Home weitere Infos Inhalt / Suche Copyright Impressum Datenschutz

 

Neues Massengrab

 


Mit uns im Dialog bleiben ...

... mit den ODF-Foren auf Yahoo ... auf YouTube ... auf twitter ... auf facebook ... auf meinVZ

weitere Infos


Preußische Allgemeine Zeitung
Preußische Allgemeine Zeitung - Klartext für Deutschland - 4 Wochen gratis testen - hier Klicken!


 

Wieder gigantisches Massengrab in Polen entdeckt

Nach Marienburg, Lodz, Danzig, Stolp und vielen anderen Orten im heutigen Polen ist man erneut auf ein großes, mysteriöses Massengrab gestossen. Der Fundort befindet sich innerhalb der Großstadt Czestochowa (Tschenstochau, eine polnische Stadt an der Grenze zu Ostoberschlesien). Auf dem Gelände des Bahnhofes Czestochowa-Stradom hat man bei Bodenuntersuchungen an verschiedenen Stellen unzählige Skelette entdeckt.

Wie auch schon bei den oben genannten Fundorten könnte es sich aufgrund der des bisherigen Schweigens zu diesem Massengrab wieder einmal um Zivilisten handeln, die während oder nach dem zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen waren. In der Nähe des Fundortes waren ein Arbeitslager und eine deutsche Munitionsfabrik in der jüdische Zwangsarbeiter beschäftigt waren. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Lager zuerst vom sowjetischen NKWD und dann vom polnischen Sicherheitsdienst genutzt, der dafür bekannt war deutsche Zivilisten und Zwangsarbeiter schon wegen Nichtigkeiten zu töten.

Wie am vergangenen Sonntag bekannt wurde wusste das polnische Institut des Gedenkens (IPN) schon seit einigen Monaten von dem Massengrab auf dem Bahnhofsgelände von Czestochowa, hatte aber bisher nichts durchsichern lassen, angeblich weil man bei den Ermittlungen nicht durch die Presse beeinflusst werden solle. Nach Angaben der IPN Filiale in Katowice (Kattowitz / Ostoberschlesien) könnten in dem Massengrab in Czestochowa einige Tausend Skelette liegen. Man werde in Kürze mit den Exhumierungen beginnen, die Staatsanwaltschaft ermittele. Staatsanwalt Piotr Nalepa vom IPN in Katowice hat dann auch schon verschiedene Versionen über das Entstehen dieser grausigen Stätte parat: Kriegsopfer, Kriegsgefangene, Juden die während der Transporte in die Vernichtungslager ums Leben kamen und in Czestochowa aus dem Zug geworfen wurden, russische Gefangene, Kämpfer des Warschauer Aufstandes die hier hingerichtet wurden oder Menschen die während der Kämpfe im Januar 1945 ihr Leben lassen mussten.

Einen Zeugen hat dann das IPN auch schon Stunden nach der Bekanntgabe der Fundstelle präsentiert. Dieser soll ausgesagt haben, dass er damals in der Nähe des Bahnhofes gewohnt habe und beobachten musste wie ankommende Transporte mit Juden Tote aus den Waggons entluden und an dieser Stelle begruben. Wie schon bei anderen Massengräbern ziviler Natur, die in der letzten Zeit im heutigen Polen gefunden wurden, gab es auch zu diesem Fundort angeblich keinerlei Hinweise, Archivmaterial oder Ähnliches. Dies lässt wieder einmal die Vermutung aufkommen, dass es sich auch hier um ein "verschleiertes" Massengrab handelt, in welchem ermordete Zivilisten liegen könnten. Es ist kaum glaubwürdig, dass es hierzu jahrzehntelang nicht einen einzigen Zeugen gab. Czestochowa ist und war eine polnische Stadt wo in jeder Phase des Krieges und danach massenhaft Polen lebten. Der Bahnhof Stradom ist und war auch nicht der Hauptbahnhof von Czestochowa. Dieser wurde während und in den ersten Jahren nach dem Kriege hauptsächlich für das dortige "Arbeitslager" bzw. von der Munitionsfabrik genutzt.

