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  <title>ODF Aktuelle Berichte</title>
  <updated>2014-03-28T13:39:08Z</updated>
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    <name>Ostdeutsches Diskussionsforum</name>
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  <subtitle type="text">Presseschau für die ostdeutsche Internet-Gemeinde</subtitle>
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    <title>Kunstraub à la Française: Vor 200 Jahren endete die Entführung der Quadriga vom Brandenburger Tor.</title>
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    <updated>2014-03-28T13:35:12Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Images/Kunstraub.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 die Museumsbestände und Archive des Kriegsverlierers neu gesichtet wurden, stellte sich heraus, dass vieles von der Raub- und Beutekunst, die Napoleon aus Deutschland in sein Land gebracht hatte, trotz der Niederlage Frankreichs nach den napoleonischen Kriegen nicht zurückgegeben worden war. Bei dem berühmtesten deutschen Beutestück, der Quadriga vom Brandenburger Tor, war das anders. Wenige Tage nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Frankreich endet ihre Entführung – die acht Jahre vorher begonnen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als nach der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im vierten Koalitionskrieg die preußischen Festungen wie die Dominosteine fielen, versuchten die Preußen zwar wertvolle Kunstschätze vor den Franzosen Richtung Osten in Sicherheit zu bringen. Als aber der Kaiser der Franzosen am 27. Oktober 1806 durch das Brandenburger Tor in die preußische Hauptstadt einzog, stand die Quadriga noch an ihrem Platze. In seinem Gefolge hatte er seinen obersten Kunstraubspezialisten, den Kunstsachverständigen Baron Dominique Vivant Denon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am 17. November besuchte der Baron Johann Gottfried Schadow, von dem die Quadriga auf dem Brandenburger Tor stammte. Über diesen Besuch schreibt der Besuchte in seinen Erinnerungen: „Denon, der sich durch seine Beschreibung von Ägypten einen guten Namen gestiftet hat, den jedoch die französischen Generäle ,nôtre voleur à la Suite de la Grande Armée‘ [unser Dieb im Gefolge der Großen Armee] nannten, kam, um die Abnahme der Quadriga vom Brandenburger Tor anzuordnen, wozu denn der Kupferschmied Jury von Potsdam herbeigerufen wurde. Zugleich mußte der Baurat Becherer die Rechnungen von den Kosten dieser Gruppe aus den Akten herbeischaffen. Im Schlosse wurden mit gleichem Fortschritt in bald fertigen Kisten Gemälde und antike Marmors verpackt.“&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Fahren Sie nicht in die Masuren!</title>
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    <updated>2014-03-09T10:11:33Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/Urlaub/Ermland-Masuren/Images/Masuren-1990.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren Sie schon mal in den Bayern im Urlaub? Sind Sie schon mal in die Sachsen gereist? Natürlich nicht. Schließlich weiß jedes Kind, dass man NACH Bayern beziehungsweise NACH Sachsen fährt. Komischerweise weiß aber nicht jedes Kind, geschweige denn jeder Erwachsene, wie man sich korrekt ausdrückt, wenn man einen Urlaub im Nordwesten Polens, auch bekannt als Masuren, verbringen will. Erst neulich fragte eine Kollegin: &quot;Sie waren doch gerade in den Masuren, wie war es denn da?&quot; Das Internetportal Holidaycheck wirbt mit &quot;Heile Natur in den Masuren&quot;, und überall im Internet werden Reiterurlaub und Ferienwohnungen &quot;in den Masuren&quot; angeboten. Alles falsch! Masuren ist zwar abgelegen, doch es ist und bleibt eine Gegend, die im Singular steht, so wie Bayern oder Sachsen. Masuren, im Plural benutzt, meint nicht die Region, sondern die Bewohner Masurens. Vor diesem Hintergrund sollte man sich genau überlegen, &quot;in die Masuren&quot; zu fahren, denn das hieße ja, mit dem Auto in eine Gruppe Masuren hineinzubrettern, also vorsätzlich einen Unfall zu begehen. Davor können wir nur dringend warnen!</content>
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    <title>Wenn ein ostpreußischer Firmenname erlischt Der Traditions-Juwelier Bistrick schloss sein Geschäft in Baldham.</title>
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    <updated>2013-11-29T14:33:20Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Images/Juwelier-Bistrick.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name war noch immer mit Königsberg verbunden, wenn auch das Stammhaus in Trümmer gefallen war, aber im bayrischen Baldham lebte er weiter: Walter Bistrick. Er stand für die schönen Dinge des Lebens, für Schmuck, Gold- und Silberwaren sowie vor allem für Uhren. Wie ich werden viele Königsberger ihre erste Uhr aus dem Juweliergeschäft am Roßgärter Markt bekommen haben wie mein Bruder seine Alberten und meine Schwester ihre Silberbestecke. Es war eben gute Tradition, bei Bistrick zu kaufen, der Name stand für Qualität und Erlesenheit – Kriterien, die auch für das Juweliergeschäft galten, das nach der Vertreibung aus der zerstörten Heimat im bayerischen Baldham aufgebaut wurde. Nun musste Juwelier Wolfgang Bistrick die Rollgitter für immer herunterlassen. Damit endet eine erfolgreiche Firmengeschichte, die über 120 Jahre von der Gründung in der damals friedvollen Kaiserzeit über zwei Weltkriege, Vertreibung und Neubeginn in schwerer Nachkriegszeit in das elektronische Zeitalter führt, das viele traditionsreiche Einzelhandelsgeschäfte zur Aufgabe zwingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und nun auch Walter Bistrick. Der Name blieb uns Ostpreußen vertraut, denn er stand auch nach der Vertreibung für heimatlichen Schmuck, mit dem wir uns verbunden fühlten, vor allem mit Bernsteinkreationen oder Alberten. Und für die vielen Aktivitäten, die der heimatvertriebene Juwelier Arnold Bistrick, Sohn des Firmengründers, für die Dokumentation der ostpreußischen Wirtschaft geleistet hat und denen sich auch sein Sohn Wolfgang verpflichtet fühlte. Die Geschichte der Familie Bistrick ist mit Ostpreußen so eng verbunden, dass sie ein ganzes Kapitel Heimatgeschichte füllen könnte.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Preussische Geschichte: Vorneweg bei 48er Revolution wie Reichsgründung. Eduard von Simson hat als Parlamentspräsident sowohl Friedrich Wilhelm IV. als auch Wilhelm I. die deutsche Kaiserkrone angetragen.</title>
