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Königsberg (Pr.)

 


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Königsberg (Pr.) - aktuelles Kurzportrait

Wappen der Stadt Königsberg

Königsberg ist heute die Hauptstadt des russischen Gebiets Kaliningrad.

Als Königsberg war es die Hauptstadt der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen.

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Das Königstor in
Königsberg / Kaliningrad

Der "Kneiphof" im Jahre 1994.

Königsberg wurde im Spätmittelalter 1255 von deutschen Siedlern gegründet, wurde Hauptstadt des Deutschordensstaates (1447) und des Herzogtums Preußens (1525). Herzog Albrecht gründete hier die erste evangelische Universität. Mit ihrem Philosophieprofessor Immanuel Kant erlangte diese Bildungseinrichtung zu Weltruhm.

Ein zentrales historisches Ereignis, nicht nur für die Stadt oder die Region Ostpreußen, sondern vielleicht für Europa im Allgemeinen war der 16. Januar 1701, als sich im Domgebäude Kurfürst Friedrich III. zum König “in” Preußen krönte und damit das Königreich Preußen aus der Taufe hob.

Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt im August 1944 von britischen Bombern stark zerstört. Die zur “Festung” erklärte Stadt fiel im April 1945 an die Rote Armee. Nicht alle Deutsche waren bis dahin geflohen. Von den zurückgebliebenen ca. 100.000 Königsbergern starben viele an den widrigen Lebensumständen oder wurden zwangsumgesiedelt. Im Gegenzug erfolgte die Zwangsansiedlung sowjetischer Bürger in das (seit 1946 so genannte) Kaliningrad.

Das Nördliche Ostpreußen gehörte zu den ehemals deutschen Ostgebieten. Die Bundesrepublik Deutschland erkannte im Zwei-Plus-Vier-Vertrag am 12. September 1990 den status quo und die territoriale Integrität Königsbergs zur Sowjetunion an.

Königsberg (Kaliningrad) hat heute 434.700 Einwohner (Stand: 2004). Sie ist die westlichste Großstadt Rußlands und ist als eisfreier Seehafen ein wichtiger Standort für die Werftindustrie.

Historische Altstadt

Das Stadtbild des alten Königsbergs hat sich dramatisch geändert. Das früher sehr dicht bebaute Stadtzentrum ist im Zuge des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. An ihren Stellen stehen heute Parks und breite Straßen. Die Ruine des Königsberger Schlosses stand noch fast 20 Jahre nach dem Krieg. Danach wurde es gesprengt und auf ihrer Stelle das Dom Sowjetow (Rätehaus) erstellt. Aus statistischen Gründen wurde es allerdings nie fertig gestellt und ist bis dato unbenutzbar geblieben. Als Sehenswürdigkeiten sind zu empfehlen:

  • Die Börse und (im Hintergrund) der Dom mit KantdenkmalTeile der alten Stadtbefestigung aus dem 19. Jahrhundert (wie das Rossgärter Tor, Wrangelturm, Dohnaturm (mit Bernsteinmuseum), Königstor, Sackheimer Tor, Friedländer, Friedrichsburger und Brandenburger Tor),

  • das Schillerdenkmal,

  • die Universität mit Kantdenkmal mit der Wallenrodtschen Bibliothek,

  • die Alte Börse und

  • die Insel Kneiphof auf der sich der Dom und das Kantgrab befinden.

Berühmte Königsberger

Die Stadt am Pregel hat viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht:

  • - Christian Goldbach (*1690, Mathematiker)
  • - Immanuel Kant (Professor, Philosoph)
  • - Johann Georg Hamann (Schriftsteller)
  • - David Hilbert (zählt zu den bedeutensten Mathematikern aller Zeiten)
  • - Käthe Kollwitz (expressionistische Malerin)
  • - Leah Rabin (Frau von Jozhak Rabin)

Spezialitäten

Berühmt wurde Königsberg auch durch die legendären Königsberger Klopse und sein Marzipan.

Menschen, die sich mit Königsberg beschäftigen

 
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Quellen:
Text und Bilder: Archivmaterial;
Musik: "Land der dunklen Wälder"
Arrangierung und Mundharmonikasolo: Juri Nuschtajew, Königsberg / Pr.
aus Anlass des Deutschlandtreffens der Ostpreußen in Berlin 2005

Musiktitel neu starten


 

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