Bund der Vertriebenen zur
Ausrichtung eines Parlamentarischen Abends im Landtag von Nordrhein-Westfalen
eingeladen
Am 12. Juli 2011 trafen die Spitzen des Bundes
der Vertriebenen (BdV) und seiner Landsmannschaften in Nordrhein-Westfalen mit
dem Beauftragten der CDU-Fraktion für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Bodo
Löttgen MdL, im Düsseldorfer Landtag zusammen. Landtagspräsident Eckhard
Uhlenberg (CDU) hatte dem Abgeordneten zuvor signalisiert, dass das
Landtagspräsidium der Ausrichtung eines Parlamentarischen Abends durch die
Verbände der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler in
Nordrhein-Westfalen aufgeschlossen gegenüber stehe. Ziel der Zusammenkunft war
es, Wünsche und Anregungen zur Ausgestaltung der Veranstaltung aufzunehmen, zu
diskutieren sowie die Möglichkeiten und Vorschläge der einzelnen Verbände zu
koordinieren. Bodo Löttgen eröffnete den Anwesenden die Ziele und Chancen des
Vorhabens:
„Das ganze dient sowohl der Vorstellung der
eigenen speziellen Wünsche, die mal auf einer anderen Ebene an Parlamentarier
herangetragen werden sollen, als auch dem gemeinsamen Zeichnen eines Bildes: Wie
sieht denn heute in Nordrhein-Westfalen die Arbeit der Vertriebenenverbände aus?
Ich glaube, da könnten Sie mit sehr vielen latent oder nicht latent vorhandenen
Vorurteilen aufräumen!“ Nach den Karnevalisten, Schützen und Vertretern
verschiedener Landesteile sei es an der Zeit, dass auch die große Gruppe der
Vertriebenen und Aussiedler in NRW die Gelegenheit erhalte, sich im Landtag zu
präsentieren, so der Landtagsabgeordnete.
Die weitere Organisation und übergreifende
Abstimmung der einzelnen Beiträge wird der nordrhein-westfälische Landesverband
des Bundes der Vertriebenen in Abstimmung mit der Stiftung
Gerhart-Hauptmann-Haus übernehmen. Im Anschluss an die Gespräche konnten weitere
spezifische Sachverhalte diskutiert werden, unter anderem der tatsächliche
Stellenwert des Kulturgutes des deutschen Ostens und des Themas "Flucht und
Vertreibung" im schulischen Unterricht.
Zeitgleich hielt sich auch die ehemalige
Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (CDU) im Landtagsgebäude auf. Sie war es, die im
Mai 1990 die Fahnen der historischen deutschen Ostprovinzen aus dem Ostflügel
des Reichtags hatte entfernen lassen, welche dort bis dahin zur Erinnerung und
Mahnung gemeinsam mit den Fahnen der Länder der Bundesrepublik Deutschland
gehangen hatten.
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