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    <updated>2013-11-08T13:05:43Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/Geschichte/Personen/Images/Eduard-von-Simson-2.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Zeitgenossen nannten ihn scherzhaft, doch mit heimlicher Hochachtung den „ewigen Präsidenten“, und in der Tat hat Eduard von Simson aus Königsberg fast viereinhalb Jahrzehnte hindurch ein Präsidentenamt nach dem anderen ausgeübt. Nicht aus Karrieresucht, sondern weil die Ausstrahlungskraft und die überragenden Kenntnisse dieses Mannes so überzeugend auf die ihn Umgebenden wirkten, dass sie die höchsten Ämter in seine Hände legten in dem Vertrauen, er sei am ehesten berufen, ihre Geschickte zu lenken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Zeiten waren alles andere als rosig, als Eduard Simson am 10. November 1810 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Königsberg zur Welt kam. Drei Jahre nach dem von Preußen verlorenen Vierten Koalitionskrieg ähnelten die Verhältnisse denen der Weimarer Inflationszeit oder der Nachkriegszeit bis zur Währungsreform. Als die Notjahre vorüber waren, besuchte Martin Eduard Sigismund – die aufgeschlossenen Eltern hatten ihm ungeachtet ihrer jüdischen Herkunft im Hinblick auf seinen Geburtstag auch den Vornamen Luthers mitgegeben – das Gymnasium und machte mit 15 Jahren die Reifeprüfung. Das Wissen, das andere sich mühsam erringen mussten, war ihm wie von selbst zugeflogen, aber er war trotzdem fleißig gewesen. Mit 18 Jahren schon promovierte er an der Albertina zum Doktor der Rechtswissenschaften und ging dann mit einem staatlichen Stipendium auf eine lange Studienreise. In Berlin hörte er bei dem großen Rechtsgelehrten Friedrich Carl von Savigny und in Bonn bei dem scharfsinnigen Barthold Georg Niebuhr Alte Geschichte. In Paris rundete er sein Wissen an der Sorbonne ab. Nach Königsberg zurückgekehrt, habilitierte er sich als Privatdozent, wurde 1833 außerordentlicher und mit 26 Jahren 1836 ordentlicher Professor. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Als in Königsberg Lokomotiven gebaut wurden. 1828 gilt als Gründungsjahr der Union Gießerei – Die Weltwirtschaftskrise trieb das Unternehmen in den Konkurs.</title>
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    <updated>2013-11-08T11:14:47Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Images/Union-Giesserei.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Union Gießerei ist in einer frühen Silberschmelze in Königsberg auf dem Grundstück der Straße Butterberg 3 zu suchen. Schon zu Zeiten Friedrichs des Großen (1764) wurde auf diesem Anwesen eine Silberraffinerie betrieben. Richtig los ging es dann allerdings erst, nachdem sich der aus England zugewanderte Gießereifachmann Charles Hughes in eine wohlhabende Königsberger Kaufmannsfamilie eingeheiratet hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Jahre 1826 erwarb Charles Hughes’ Ehefrau Maria Theodora Christine für 700 Taler das Anwesen im Königsberger Stadtteil Laak. Als gesichert gilt, dass Hughes die Silberschmiede bereits 1825 betrieb. Das kleine Unternehmen hatte mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen, die der Techniker allein nicht bewältigen konnte. Seine Heirat mit Maria Theodora Christine Schnell war ein Glücksgriff, denn sie war die Schwester des erfolgreichen Königsberger Kaufmanns Gustav Schnell. Der wiederum konnte seine Schwager Karl August Dultz und Friedrich W. Laubmeyer überzeugen, mit ihm zusammen die Gießerei zu übernehmen. Die drei hatten nicht nur Geld, sondern auch wirtschaftlichen Weitblick. Mit dem Beitritt dieser drei Familien im Jahre 1828 wurde ein entsprechender Vertrag geschlossen, der allgemein als Gründungsdatum für die Union-Gießerei angesehen wird, obwohl die Bezeichnung erst in einer 1845 verfassten Urkunde auftaucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Während Hughes die technische Leitung behielt, kümmerten sich Laubmeyer und Dultz um die kaufmännischen Belange. Obwohl Schnell in diesen Unterlagen nicht erwähnt wird, dürfte seine Rolle eine entscheidende gewesen sein.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Vor 200 Jahren: Lützower versetzen Franzosen in Minden in Unruhe . - Die letzten Tage des Kaiserreichs: Rast der Freikorps-Jäger leitet Ende der Besatzungszeit ein.</title>
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    <updated>2013-11-01T08:44:29Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Images/Rast-bei-Minden.