten/Ein-Picknick.htm"/>
    <content>Auf den größeren Inseln des Arys-Sees wird alljährlich Jungvieh zur Weide angesetzt, welches sich über Sommer selber überlassen bleibt und zum Teil verwildert und menschenscheu wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ein Picknick auf der Wisocki-Insel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Juli war&apos;s, noch vor dem Kriege,&lt;br /&gt;
Bekam Herr August viel Besuch&lt;br /&gt;
Und aus Berlin, wenn ich nicht lüge.&lt;br /&gt;
Das Haus war voll, mehr als genug.&lt;br /&gt;
An einem Sonntag hell und klar,&lt;br /&gt;
Da war die Luft so wunderbar.&lt;br /&gt;
Und wie die freien Wandervögel,&lt;br /&gt;
Nach Budda gings mit Kahn und Segel,&lt;br /&gt;
Und schwer bepackt war der Kanu,&lt;br /&gt;
Mit Wurst und Bier und Schnaps dazu,&lt;br /&gt;
Ein Picknick sollt&apos; den Ausflug enden,&lt;br /&gt;
Schwer knarrt&apos; das Ruder in den Händen.&lt;br /&gt;
...</content>
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    <title>Literatur: Ostpreußische Glaubenszeugen der NS-Zeit vor dem Vergessen bewahren</title>
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    <updated>2010-03-13T19:10:10Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.ostdeutsches-forum.net/landeskunde/Literatur/Glaubenszeugen.htm"/>
    <content>Der Ferdinand Schöningh-Verlag lieferte das zweibändige Hauptwerk &quot;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&quot; (Paderborn u. a. 1999; ISBN 3-506-75778-4; 1372 Seiten) aus, das im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz von mir herausgegeben wurde. Rund 160 Fachleute aus dem In- und Ausland erstellten die über 700 biographischen Artikel, welche die Opfer vor allem aus den Kategorien des Nationalsozialismus (vgl. Band I, S. 1-651 und Band II, S. 652-904), des Kommunismus (vgl. Band II, S. 907-990) und der Missionen (vgl. Band II, S. 1083-1240) vorstellten. Im Dezember 2006 erschien die vierte, um 84 Namen vermehrte und aktualisierte Auflage mit neuen ost- und westpreußischen Glaubenszeugen. Mittlerweile wird eine englische Übersetzung des Hauptwerkes durch die Paulist Fathers in New Jersey (USA) und eine italienische Fassung durch die Edizioni San Paolo in Mailand vorbereitet; letztere wurde am 29. März 2007 in Rom der Öffentlichkeit vorgestellt.&lt;br /&gt;
...</content>
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    <title>Das kulturelle Erbe Ostpreußens</title>
    <id>tag:uuid.feedcap.net,2012-05-26:5D4F2B85-DD67-445F-B3A0-8FA0613AED28</id>
    <updated>2009-04-25T18:32:11Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.ostdeutsches-forum.net/landeskunde/kultur/Kulturelles-Erbe.htm"/>
    <content>„Von der Heimat geh’n ist schwerste Last,&lt;br /&gt;
die Götter und Menschen beugt,&lt;br /&gt;
Und unstet zu schweifen ist allen verhasst,&lt;br /&gt;
die die grüne Ebene gezeugt!&quot;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
So dichtete Agnes Miegel in der Ballade „Die Fähre&quot; um 1920. Die Ballade entstand, als Agnes Miegel, mehr als ein Vierteljahrhundert vor der Vertreibung, in Tawellningken an der Memel weilte. 1944/45 wurde ihr und ihren ostpreußischen Landsleuten die „schwerste Last“ auferlegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Schicksalsjahr 1945
Fremd und bettelarm kamen die Vertriebenen, die „Flüchtlinge&quot; - falls sie überlebt hatten - in einem vom Krieg zerstörten, verelendeten Land an, das mit einer katastrophalen Versorgungslage zu kämpfen hatte. In dem zerbombten Restdeutschland sollten Millionen Ostvertriebene, Millionen sozial Schwache eingegliedert werden. Die Eingliederung der Vertriebenen ins Nachkriegsdeutschland ist eine der gigantischen Leistungen der Weltgeschichte.&lt;br /&gt;...</content>
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