Czestochowa liegt etwa 200 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Warschau. Die Stadt ist in erster Linie ein weltbekannter Wallfahrtsort. Niemand in dieser Stadt hatte bisher von irgendwelchen Greueltaten im großen Ausmaß während und nach dem Kriege berichtet. Es gab einige Arbeitslager und ein jüdischen Ghetto während des Krieges hier, doch für die meisten Bewohner dieser Einrichtungen war Tschenstochau nur ein vorübergehender Aufenthaltsort. Sie wurden am Ende meist in die Konzentrationslager von Auschwitz und Treblinka gebracht. Gegen Ende 1944 räumten die hier tätigen ukrainischen SS-Kräfte die Lager und brachten die Gefangenen wegen des schnellen sowjetischen Vormarsches in weiter westlich liegende Nazi-Einrichtungen. Einer der prominentesten Gefangenen im Arbeitslager Stradom war Ignatz Bubis (* 12. Januar 1927 in Breslau; † 13. August 1999 in Frankfurt am Main). Ende 1944 kam er nach Tschenstochau, wo er kurzfristig in einer Munitionsfabrik arbeitete. Am 16. Januar 1945 erreichte die rote Armee das Lager und liess sich als Befreier feiern, obwohl das Lager menschenleer war.

Ignatz Bubis schildert damalige Ereignisse in seiner Biographie:

Meine Familie hatte schon 1935 Breslau aus Angst vor antisemitischen Übergriffen verlassen: "Deutsche Soldaten ergriffen in den jüdischen Vierteln wahllos Männer, die sie zum Arbeitsdienst abtransportierten. Während dieser Aktionen wurden sie von Polen begleitet, die "Zyd, Zyd! " brüllten und auf jeden Juden zeigten, der gerade auf der Straße vorbeilief. Innerhalb weniger Wochen waren die Juden ohne jeden Schutz. Ihre Geschäfte wurden geplündert, ihre Wohnungen ausgeräumt, sie wurden auf den Straßen aufgehalten und ausgeraubt, nicht selten auch noch verprügelt. Am 12. Dezember 1939 verlangte die Verwaltung in Warschau vom Judenrat eine Liste der reichen Juden, ihre Wohnungen wurden aufgebrochen und ihr Hab und Gut in Lastkraftwagen abtransportiert. Bereits am 18. Dezember wurde eine Verordnung erlassen, die es Juden verbot, ihren Immobilienbesitz zu verkaufen, und ihre Bankkonten wurden eingefroren. Bei all den Plünderungen und Diebestouren arbeiteten immer die Gestapo und die lokalen Behörden Hand in Hand. Insbesondere die polnische Polizei war voller Demut und Unterwürfigkeit gegenüber den Deutschen. Vor allem auf die orthodoxen Juden hatten sie es abgesehen. Sie wurden auf der Straße aufgehalten, ausgelacht und verspottet, und nicht selten schnitt man ihnen die Bärte mit alten rostigen Messern ab, so daß sie tiefe Wunden davontrugen. …

Das Leben im Ghetto kann sich jemand, der es nicht erlebt hat, wahrscheinlich kaum vorstellen. Wir lebten immer nur für den einen Tag, und wenn der vorüber war, für den nächsten. Wir haben nicht richtig gehungert, es lagen keine Skelette auf den Straßen, und im Vergleich zu den Häftlingen eines Konzentrationslagers ging es uns noch relativ gut. Im Juni 1944 konnte man an manchen Tagen schon aus der Entfernung die Kanonen hören. Das Lager befand sich nicht weit von der Weichsel, und wir rechneten jeden Tag damit, daß die Rote Armee den Fluß erreichen würde. Doch kurz bevor die Rote Armee dann wirklich Deblin erreichte, wurden wir Lagerhäftlinge in zwei Transporten nach Czestochowa gebracht, das etwa 150 Kilometer westlich von Deblin liegt. Die zweite Deportation, zu der außer mir zufälligerweise auch meine zukünftige Frau und ihre Familie gehörten, erfolgte nur drei Tage vor dem Eintreffen der Roten Armee. Wir wußten damals alle, wie nahe die Russen waren, und viele versuchten zu fliehen. Die wenigen, denen es gelang, wurden meist entweder von Deutschen oder von den Polen, sei es der Landbevölkerung oder Teilen der Heimatarmee erschossen oder an die Deutschen ausgeliefert.
 