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Minden (mt). Kaum zwei Wochen nach der Völkerschlacht bei Leipzig neigte sich auch in Minden die Franzosenzeit ihrem Ende entgegen. Einen Anstoß gab eine Rast eines Trupps der sogenannten &quot;Lützower Jäger&quot; vor den Toren der Stadt am 1. November 1813 - heute vor 200 Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bereits am 24. Oktober sei ein französisches Bataillon von Bremen in Minden angekommen, &quot;welches schlechte Nachrichten mitbrachte&quot;, berichtete Wilhelm Schroeder in seiner 1886 erschienen &quot;Chronik des Bistums und der Stadt Minden&quot;. Die Franzosen requirierten viele Wagen und Pferde, &quot;mit denen fast alles, was an französischen Beamten in Minden war, zum Simeonsthore hinauseilte&quot;. Dann trat wieder Ruhe ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Damit war es vorbei, als 1. November bei der Grille eine Abteilung berittener Lützower gesichtet wurde. &quot;In Minden geriet die französische Garnison, welche aus einem Bataillon Nationalgarde und einem Bataillon Douaniers bestand, in großen Schrecken&quot;, so der Chronist. Die Garnison rückte über die Weserbrücke zu Brückenkopf vor, feuerte ein paar Kanonenschüsse ab und rückte weiter in Richtung Grille vor. Die Freikorps-Jäger, die es sich zuvor hatten schmecken lassen, saßen in aller Bequemlichkeit wieder auf und ritten zur Clus und weiter über Meißen und Hausberge nach Rehme, &quot;wo sie die französischen Kassen leerten&quot;, wie Schroeder berichtete.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Preußische Geschichte: Sieger von Roßbach und Zorndorf - Friedrich Wilhelm von Seydlitz gilt als einer der genialsten Reiterführer der neuesten Geschichte.</title>
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    <updated>2013-10-31T14:21:09Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Images/Schlacht-bei-Rossbach.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der modernen Kriegführung die Panzer sind, waren zur Zeit Friedrichs des Großen – und auch noch später – die Kürassiere, die schweren Reiter. Als größter Reitergeneral jener Zeit gilt Friedrich Wilhelm von Seydlitz. Er half dem Alten Fritz manche Schlacht zu gewinnen. Vor 240 Jahren starb er – am 8. November 1773. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seydlitz sind schlesischer Uradel. Friedrich Wilhelm wurde jedoch am 3. Februar 1721 in Kalkar bei Kleve, das damals schon zu Preußen gehörte, als Sohn eines Rittmeisters geboren. Mit 18 Jahren trat er 1739 in ein preußisches Kürassierregiment ein. Bereits im Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742) tat er sich hervor. Bei Ratibor geriet er im Frühjahr 1742 nach tapferem Kampf in Gefangenschaft, wurde aber nach wenigen Wochen ausgetauscht. Im Zweiten Schlesischen Krieg (1744/1745) zeichnete er sich bei Hohenfriedberg aus. Mit eigener Hand nahm er den sächsischen General Georg Sigismund von Schlichting gefangen. Der König beförderte ihn dafür zum Major. Mit 32 Jahren wurde er 1753 Kommandeur eines Kürassierregiments. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Den Gipfel des Ruhms erklomm Friedrich Wilhelm von Seydlitz im Siebenjährigen Krieg (1756–1763). Bei Kolin griff er mit zehn Schwadronen entscheidend ein. Zwei Tage später war er Generalmajor. Kurz vor der Schlacht bei Roßbach am 5. November 1757 ernannte ihn der König zum Oberbefehlshaber der gesamten preußischen Kavallerie. Durch seinen kühnen Reiterangriff entschied Seydlitz den Sieg über die Reichsarmee und die Franzosen. Der Erfolg trug ihm den Rang des Generalleutnants ein. Er selbst wurde in der Schlacht verwundet und musste sich den Winter über in Leipzig auskurieren. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Geschichte: Christopher Clark: &quot;Besessen von der deutschen Kriegsschuld&quot;.</title>
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    <updated>2013-10-26T11:18:57Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/landeskunde/Literatur/2013/Images/Christopher-Clark.jpg&quot; title=&quot;Christopher Clark&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen neuen Thesen zum Kriegsausbruch 1914 provoziert der britische Historiker Christopher Clark heftige Debatten. In Potsdam stellte er sich seinen Kritikern – mit erstaunlichem Ergebnis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Historiker wetzen keine Messer. Aber sie legen sich geharnischte Argumente bereit, wenn sie gegen ihresgleichen in den Kampf ziehen. So war es auch vor dem Besuch des berühmten Gastes in Potsdam. Im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, in dem ihr Militärgeschichtliches Forschungsamt mittlerweile aufgegangen ist, wurde Christopher Clark erwartet. Sein Buch &quot;Die Schlafwandler&quot; (DVA) ist der historische Bestseller der Saison, die sechste Auflage ist im Druck, seine Antwort auf die Frage, &quot;wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog&quot;, füllt Säle. Auch in Potsdam, der Höhle des Löwen. Denn hier erwarteten den Cambridge-Professor Spezialisten, die ihr Leben einschlägigem Aktenstudium gewidmet haben.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Fünf namhafte Kollegen auf dem Podium versuchten, von der Orthodoxie zu retten, was zu retten ist. Als herrschende Meinung gilt hierzulande, dass Deutschland zwar nicht schuldig, wohl aber hauptverantwortlich für den Ausbruch des Krieges war, von dem eine direkte Linie in den Zweiten Weltkrieg und in den Kalten Krieg führte. Ob er denn seine Gegenthese auf einen Punkt bringen könne, wird Clark gefragt. &quot;Nein. Das ist die Antwort.&quot;&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Geschichte: Preußen wird souverän:  Vor 350 Jahren huldigten die Stände auf dem Königsberger Schlosshof dem Großen Kurfürsten.</title>
