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The Soviet Story

 


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Die Stille nach „The Soviet Story“
Kolumne von Lion Edler (*)

Nun habe ich mir am Montag auch den aufsehenerregenden Film The Soviet Story“ angesehen, der die Verbrechen des Sowjet-Kommunismus und die Mitschuld der Sowjetunion an Ausbruch und Ausbreitung des Zweiten Weltkriegs schonungslos darlegt. Doch der Film, der 2008 im EU-Parlament uraufgeführt wurde, mehrfache Auszeichnungen erhielt und in diversen Ländern im Fernsehen zu sehen war, ist in Deutschland nicht im Handel erhältlich, weil er zu gefährlich für die Machthaber hierzulande ist.

Es ist in dieser erbärmlichen Republik auch nicht möglich, daß der Film im Fernsehen gezeigt wird, noch nicht einmal eine deutsche Synchron-Fassung existiert. Allein schon an solchen Dingen sieht man, daß hier etwas von Grund auf faul ist im Staate BRD! Und die Medien schweigen ihn systematisch tot, es war wieder einmal die Junge Freiheit, über die ich überhaupt von diesem mutigen Film der Wahrheit hörte.

Der Film wird aus dem deutschen Fernsehen ferngehalten

Politiker von den SED-Erben bis zur angeblich antikommunistischen CDU denken nicht daran, dahingehend Druck auszuüben, daß der Film im Fernsehen gezeigt wird und die Wahrheit ans Licht kommt. Damit beteiligt sich auch die CDU offen an der Verhöhnung der Kommunismus-Opfer. Das ist nicht nur eine Unverschämtheit gegenüber den Opfern des Sowjet-Kommunismus, sondern auch gegenüber unseren Landsleuten, die Opfer von Vertreibungsverbrechen oder SED-Diktatur wurden.

Denn diese Verbrechen wurden von politischen Kräften verantwortet, die nichts weiter als der verlängerte Arm Moskaus waren. Somit werden die SED- und Vertreibungs-Opfer von den etablierten Parteien zu Opfern zweiter Klasse gemacht, indem diese Parteien durch ihr Schweigen die Zustimmung zur Verharmlosung des Kommunismus abgeben.

Abgeordnete mit Rückgrat statt Parteiroboter

Sozusagen einen „inneren Reichsparteitag“ erlebte ich, als ich die im Film befragten osteuropäischen EU-Abgeordneten sah. Wieder einmal erkennt man den Klassen-Unterschied an Intelligenz, Rückgrat und Charakter gegenüber unseren Partei-Robotern schon an der äußeren Erscheinung.

Sofort mußte ich an die Worte von Thorsten Hinz denken, der einmal über Erika Steinbach schrieb: „Auf dieser schiefen Grundlage wird die Politik zum Tummelplatz für Charaktere, deren Wertigkeit sich bereits habituell und physiognomisch mitteilt. Dazu muß man Frau Steinbach auf einem Jahresempfang des BdV gesehen haben, wie sie sich aufrecht, stolz, klar konturiert und natürliche Autorität ausstrahlend durch das Publikum bewegt, jeder Zoll an ihr eine Offizierstochter. Dagegen dann die vergnomten, lauernden, verwaschen-amorphen Vertreter der informellen Blockparteien.“

Tieferes Verständnis für Geschichte

Die Parallele zwischen Steinbach und den osteuropäischen EU-Abgeordneten kommt nicht von ungefähr: beide Seiten haben, trotz freilich unterschiedlicher Gründe, eine tiefere Sensibilität, ein tieferes Verständnis für geschichtliche Vorgänge und Zusammenhänge. Und wer die Geschichte versteht, der versteht auch das Leben besser und hat somit bessere Chancen, in diesem zu bestehen. Das überträgt sich dann auch auf die Physiognomie.

Der französische Historiker Nicolas Werth erklärt im Film das Schweigen des Westens über die fehlende Aufklärung der Kommunismus-Verbrechen mit der Abhängigkeit von russischem Gas und Öl. Doch damit läßt sich vielleicht die Stille der Politiker erklären, weniger jedoch der Journalisten und noch weniger der Historiker.

Feigheit und ideologische Instrumentalisierung

Nein, es handelt sich hier einfach um Feigheit – und vor allem um ideologische Instrumentalisierung: an der „Einzigartigkeit“ von Hitler und Holocaust und der „Alleinschuld“-Propaganda darf natürlich nicht gerüttelt werden, damit Linke die besseren Menschen als Rechtsdenkende bleiben.

Das Gebäude der linken Lebenslügen ist eben ein wackeliger Turm, der auf dem Fundament der Geschichtspolitik errichtet ist. Wenn das Fundament entzogen und der Turm fallen würde, dann wären die Grünen keine potentielle Volkspartei mehr, mit dem „Kampf gegen Rechts würde es rapide bergab gehen, und einige linksextreme Sozialwissenschaftler müßten Hartz IV beantragen.

Gehohmännert und gesteinbacht

Insofern ist das Schweigen der Politiker zumindest verständlich, wenn auch nicht akzeptabel. Wer sich dafür einsetzen würde, daß der Film gezeigt wird, der würde sofort von den Giftmischern der Republik gehohmännert und gesteinbacht werden. Welch Witz: seit Wochen regen sich Journalisten über das ungarische Mediengesetz auf und reden von „Einschüchterung“. Diese Journalisten sollten sich einmal an ihre eigene linke, blutrote Pinocchio-Nase fassen!

Dieser Film und sein politischer Boykott zeigen es mal wieder auf erschütternde Weise: die Geschichtspolitik dieses gesamten Planeten stinkt an allen Ecken und Enden zum Himmel! Erst, wenn dieser Film a) in sämtlichen deutschen und westlichen Schulen im Unterricht gezeigt wird, b) von sämtlichen Schülern dann auch als wahr akzeptiert wird, sowie c) verstanden und d) vom ersten bis zum letzten Satz voll verinnerlicht wird, erst dann kann man näherungsweise von einem mental gesunden Zustand Deutschlands und des Westens sprechen. Deswegen werde ich versuchen, möglichst viele Menschen, die ich erreichen kann, und die für solch einen Film überhaupt zugänglich sein könnten, zum Anschauen des Films zu bewegen.


 
Lion Edler, geboren 1987 in der von der Linkspartei regierten Hälfte Berlins, 1993 bis 2005 Schulzeit, dort häufig sozusagen in zweierlei Hinsicht "vom Klassenstandpunkt abgewichen", daher diverse Gespräche mit Lehrern zur "Klärung eines Sachverhalts", 2005 Abitur. Seither zunehmend lieber Citoyen statt Untertan, und seit 2009 auch parteilos und somit fast völlig frei.
 

Quellen:
Filmplakat: http://e-lietas.lv/wp-content/uploads/2008/04/the-soviet-story-poster.gif;
Text und Grafik: JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co., Kolumne, 19.01.2011,
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M594e90e9e12.0.html

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weitere Informationen:
22.10.2010: Die zähe Guerilla in den Wäldern Litauens
Bis in die fünfziger Jahre führten die Sowjets einen bis heute wenig bekannten blutigen Partisanenkampf in den „befreiten“ Westgebieten
http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=10&File=201004012254.htm;
14.03.2008: 125. Todestag von Karl Marx - Weder Entartung noch Entgleisung
http://www.jf-archiv.de/archiv08/200812031443.htm;
 


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