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Kreis Rosenberg

 


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Der Landkreis Rosenberg / Westpr.

Der Landkreis Rosenberg ist 1.038,31 qkm groß und hat 63.268 Einwohner, das sind 61 auf 1 qkm. Er ist der größte Kreis des Regierungsbezirks und grenzt im Süden und Südosten an Polen; Drewenz und Ossa sind Grenzflüsse. Landschaftlich gehört der Kreis zum Preußischen Höhenrücken, mehrere Moränenzüge durchziehen ihn in sanft geschwungenen Bögen und erreichen bis zu 126 m über NN. Der wellige, von Lehm, Mergel, Steinen und Sanden aufgebaute Boden ist reich mit Wald bestockt, von kleinen Flüssen und Bächen durchzogen, bedeckt mit ausgedehnten Ackerfluren, Wiesenflächen und reich an zahlreichen Seen, die zusammen 52 qkm groß sind (5 v. H. der Gesamtfläche). Der größte See ist der Sorgensee nördlich Riesenburg. Der 3.228 ha große Geserichsee gehört nur mit seinem Südzipfel zum Kreise. 230 qkm (22 v. H. der Gesamtfläche), besonders im Norden und Osten, sind von ausgedehnten, zusammenhängenden Wäldern bedeckt, sie gehören fast ausschließlich Großgrundbesitzern: der Schönberger Forst (gräflich Finckensteinsches Revier), der Raudnitzer Forst (fürstlich Reußsches Revier) mit den schönsten Nadelholzbeständen des Kreises und der Finckensteiner Forst (burggräflich zu Dohnasches Revier).

Vor der Ordenszeit war der Kreisraum fast ganz von Wäldern und Mooren erfüllt; der Landschaftsname Pomesanien (po median = unter dem Walde) und der des prußischen Gebiets Resia (reisis = Haselnuß), in dem Riesenburg, Riesenkirch und Riesenwalde liegen, deuten auf Bewaldung hin. Als der Deutsche Ritterorden das Gebiet in Besitz nahm und die deutsche Besiedlung begann, waren in ihm kaum 20 prußische Dörfer vorhanden, so daß die drei Landesherren (nach 1286), der Deutsche Orden, der Bischof von Pomesanien (Westteil) und das Domkapitel (Mitte), Güter und Dörfer auf Waldboden gründen konnten. Bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts entstanden im Kreisgebiet fünf Städte, 26 deutsche Güter und 64 deutsche Dörfer mit 37 Kirchen. Um 1400 war die Bevölkerung fast völlig deutsch; es gab wohl noch prußische, aber kein einziges polnisches Dorf. Masowier wanderten erst im 16. Jahrhundert ein.

Nach der Blütezeit im 14. Jahrhundert wurde das Kreisgebiet in den Jahren 1414, 1416, 1422, 1432 und im 13jährigen Kriege (1454/1466) von den Polen verheert; mehrfach verübten sie entsetzliche Greuel und zerstörten das Aufbauwerk. 1414 wurden die Dörfer Schöpkau, Golbetin, Liegenwalde, Langenau, Jakobau dem Erdboden gleichgemacht, die ersten drei nicht neu aufgebaut. In Riesenburg, wo sich der polnische König 1410 wochenlang aufhielt, wurden 54 Menschen getötet und ein ungeheurer Schaden angerichtet. Im Jahre 1416 erschlugen polnische Banden über tausend Menschen im Kreisgebiet oder verschleppten sie. In Bischofswerder ließ der polnische König Jagiello die Einwohner in die Kirche treiben, die Stadt plündern und in Brand stecken. Ahnlich erging es den Städten Riesenburg, Rosenberg, Freystadt und mehreren Dörfern. Im Gebiet des Domkapitels waren 521 Hufen wüst, d. h. unbesetzt. 1422 übergab der feige bischöfliche Vogt den Polen Schloß und Stadt Riesenburg, die geplündert und gebrandschatzt wurden. Im Ständekriege (1454/1466) verkauften die Ordenssöldner die Stadt Deutsch Eylau an den Preußischen Bund und den König von Polen; aber die ordenstreuen Bürger vereitelten die Übergabe. Das Land wurde arg verwüstet, ebenso im Reiterkriege 1519/1521. Das Schloß Schönberg, die Städte Deutsch Eylau und Rosenberg ergaben sich freiwillig den Polen, Riesenburg dagegen leistete Widerstand.

Als der Deutschordensstaat 1525 in ein evangelisches Herzogtum umgewandelt worden war, blieb von den drei Amtern, Riesenburg, Schönberg und Deutsch Eylau, nur Riesenburg in landesherrlicher Verwaltung. Das Amt Schönberg verlieh der Herzog 1532 dem samländischen Bischof Georg von Polenz als Erbhauptamt, es blieb bis 1824 im Besitz der Familie, kam dann an die Grafen Finck von Finckenstein. Das Amt Deutsch Eylau wurde 1548 Erbhauptamt der Grafen Finck von Finckenstein, 1784 ging es durch Kauf an die Burggrafen zu Dohna über. Der Adel gewann im 15./16. Jahrhundert großen Einfluß und zahlreiche Güter im Kreisgebiet; er hat sie zum Teil jahrhundertelang besessen. Der Kreis Rosenberg hatte bis in die jüngste Vergangenheit von allen Landkreisen Ostpreußens die meisten und umfangreichsten Großgüter, obgleich nach 1900 mehrere gesiedelt worden waren. 1931 waren noch 32 landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 250 ha vorhanden, elf von ihnen waren mehr als 1.000 ha groß: Schönberg (Graf Finck von Finckenstein) 7.679 ha, Januschau (von Oldenburg-Januschau) 2.801 ha, Groß Bellschwitz (Graf von Brünneck) 1.953 ha, Klein Tromnau (Freiherr von Hoverbeck) 1.800 ha, Groß Plauth (von Puttkammer) 1.664 ha, Groß und Klein Sehren mit Hansdorf (Erbprinz Heinrich Reuß j. L.) 1.351 ha u. a. Es ist daher nicht verwunderlich, daß Land- und Forstwirtschaft im Kreise im Vordergrund standen, sie beeinflußten Handel, Handwerk und Industrie und gaben ihm das besondere Gepräge. Es wurden hauptsächlich Weizen, Zuckerrüben, Roggen, Sommergetreide und Kartoffeln angebaut. Die Warmblutzucht wurde besonders von bäuerlichen Betrieben und einigen Großgütern, z. B. Finckenstein, Januschau (Scheckenzucht), Groß Bellschwitz (Schimmel) und Groß Plauth gefördert. Die Schafhaltung war ebenfalls gut vertreten, es gab Stammherden

Patenschaftsträger für den Kreis Rosenberg ist der Landkreis Halle (Westfalen).
 

Quellen:
Wappen: Archivmaterial;

Text: Guttzeit: Ostpreußen in 1440 Bildern, Rautenberg, 1972-1996, Seite 97


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