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    <updated>2013-10-13T12:07:53Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Images/Erbhuldigung-1663-k.jpg&quot; title=&quot;Königsberger Schloß - Huldigung 1663&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein langer und steiniger Weg, bis das Herzogtum Preußen und das Kurfürstentum Brandenburg sich zu einem Staate, bis die beiden ostdeutschen Neustämme der Brandenburger und der Preußen sich in einem gemeinsamen Staatsbewusstsein zusammenfanden. Stationen auf diesem Wege waren der Wehlauer Vertrag von 1657, in dem Polen die Souveränität des Kurfürsten Friedrich Wilhelm in Preußen anerkannte, der Frieden zu Oliva 1660, in dem diese Souveränität von den europäischen Mächten garantiert wurde, und schließlich der 18. Oktober 1663, als die preußischen Stände auf dem Schlosshof zu Königsberg dem Souverän huldigten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Sechs Jahre hatte der Kurfürst gebraucht, bis er dieses Ziel erreichte. Dass er seinen hartnäckigsten Widersacher, den kneiphöfischen Schöffenmeister Hieronymus Roth, schließlich verhaften ließ, hat in der Geschichte mehr viel aufgewirbelt. Darüber werden die langen und geduldigen Verhandlungen häufig übersehen, mit denen die kurfürstlichen Räte, voran Otto von Schwerin, die auf ihre Privilegien pochenden Stände dafür gewannen, der Regelung, die schon von ganz Europa anerkannt war, auch ihrerseits zuzustimmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Rechtsbewusstsein und Eigennutz lagen bei diesem ständischen Widerstand eng beieinander. Wenn die Stände, besonders der Adel, für ihr gutes altes Recht fochten, was die Württemberger noch viele Menschenalter später taten, so vereinigte sich bei ihnen das Argument, dass auch der Landesherr das Recht nicht verletzen dürfe, mit dem Tatbestand, dass dieses alte Recht ihr Vorteil war und zum Schaden des Staates, wie der Kurfürst ihn schaffen wollte. Dass einige Vertreter der Stände lieber die Oberlehnsherrschaft des Polenkönigs behalten als die Souveränität des Brandenburgers anerkennen wollten, hat mit nationalen Motiven nichts zu tun. Der polnische Adelsstaat übte gerade im Stadium eines beginnenden Verfalls eine gewisse Anziehungskraft auf den Adel der Nachbarländer aus, weil dieser in der „Freiheit“, die der Adel in Polen genoss, besser seinen Vorteil zu wahren glaubte als unter einem Herrscher, der zäh und erfolgreich die Staatsmacht ausbaute. Es bedurfte vielen Zuredens und mancher Zugeständnisse Friedrich Wilhelms, bis die Stände, die auch von Polen keine Unterstützung mehr erhielten, nachgaben. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Geschichte: Erinnerungen an die Völkerschlacht in Sachsen und Bayern</title>
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    <updated>2013-10-12T14:33:34Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/Geschichte/Images/Voelkerschlachtdenkmal-Leipzig.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnerung in Sachsen: Am 18. Oktober 1913 wurde das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Völkerschlacht bei Leipzig gilt als die bis dahin größte Schlacht der Weltgeschichte. Da ist es nicht unangemessen, dass ihr am Orte des Geschehens eines der größten Denkmale Europas gewidmet ist. Während die Befreiungshalle als Bayerns Erinnerungsstätte an dieses historische Ereignis bereits 50 Jahre danach eingeweiht wurde, bedurfte es für das Monument in Leipzig doppelt so lange. Und das lag nicht nur an dessen Ausmaßen von 91 Metern Höhe, 70 Metern Länge, 80 Metern Breite und 300.000 Tonnen Gewicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Noch während der Befreiungskriege regte Ernst Moritz Arndt ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen an: „groß und herrlich“, „wie ein Koloss, eine Pyramide, ein Dom zu Köln“. Zwei Jahre später legte Karl Friedrich Schinkel einen Entwurf für einen „Nationaldom aller Deutschen“ vor. Die Zeit war allerdings noch nicht reif. Nach den Befreiungskriegen war die deutsche Nationalbewegung durch Reaktion und Restauration zurückgeworfen worden. Deutschland drohte wieder zu einem rein geografischen Begriff zu werden. Es hatte zwar die Befreiungskriege an der Seite Russlands gewonnen. Aber der König von Sachsen hatte die Völkerschlacht bei Leipzig an der Seite des Kaisers der Franzosen verloren. Und das war vorerst entscheidend. Sachsens Könige verspürten wenig Lust, ihrer eigenen Niederlage beziehungsweise der ihres Vorgängers ein Denkmal zu setzen. So blieb das Denkmalprojekt Privatleuten überlassen und erst nach der Reichsgründung, als das deutsche das sächsische Bewusstsein zurückdrängte, gewann es an Fahrt. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Preussische Geschichte: »Wir nahen dem großen Tag des Weltgerichts« Vor 200 Jahren brachte die Völkerschlacht bei Leipzig eine militärische Vorentscheidung in den Befreiungskriegen.</title>
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    <updated>2013-10-12T14:31:07Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Images/Voelkerschglacht-Leipzig.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Österreich den preußischen Seitenwechsel nachvollzogen hatte, stand das napoleonische Frankreich erstmals einer Koalition aller vier übrigen Großmächte Europas gegenüber. Dieser politischen Vorentscheidung des Sommers 1813 folgte im Herbst mit der Völkerschlacht bei Leipzig die militärische.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Anfang Oktober 1813 trat der Feldzug der Verbündeten gegen Napoleon in sein entscheidendes Stadium. General Gebhard Leberecht von Blücher hatte nach seinem Sieg an der Katzbach eine weiträumige Bewegung nach Westen begonnen und fand Anschluss an die „Nordarmee“ unter dem Kronprinzen von Schweden. Bei Halle an der Saale stellte er sich zum Angriff bereit. Nachdem General Ludwig von Yorck am 3. Oktober den Übergang über die Elbe bei Wartenburg erzwungen hatte und als auch die Hauptarmee unter Feldmarschall Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg von Süden her heranrückte, zeichnete sich die Einkreisung der Franzosen im Raum Leipzig ab. Bonaparte zögerte mit dem Gegenschlag, dann entschloss er sich, mit seiner Hauptmacht die Armee Schwarzenbergs anzugreifen, während drei Korps ihm den Rücken freihalten sollten. Gelänge dies nicht, säße er in der Falle. Die Alliierten boten gemeinsam fast 300.000 Mann auf. Der österreichische Außenmister Klemens Wenzel Lothar von Metternich schrieb bereits siegessicher nach Wien: „Wir nahen dem großen Tag des Weltgerichts.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Napoleon trifft am 14. Oktober bei kaltem, stürmischem Wetter in Leipzig ein, das mit Truppen überfüllt ist. Am nächsten Tag trifft er seine Dispositionen. Das IV. Korps soll bei Lindenau westlich der Stadt den Rückzugsweg offenhalten. Im Nordwesten hat das VI. Korps des Marschalls Auguste Frédéric Louis Viesse de Marmont den Auftrag, Blücher entgegenzutreten, und das III. Korps unter Marschall Michel Ney steht in Reserve. Insgesamt verfügt Bonaparte über 175.000 Mann und 700 Geschütze. Da er nicht mit dem Angriff Blüchers rechnet, plant er, die drei besagten Korps nach Süden heranzuziehen, wo er bereits 130.000 Mann konzentriert hat. Falls der Plan aufgeht, wäre ihm der Sieg sicher.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Preussische Geschichte: Es gab nicht nur Befreiungskrieger. Im Kampf gegen Napoleon standen auch etliche Frauen ihren Mann, eine von ihnen war Eleonore Prochaska.</title>
