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Russische Denkmalschützer retten deutsches Kopfsteinpflaster in Königsberg

Historisches Pflaster sollte in Kaliningrad durch eine Teerdecke ersetzt werden. Russische Denkmalschützer retten preußisches Straßenpflaster in Kaliningrad / Königsberg
Moderation: Rainer Krawitz

Eine Gruppe von Aktivisten setzt sich in Kaliningrad für den Erhalt der alten deutschen Kopfsteinpflaster ein. Sie haben auch erfolgreich für den Park der früheren Königin Luise gekämpft, der angelegt wurde, als die Stadt noch Königsberg hieß. Die Stadtverwaltung von Kaliningrad wollte das historische Kopfsteinpflaster durch eine Teerdecke ersetzen.

Autor/in: Birgit Johannsmeier - Redaktion: Rainer Krawitz

Nach Feierabend noch rasch eine Runde vor der eigenen Haustür drehen. Für Inna und Dmitry Vyshemirsky ein tägliches Ritual. Die vierzigjährige Inna streicht ihre kurzen schwarzen Locken aus dem Gesicht, während ihr Mann Dmitry buntes Laub auf dem historischen Kopfsteinpflaster fotografiert. Ihr ganzes Leben haben die beiden in der Uliza Krasnaja verbracht. Im Zentrum von Kaliningrad, dem einstigen Königsberg. Damals sei ihr Name Schlotterstrasse gewesen, verraten Inna und Dmitry. Sie genießen jenen Geist der vergangenen deutschen Zeit.

Die alten Häuser, die alten Bäume und vor allem das Kopfsteinpflaster sind die Seele unseres Wohnviertels. Früher war sogar die Bürgersteige mit Steinen gepflastert. Das waren kleine Rhomben, wie ich sie in Deutschland gesehen habe. Als kleines Mädchen bin ich dort gehüpft und habe Hinkelhaus gespielt.“ "Strasse ist der wichtigste Ort in meinem Leben. Hier habe ich meine Kindheit verbracht, hier habe ich Inna getroffen, hier fühle ich mich wohl und bin glücklich. Deshalb will ich diese Strasse schützen."

Tatsächlich sollte das alte Kopfsteinpflaster Anfang des Jahres verschwinden. Die Stadtverwaltung von Kaliningrad wollte nahezu alle 100 Strassen aufreißen und asphaltieren. Inna und Dmitry waren empört. Von Beruf Fotograf begann Dmitry das historische Erbe mit seiner Kamera zu dokumentieren. Die ausgebildete Soziologin Inna zog mit einer Liste aller bedrohten Strassen durch die Stadt und sammelten Unterschriften für ihren Erhalt.

Wir mussten schnell handeln, denn wir wollen unser deutsches Erbe schützen. Und wir haben einen offenen Brief in die Zeitung gesetzt: Wenn die Stadtverwaltung das alte Kopfsteinpflaster entfernen will, muss sie zuerst mit uns Kaliningradern reden.“

Unsere Stadt verbindet jeder mit dem alten Kopfsteinpflaster. Ohne Kopfsteinpflaster können wir uns weder Königsberg noch Kaliningrad vorstellen.“

Im Internet begannen Inna und Dmitry nach Mitstreitern zu suchen und riefen auf Facebook eine Kopfsteinpflaster Gruppe ins Leben. Mittlerweile melden sich dort mehr als 220 Kaliningrader zu Wort, sagt Inna. Sie beantwortet täglich Fragen im Netz oder organisiert neue Protestaktionen.

Zu unserer Kopfsteinpflaster Gruppe kamen Journalisten, schrieben Artikel, brachten uns im Radio und drehten Reportagen fürs Fernsehen. Die ganze Stadt hat teilgenommen, denn sogar auf der Internetseite unserer Stadtverwaltung wurde viel von uns veröffentlicht.“

Der harte Kern trifft sich regelmäßig in einem Klubcafé. Zum ersten Mal schauen in Kaliningrad engagierte Bürger der Stadtverwaltung auf die Finger und machen sich für die historischen Spuren deutscher Geschichte stark, freut sich Inna.

Ich wünsche mir, dass wir Bürger unseren Staat kontrollieren. Mit unseren engagierten Leuten kann man Berge versetzen. Und ich sehe, dass genau das soeben bei uns passiert.“

Der Park der preußischen Königin Luise liegt ebenfalls mitten im historischen Kopfsteinpflaster-Quartier, das im Krieg nicht zerstört worden ist. Heute sind Wiesen und Wege zugewachsen und werden als Müllkippe missbraucht, schimpft der Aktivist Dima. Im einstigen Hufgrabenbach schwimmen alte Autoreifen und leere Bierflaschen. Als ein Investor den Bach im Sommer zuschütten wollte, um ein 12stöckiges Wohnhaus zu errichten, liefen Dima und die Kopfsteinpflastergruppe Sturm.

Wir lehnen einen Neubau an diesem historischen Ort ab. Mit unserem lauten Protest haben wir das Projekt tatsächlich gestoppt. Der Oberbürgermeister hat sich den Park mit eigenen Augen angesehen und versprochen, dass Bach und Wiesen bleiben. Jetzt muss der Park nur noch verschönert werden."

Sogar Inna und Dmitry haben mit ihrem Einsatz für das alte Kopfsteinpflaster Erfolg gehabt. Der Konflikt mit der Stadtverwaltung von Kaliningrad hat sich in einen Dialog gewandelt und die Asphaltierung wurde gestoppt.

Hören Sie den vollständigen Beitrag

Quelle:
Alte und neue Heimat - WDR5, Sendung vom 21.10.2012,

www.wdr5.de/sendungen/alte-u-neue-heimat/s/d/21.10.2012...

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