Quelle:
http://polskaweb.eu, Schlagzeilen 11.05.2009,
http://polskaweb.eu/massengrab-in-tschenstochau.html

Diskutieren Sie diese Meldung in unserem Forum

weitere Informationen zu Massengräbern in Polen:
20.01.2011: Massengräber mit 48.000 Toten bei Waldenburg (Schlesien) entdeckt;
19.01.2011: Neues Massengrab in Pommern entdeckt;
11.11.2010: Kriegsverbrechen - Weiteres Massengrab in Slowenien entdeckt;
18.08.2010: Vertreibung - Deutsches Massengrab in Mähren ausgehoben;
28.06.2009:  Leichenfunde in Polizei-Akademie immer mysteriöser;
25.06.2009:  Polen: Grauenhafte Entdeckung in Polizeischule;
11.05.2009:  Wieder gigantisches Massengrab in Polen entdeckt;
30.01.2009:  Polen: Nun auch Massengrab im Zentrum von Lodz;
29.12.2008:  Massengrab ermordeter Deutscher unter Swinemünder Sonderschule;

Berichte zum Massengrab Steinbach (Podla Góra)
Bildergalerie zum Massengrab in Podla Gora (Steinbach);
14.08.2009:  Polen - Wieder Frauen und Kinder in Massengrab;
02.02.2009:  Steinbach: Grausame Parallelen zu Marienburger Massengrab;


Medienarbeit über Grenzen hinweg
 
Beiträge von Ostpreußen-TV
jetzt auch als DVD-Video erhältlich


 

Seit dem 02.01.2005 sind Sie der 

. Besucher

Diese Netzseite ist optimiert für 1024x768 oder höher und 24 Bit Farbtiefe sowie MS-Internet Explorer 11.x oder höher.
Netscape ab 7.x oder andere Browser mit Einschränkungen verwendbar. - Soundkarte für Tonwiedergabe erforderlich.

www.ostdeutsches-forum.net/aktuelles/2009
 


Rechte für Polen neue Beauftragte Polnischer Beirat »Laconia« Bodenreformland Der dumme Junge Benesch-Dekrete Königsberg Katyn-Opfer ZgV Polen in Deutschland Wenn Opfer stören Steinbach entsorgen? erfolgreich verschleiert LO-Resolution Rotes Medienimperium Deutsche Minderheit FDP stellt sich quer Lissabon-Vertrag Polen war beteiligt Sprachschutz Polen nur wenig besser Kampf um die Wahrheit Nur bis 2010 zahlen? Extremismus der Mitte Deutsche Beutekunst Millionen starben ... erlauben nicht Das Trauma Waschsalon Tag der Heimat Opfer beigesetzt ... klare Zusagen Massengrab Steinbach SPD nicht interessiert Ein starkes Stück Geschichtsklitterungen Melderecht-Empfehlung Wien will Rückgabe Wer hat getötet? Die Gerufenen gegen Vertriebene Umerziehung Auf einem Auge blind Deutsche und Polen Vertriebenenstiftung polnische Opfer ... Entdeckung ... ohne Ruhestätte Steinbach-Inerview Juso-Skandal Berlins Zumutung Russland - Polen Solidarität Über 1.000 Frauen Geschichtsvergessen Österreich unterstützt Opfer der Alliierten Deutscher Neubeginn Sobibor Neues Massengrab Jozef Beck 2.500 Sklette ... ... mehr Europa Immobilienkauf Zeuge stirbt ... Ausgrenzung Museum droht ... Geschichtsbuch Marienburg - Katyn Warnhinweis Schockierend unschöner Empfang Zentrum sinnlos? Kalte Enteignung Meinungsbildung ... gegen Vertriebene? Schauprozess Steinbachs Vergehen ... will die Wahrheit Steinbach plant ... antideutsche Allianz Marienburg: kein Hotel Die Gegenleistung Trauma vererben Kollaborateure ... gegen Vertriebene Beziehungen akademische Wüste? Rote Karte Heuchler, Lügner ... grausame Parallelen zweite Vertreibung? Massengrab in Lodz Deutsch verankern ... Marienburg Schilder abmontiert Das bitterste Erbe Berlin schweigt


zur Landsmannschaft Ostpreußen

Ostpreußen
Erleben Sie Tradition
mit Zukunft

zur Preußischen Allgemeinen Zeitung / Das Ostpreußenblatt zum Preußischen Mediendienst

Die Träger des Ostdeutschen Diskussionsforums:

Bund junges Ostpreußen (BJO)

Arbeitsgemeinschaft Junge Gereration im BdV-NRW
Junge Generation
im BdV NRW

Landsmannschaft Ostpreußen
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.
 
Ostpreußen-TV
über 4,5 Millionen Videoaufrufe

Landsmannschaft Ostpreußen - Landesgruppe NRW

Deutsch / German / allemand English / Englisch français / französisch      

Copyright © 2002-2018  Ostdeutsches Diskussionsforum (ODF)

Stand: 29. September 2018

zur Feed-Übersicht