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    <updated>2013-10-03T10:43:08Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Images/Eleonore-Prochaska-1813.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 200 Jahren erlag die 1785 in Potsdam geborene Eleonore Prochaska ihren in der Schlacht in der Göhrde erlittenen Verletzungen. Sie ist wohl die bekannteste, aber beileibe nicht die einzige Preußin, die das Ihre zum siegreichen Ausgang der Befreiungskriege beigetragen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Herr Lieutnant, ich bin ein Mädchen!“ Nicht wenig überrascht dürfte der bei dem Lützowschen Freikorps dienende, später auch durch seine historischen Werke bekannte Friedrich Christoph Förster gewesen sein, als er diesen Ausruf vernahm, kam er doch von dem ihm bisher als August Renz bekannten Jäger. Allerdings war es der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um Rückfragen zu stellen. Der vermeintliche Renz war an diesem 16. September 1813 soeben durch den Kartätschenbeschuss der französischen Truppen getroffen worden, denen die Lützower als Teil eines alliierten Kontingents im Gefecht in der Göhrde gegenüberstanden. Die napoleonischen Truppen wurden geschlagen, für die Schwarzen Jäger war dieser Tag zudem mit der Entdeckung verbunden, dass in ihren Reihen unerkannt eine Frau gekämpft hatte: Eleonore Prochaska. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die 1785 in Potsdam geborene Preußin hatte sich, erfasst von der patriotischen Begeisterung des Jahres 1813, unter falschem Namen bei dem legendären Freikorps gemeldet. Am 5. Oktober erlag sie in Dannenberg ihren Verletzungen. Zwei Tage später wurde sie unter großer Anteilnahme ihrer Mitkämpfer beigesetzt. Der Vergleich mit Jeanne d’Arc kam sofort auf und wurde in der Folge häufig bemüht – was insofern seltsam anmutet, da Eleonore Prochaska zwar für ihr Land, aber eben gegen Frankreich gekämpft hat.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Literatur: »Eine Tragödie, kein Verbrechen« Christopher Clark wendet sich in seinem neuesten Buch der Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges zu.</title>
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    <updated>2013-09-27T09:11:56Z</updated>
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    <content>Der nicht zuletzt durch Arbeiten zur Geschichte Preußens ausgewiesene australische Historiker Christopher Clark vermittelt in „Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“ auf über 800 Seiten eine Fülle an Sachinformationen und kommt zu einem Schluss, die der herrschenden These des Versailler Vertrages und Fritz Fischers von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg widerspricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Kaum eine Frage ist derart verbissen diskutiert worden wie die nach den Ursachen des Ersten Weltkrieges. Die Gründe hierfür sind sowohl (geschichts)wissenschaftlicher als auch (geschichts-)politischer Natur. Clark wird nicht müde zu betonen, wie komplex die Entstehungsgeschichte des Ersten Weltkriegs gewesen sei. In der Tat gibt es eine Fülle von Faktoren und Einflussgrößen sowie parallelen Entwicklungen, deren Gewichtung gegeneinander wahrlich schwierig ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Diese Komplexität beinhaltet für den Geschichtswissenschaftler die Gefahr und den Geschichtspolitiker die Chance, durch selektive Wahrnehmung beziehungsweise Darstellung der Fakten die unterschiedlichsten, ja einander widersprechende Thesen scheinbar plausibel untermauern zu können. So verweist Clark darauf, dass keine einzige Großmacht von der Zuweisung der Hauptverantwortung völlig verschont blieb. Clark weist aber im selben Atemzug auch darauf hin, dass Deutschland der „häufigste Kandidat“ ist, was kaum verwundert, wird doch die Geschichte von den Siegern geschrieben. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Diskussion über Immanuel Kant endet in Schießerei.</title>
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    <updated>2013-09-18T13:42:28Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/Images/Immanuel-Kant.jpg&quot; title=&quot;Immanuel Kant&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hätte Immanuel Kant nicht gewollt. Ein Streit über den deutschen Philosophen ist in Russland zwischen zwei Männern derart eskaliert, dass plötzlich ein Schuss fiel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Diskussionen über die Philosophie gelten gemeinhin als ungefährlich. Anders in Russland. Dort stritten sich zwei Männer über den deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804). Der Philosophie-Streit in der russischen Stadt Rostow am Don endete in einer Schießerei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Beim Einkaufen Diskussion über Immanuel Kant gestartet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach Angaben der örtlichen Polizei begann der Disput ganz harmlos. Ein Mann war beim Einkaufen mit einem anderen Kunden ins Gespräch über den in Königsberg (heute Kaliningrad) geborenen Philosoph Immanuel Kant («Kritik der reinen Vernunft») gekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Handfeste Argumente im Philosophie-Disput
