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Aufruf zur Erinnerung

 


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Landkriegsordnung


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Volksabstimmung am 11. Juli 1920
Überwältigendes Votum für Deutschland
Aufruf zur Erinnerung an die Volksabstimmung

Artikel 43 der Haager Landkriegsordnung von 1907 bestimmt, dass die Besatzungsmacht keine Maßnahmen treffen darf, die darauf abzielen, „… die öffentliche Ordnung und das öffentliche Leben im besetzten Gebiet zu zerstören oder ihre Wiederherstellung zu verhindern“. Die Besatzungsmacht handelt entgegen den Bestimmungen des Artikels 43, wenn sie die Zivilbevölkerung, die wegen drohender Kriegsgefahr evakuiert war oder fliehen musste, an der Rückkehr hindert oder aus ihrer Heimat vertreibt. Die Artikel 6b und c des Statuts des Nürnberger Militärtribunals erklären die Deportation, Vertreibung oder Verschleppung der Zivilbevölkerung zum Kriegsverbrechen beziehungsweise zum Verbrechen gegen die Menschheit. Sie sind auch eine eklatante Missachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Solch eines Aktes der Selbstbestimmung wird die Landsmannschaft Ostpreußen in diesem Jahr gedenken.

Zu Erinnerung: In den Jahren 1914 und 1915 besetzten die Russen einen Teil Ostpreußens. Die betroffene Bevölkerung musste zweimal fliehen, konnte nach dem Zurückdrängen der Russen aber wieder in ihre Heimat zurückkehren. Danach befreiten deutsche Truppen auch Polen, das seit dem „Wiener Kongress“ 1815 Teil des Zarenreichs war. Die Militärgouverneure Deutschlands und Österreichs proklamierten am 5. November 1916 ein unabhängiges „Königreich Polen“. Doch der Dank blieb aus und im „Frieden von Versailles“ wurde Ostpreußen durch einen „Korridor“ vom Reich getrennt. Das Gebiet um Soldau wurde ohne Volksbefragung abgetrennt, ebenso wie das Memelgebiet. Polen forderte das ganze südliche Ostpreußen, doch es konnte eine Volksabstimmung durchgesetzt werden. Am 11. Juli 1920 fand die Volksabstimmung statt und strafte alle Propagandalügen. 97,8 Prozent stimmten für Deutschland und nur 2,1 Prozent für Polen. In Masuren stimmten 363.209 Personen für Deutschland und nur 7.980 Personen für Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Volksbefragung, da wurde bis auf Restbestände die Zivilbevölkerung vertrieben. An den 90. Jahrestag dieser die Heimattreue bekundenden Volksabstimmung am 11. Juli 2010 wird die Landsmannschaft Ostpreußen gebührend erinnern. - Wolfgang Thüne

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt Ausgabe 13 / 03.04.20110


Aufruf zur Erinnerung an die Volksabstimmung
 im südlichen Ostpreußen vor 90 Jahren am 11. Juli 1920
weitere Informationen:
Schatten über der Selbstbestimmung
1920 übernahmen in Teilen Ost- und Westpreußens die Kriegssieger die Verwaltung:
www.ostdeutsches-forum.net/Zeitgeschichte/Selbstbestimmung.htm;
Die Ergebnisse der Volksabstimmung im südlichen Ostpreußen vom 11. Juli 1920:
www.ostdeutsches-forum.net/preussen/ostpreussen/Masuren/Abstimmung-1920.htm;

Quelle: Ostpreußen-TV, www.youtube.com/watch?v=LD8rVT-dqEA

 

weitere Berichte zur Volksabstimmung in Ostpreußen am 11 Juli 1920

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weitere Informationen:
Berichte zur Volksabstimmung in Oberschlesien
 


 

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ungerecht und unklug Organistionstalent Volksabstimmung 1920 Aufruf zur Erinnerung Vortrag H. Maessen


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