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Am Heiligen Abend sammelte sich um drei Uhr die Stadtmusik im Schloßhof zu
Königsberg und zog dann in Gruppen zu vier bis sechs Mann strahlenförmig nach
allen Richtungen in die Stadt, wobei der alte Luther-Choral „Vom Himmel hoch“
geblasen wurde.
Alte Sitten und Gebräuche haben sich auch gerade in der Beibehaltung festlicher
Gerichte und festlichen Backwerks erhalten. Vielerorts aß man zum Fest ein Erbsengericht
und fütterte auch das Geflügel mit Erbsen und Erbsenstroh, was Menschen und
Tieren Segen bringen sollte.
Im Kreis
Preußisch-Eylau buk man noch um die Jahrhundertwende Tierfiguren und fütterte
damit am Weihnachtstag Vieh und Geflügel. Zu dieser Zeit konnte man sie auch
belauschen – man verstand dann ihre Sprache.
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Einsender: Jochen Zauner
Quelle: Hrsg. Landsmannschaft Ostpreußen:
Erfreue
dich Himmel, erfreue dich Erde. Gedichte und
Erzählungen, Liedgut und Brauchtum für die weihnachtliche Zeit, 1973.
Bleistiftzeichnung Ursula Groth 1998. |
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