Um seine Argumente in der Kant-Diskussion zu unterstreichen, habe einer der Männer dem anderen erst die Faust ins Gesicht geschlagen. Dann schoss er ihn mit einer Luftpistole an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Verletzte sei außer Lebensgefahr, sagte ein Justizsprecher am Montag der Agentur Ria Nowosti. Dem Täter drohen wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung 15 Jahre Haft. dpa/AZ</content>
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    <title>Preußische Geschichte: Mit Gneisenau verteidigte er Kolberg. Vor 275 Jahren starb Joachim Nettelbeck – Sein Einsatz als Zivilist für die Verteidigung der Heimat setzte Maßstäbe.</title>
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    <updated>2013-09-11T17:35:49Z</updated>
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    <content>Heinrich George setzte ihm im Spielfilm „Kolberg“ ein cineastisches Denkmal: Joachim Nettelbeck: Als dessen bürgerliches und ziviles Pendant ermöglichte er dem Festungskommandanten August Neidhardt von Gneisenau die Verteidigung Kolbergs gegen Napoleon, als andere preußische Festungen wie die Mosaiksteine fielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die älteren Deutschen kennen ihn noch recht gut, jenen Ende Januar 1945 in den Filmhäusern Berlins und anderswo gelaufenen Streifen „Kolberg“, den der große Heinrich George verantwortete und in dem er auch die Hauptrolle des tapferen Bürgers Joachim Nettelbeck in faszinierender Form zu spielen wusste. Der historische Hintergrund in Gestalt erfolgreicher Abwehr einer massiven Umzingelung der Stadt durch Napoleons Truppen im Jahr 1807 war gleichsam eine Apotheose des NS-Reiches angesichts der unerbittlich vorwärtsstrebenden sowjetischen Militärmaschinerie. Der Ausgang der Geschehnisse ist bekannt, auch der Fall des Ende März 1945 wieder eingeschlossenen Kolbergs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Filmfachwelt beschrieb das Opus „Kolberg“ immer wieder kritisch und verächtlich zugleich als typisches Propagandamachwerk der NS-Gewaltigen. Mag es auch in einem gewissen Sinne Berechtigung dafür geben, die zentrale Persönlichkeit in dem Streifen, der furchtlose Verteidiger Nettelbeck, bleibt letztendlich unantastbar und steht für die mithin wesentlichsten preußischen Tugenden: Bürgersinn und Mut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nettelbeck wurde am 20. September 1738 in eben jenem pommerschen Kolberg geboren. Den Sohn eines angesehenen Brauers und Branntweinbrenners reizte jedoch zunächst weniger das Leben auf dem Festland, vielmehr erlag er der Faszination der Seefahrerei, bei der er es bis zum Schiffskapitän brachte. Als junger Mensch hatte er noch, zusammen mit seinem Vater, die Verteidigung Kolbergs gegen die Russen während des Siebenjährigen Krieges miterlebt.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Preußische Geschichte: Er formte Preußens Generalstab. Karl von Grolmann unterstützte Scharnhorst in der Militär-Reorganisationskommission und Blücher bei Belle-Alliance.</title>
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    <updated>2013-09-05T13:35:06Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Geschichte/Images/Karl-von-Grolmann.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Der preußische Militärreformer Karl von Grolman war von einer enormen Prinzipienfestigkeit, Konsequenz und Rigorosität, um nicht zu sagen Radikalität, im Denken und Handeln. Mit dem Generalstab schuf er Moltke das Instrument, um an der deutschen Einigung maßgeblich mitzuwirken, die ihm selber zu erleben nicht mehr vergönnt war. Er starb vor 170 Jahren im 67. Lebensjahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
„Er huldigt nur dem Verstande und ehrt von den Gemütskräften nur die Willenskraft“, sagte August Neidhardt von Gneisenau, ein weiterer Großer der preußischen Reformbewegung, über ihn. Diese Willenskraft kommt schon darin zum Ausdruck, dass der am 30. Juli 1777 in Berlin geborene Preuße sich bereits als Kind gegen die Fortsetzung der Familientradition entschied. Im Gegensatz zu seinem Vater, der als Obertribunalpräsident und Mitautor des Allgemeinen Landrechts in der Justiz erfolgreich Karriere machte, und seinem Großvater mütterlicherseits, der Kriminalrat war, wurde Karl bereits als 14-Jähriger Soldat. Beim Militär fand er seine Berufung. Mit Enthusiasmus ging er in seinem Beruf auf und erfuhr entsprechende Resonanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die für Preußen katastrophal endende Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt machte er als Adjutant des Feldmarschalls Wichard von Möllendorf mit. Es folgte eine Verwendung als Adjutant des Befehlshabers des Feldheeres, Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen. Dessen ruhmlose und auf die preußische Moral verheerend wirkende Kapitulation bei Prenzlau brauchte er nicht mitzuerleben, da er vorher als Kurier zu seinem König Friedrich Wilhelm III. entsandt worden war. Im weiteren Verteidigungskampf Preußens gegen das überlegene napoleonische Kaiserreich bildete Grolman mit seiner Entschlossenheit und Tapferkeit eine ruhmreiche Ausnahme. Für sein Verhalten in dem Gefecht bei Soldau vom 26. Dezember 1806, in dem er schwer verwundet wurde, erhielt er den Orden Pour le Mérite.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Patriot aus tiefstem Herzen. Vor 200 Jahren fiel Theodor Körner, Held und Dichter der Befreiungskriege.</title>
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    <updated>2013-08-23T12:56:22Z</updated>
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    <content>Selten ist eine Persönlichkeit einer Epoche so unterschiedlich bewertet worden wie Carl Theodor Körner (1792–1813), die Ikone der Befreiungskriege 1813/14. Seine mystifizierende Verklärung gehörte im Zeitalter der deutschen Nationalbewegung und Romantik zum Alltag. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, wurde er wie kaum eine andere Leitfigur der deutschen Geschichte von unterschiedlichen politischen Lagern heroisiert und instrumentalisiert. In der Bundesrepublik geriet sein Name beinahe in Vergessenheit, obwohl Kasernen nach ihm benannt wurden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Erhebung Preußens gegen die napoleonische Herrschaft wandte sich König Friedrich Wilhelm III. am 20. März 1813 von Breslau aus an seine Untertanen und rief sie zum Kampf gegen den Usurpator auf. Wenige Wochen zuvor war das „Königlich Preußische Freikorps“, besser bekannt als „Lützowsches Freikorps“ oder „Schwarze Jäger“, auf Gesuch des Generalmajors Adolf Freiherr von Lützow (1782–1834) als reguläre Truppe des preußischen Heeres gegründet worden. Auch jenseits der Grenzen Preußens verfehlte der Aufruf seine Wirkung nicht. In Breslau stieß im März 1813 der junge Dichter Theodor Körner zu den Freischärlern um Friedrich Ludwig Jahn (1778–1852), den Vater der deutschen Turnbewegung. Noch wenige Wochen zuvor war Körner in Wien nach seinen Erfolgen als Literat und Theaterdichter die einmütige Anerkennung der Großen seiner Zeit zuteil geworden. Seine Dramen „Zriny“ und „Rosamunde“ waren am Hofburgtheater zur Aufführung angenommen worden. Die meisten der emotional aufgewühlten Gedichte seiner posthum erschienenen Lyriksammlung „Mit Leier und Schwert“ hatte er fertiggestellt und damit Töne angeschlagen, die der weit verbreiteten kämpferischen und feierlichen Stimmung im Volk entsprachen. Mit demonstrativem Opfermut und dem Bekenntnis zu Werten wie Glaube, Freiheitsliebe und Gewissenstreue appellierte er unzweideutig an die nationale Pflicht der Deutschen, sich gemeinsam gegen den Tyrannen Napoleon zu erheben. Doch auch das Begehren nach Rache an den französischen Besatzern ließ sich in seinen Werken vernehmen. So hielt denn weder die Aussicht auf eine glänzende Karriere als k.u.k. Hofburgtheaterdichter noch seine Verlobung mit der Burgschauspielerin Antonie Adams den in patriotischer Begeisterung entflammten Dichter davon ab, dem Aufruf des Königs Folge zu leisten. In der Kirche zu Rogau am Zobtenberg wurde die Truppe der Lützowschen Jäger eingesegnet. Sie sangen Körners jüngstes Kampflied, das mit den Versen endete: „Auf, deutsches Volk, erwache! Und führt uns, wär’s auch durch den Tod, zu seiner Freiheit Morgenrot. Dem Herrn allein die Ehre!“ Ihr erster Vorstoß führte ins feindliche, mit dem Rheinbund verschworenen Sachsen, die Heimat Körners. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Glut unter meterdicker Asche: zum 200. Todestag Thedodor Körners.  Streiflicht von Dieter Stein.</title>
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    <updated>2013-08-22T16:10:07Z</updated>
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    <content>Meinen Wehrdienst trat ich im Juli 1988 in Lüneburg an. Die Kaserne an der Bleckeder Landstraße trägt auch heute noch den Namen Theodor Körners. Damals wußte ich wohl nicht, wer der Namensgeber war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bei einem Besuch in der DDR im Sommer 1989 schenkte mir ein Freund jedoch Ulrich Völkels Roman „Mit Leier und Schwert“. Ganz im Geiste der unter Honecker geförderten Preußenrenaissance wird hier mitreißend Leben und Sterben dieses jungen Freiheitsdichters geschildert, der am 26. August 1813 im Gefecht mit französischen Besatzungssoldaten fiel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich war damals genauso alt wie Körner, als dieser sich 21jährig mit den Lützower Jägern dem preußisch-deutschen Aufstand gegen die napoleonische Besatzung anschloß. Körner schrieb Gedichte und Lieder, die den jungen Freiheitskämpfern bei ihrem Einsatz aus dem Herzen sprachen. &lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Kolumne: Preußische Tugenden</title>
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    <updated>2013-08-19T08:58:22Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/preussen/Pr-Tugenden.htm"/>
    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/preussen/Images/Preussische-Tugenden.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflichtgefühl, Redlichkeit, Fleiß, sachlicher Ehrgeiz und das Bemühen, jede Aufgabe unter Anspannung aller seiner Kräfte zu lösen, werden gemeinhin als preußische Tugenden bezeichnet. Erfunden und zum Kanon zusammengefasst hat sie niemand. Sie bildeten sich heraus als Verhaltensmaximen eines Staates, des preußischen, der vor 300 Jahren zum Königreich wurde. Es war ein armer Staat mit zersplitterten Territorien, die sich von Brandenburg nach Ost und West über fünf parallele Stromsysteme hinweg erstreckten. Der Staat ist dahingegangen, die Tugenden nicht. In allen Epochen der verflossenen 300 deutschen Jahre galten sie als Antworten auf spezifische Herausforderungen - bewährten sich in der Not, wurden missbraucht und tauchen heute in jeder Unternehmensphilosophie auf. Man kann nicht ohne sie wirtschaften, man kann ohne sie auch keinen Staat machen. Anstatt zu verschwinden, haben sie sich von der Grundlage des harten, gefährlichen Lebens Preußens gelöst, sozusagen universalisiert. Preußisch, in einem unscharfen Sinne deutsch ist ihr Ursprung. Weltweit die Geltung, die sie erlangt haben. Sie sind sittlich, denn sie sind nicht angeboren, sondern müssen durch ernste und andauernde Übung erworben werden und können durch Untätigkeit und Laster verloren gehen. Preußens Könige waren reformierte Christen. Der Tugendkatalog ist eine Ableitung aus den vier christlichen Kardinaltugenden, der Klugheit, Gerechtigkeit, Mäßigkeit und Tapferkeit. Es fällt auf, dass der Gehorsam nicht dazu zählt. Entgegen der Geschichtslegende war Alt-Preußen kein Tyrannenstaat, sondern eine Monarchie der Rechtsgesinnung. Tugend passt nicht zur Karikatur des Untertanen, sie setzt Verantwortung voraus, um das Leben zu meistern und der Sache zu dienen. Wenn die sittlichen Grundlagen schwinden, können instrumentale Tugenden zu einer gefährlichen Waffe werden. In dem Neu-Preußen, das mit der Reichsgründung 1871 begann, verstärkte sich diese Gefahr. Unter Wilhelm II., der ein begabter Modernisierer der Bildung und Wissenschaft war, legte sich Preußen als Hegemonialmacht des deutschen Fürstenbundes einen unangenehm bramarbasierenden, auftrumpfenden Ton zu. Dies ist bekannt. Vergessen ist jedoch, dass das Land Preußen in der Weimarer Republik eine innere Rückwendung zu Alt-Preußen vollzog: Unter Ministerpräsident Braun war es 13 Jahre lang der bestverwaltete Staat unter den deutschen Ländern - übrigens im Unterschied zum Reich eine lupenrein parlamentarische Demokratie.</content>
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    <title>Kolumne: Politisch Inkorrekt: Wenn Sprache das Denken verändern so.</title>
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    <updated>2013-08-17T08:44:10Z</updated>
    <link rel="alternate" href="http://www.odfinfo.de/landeskunde/kultur/Sprache/Denken-veraendern.htm"/>
    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/landeskunde/kultur/Sprache/Images/Zigeunerschnitzel.jpg&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sicher honorige Kampf gegen diskriminierende Begriffe führt in Deutschland oft zu echten Stilblüten. Problematisch wird es, wenn mit Wortschöpfungen unser Denken manipuliert werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das &quot;Forum für Sinti und Roma&quot; in Hannover erfreut uns diese Woche mit einem originellen Vorschlag. In einem Brief an die Hersteller von Grillsaucen fordert es, auf den Begriff &quot;Zigeunersauce&quot; zu verzichten, um sich nicht dem Vorwurf von Diskriminierung auszusetzen. Einen Vorschlag, wie die Sauce zukünftig heißen soll, gibt es noch nicht. Das dürfte auch nicht einfach werden, denn nur &quot;Scharfe Sauce&quot; könnte zu Abgrenzungsproblemen für die Verbraucher führen. Doch wohin soll das alles führen? Sinti und Roma wurden in Deutschland und werden bis heute in vielen Ländern diskriminiert. Das ist alles andere als witzig. Aber was verbessert sich, wenn wir Grillsaucen umbenennen? Müssen wir demnächst &quot;Lustig ist das Leben der reisenden ethnischen Minderheit, faria, faria ho...&quot; singen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Seit Jahren erleben wir eine Art Volkserziehung durch das Ändern von Begrifflichkeiten. Der Sarotti-Mohr war in meiner Kindheit überall präsent, irgendwann wurde er zum Sarotti-Magier. Der Negerkuss wurde zum Mohrenkopf, dann zum Schokokuss und ist heute, glaube ich, eine Schaumwaffel. Hat es etwas geändert? Gibt es keine Diskriminierung mehr? Ist sie weniger geworden? Ich habe nicht den Eindruck. Und während in unseren Radiosendern Rap-Musik aus den USA gedudelt wird, in denen sich die schwarzen, also die farbigen, ich meine die Sänger afroamerikanischer Herkunft, selbst gesanglich als &quot;Niggaz&quot; bezeichnen, arbeiten wir uns an Lebensmitteln und ihren politisch korrekten Bezeichnungen ab.&lt;br /&gt;...</content>
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    <title>Alle Spuren des Deutschtums sind zu beseitigen. In seiner regionalen Studie über das Riesengebirge dokumentiert der Historiker Mateusz Hartwich die Polonisierung Ostdeutschlands.</title>
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    <updated>2013-01-08T18:47:43Z</updated>
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    <content>&lt;img src=&quot;http://www.odfinfo.de/landeskunde/Literatur/Images/Agnetendorf.jpg&quot; title=&quot;/Agnetendorf, Riesengebirge&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie polonisiert man eine ganze Region? Der polnische Historiker Mateusz J. Hartwich hat es in seiner bei Karl Schlögel in Frankfurt/Oder entstandenen Dissertation am Beispiel des Riesengebirges beschrieben. Zuerst vertrieb man den überwiegenden Teil der Bevölkerung und füllte die sich immer weiter leerende Region mit einer heterogenen polnischen Bevölkerung auf, die anders als heute oft behauptet, mehrheitlich keine vertriebenen Polen aus der Ukraine oder dem Wilnagebiet waren. Dieser Prozeß war bis 1947 im wesentlichen abgeschlossen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Danach ging es an die Tilgung alles dessen, was an die einstige Anwesenheit der deutschen Vorbevölkerung erinnerte. Der polnische Starost (Landrat) von Jelenia Góra (Hirschberg), Wojciech Tabaka, forderte im Mai 1947: „Jelenia Góra ist ein großes klimatisches, touristisches, sportliches und kulturelles Zentrum, das viele Menschen aus Zentralpolen, aber auch aus dem Ausland besuchen. Diese Menschen sollten hier keine deutschen Aufschriften lesen. Deshalb fordere ich dazu auf, innerhalb kürzester Zeit im ganzen Landkreis alle Spuren des Deutschtums zu entfernen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Manchmal ging dies recht einfach zu machen, wie etwa bei den Grenzsteinen zu Böhmen auf den Kammwegen. Pfiffig wurde hier durch Steinmetze der senkrechte Strich des großen „D“ (Deutschland) nach unten verlängert und schon war ein „P“ wie „Polen“ entstanden. Anderes forderte einen größeren geistigen Aufwand. Doch selbst der Berggeist „Rübezahl“, unter den Nationalsozialisten noch als Verkörperung alter Mythen aus germanischen Zeiten bezeichnet, mutierte nunmehr zum Polen. Der unter dem Namen „Liczyrzepa“ polonisierte Berggeist habe nämlich der ursprünglich slawischen Gebirgsbevölkerung gegen die deutschen Feudalherren geholfen. Neuerdings wird, gemäß Hartwichs Erkundungen vor Ort, „Liczyrzepa“ sogar schon als „Europäer“ wahrgenommen. &lt;br /&gt;...</content>
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